... wer sie mag, der hat sie nicht,…
…wer sie hat, der kennt sie nicht?
Redirects sind nicht auszurotten. Warum auch. Sie leiten Nutzer direkt von einer auf eine andere Adresse weiter, ohne Anwender mit Details zu behelligen. Sie erleichtern die Domainpflege, verhindern Irritationen bei 404-Fehlern oder dienen Zählsystemen als Trigger. [Und wenn es sich um Ad-Server handelt, ist es nicht zwangsläufig die schlechteste Alternative deren Klicks zu zählen.]
Über die Technische Implementierungsmöglicheiten von Redirects ist schon mehrfach sinnvoll geschrieben worden. Auch von uns. Ich greife hier daher nur die Quintessenz und Erste Goldene Regel zur Implementierung von Redirects im Umfeld gemessener Seiten auf:
“Jeder Redirect muss so realisiert werden, dass der Originalreferer erhalten bleibt”
[Zur Umsetzung dieser Regel lesen Sie bitte das Handbuch Ihres Webanalytics-Tools oder fragen Sie Ihren Dienstleister]
Diese Regel ist gut, denn sie ist kurz, prägnant, einfach zu merken und ausnahmslos formuliert. Solche Regeln geben uns Halt in der wechselhaften Welt. Da ist es egal, dass sie hin und wieder falsch ist. Das Wichtigste steht eh immer in den Fußnoten.
Fußnote 1: Den Einwand “Für meine tausend Banner-Klicks will ich nicht 500 verschieden Referer sehen, sondern einen Ad-Server” will ich nicht gelten lassen. Gerade weil die Kampagnen weit gestreut sind, müssen die Referer erfasst werden. Oder soll ich mich bei der Optimierung der Aussteuerung schutzlos einem Computerprogramm oder (s)einem Dienstleister ausliefern?
Fußnote 2: “Was ist, wenn der Originalreferer systembedingt bereits LEER ist? ”
E-Mails werden bei vielen Zielgruppen vorwiegend nicht mit einem normalen Browser sondern mit einem E-Mail-Client geöffnet. Egal, ob die Nutzerin ihre Mails mit Thunderbird öffnet, oder ob der Nutzer mit Outlook arbeiten muss, wenn ein Link in der Mail geklickt wird, wird mit dem Öffnen des Webbrowsers in nahezu 100% der Fälle kein Referrer übergeben. Weswegen insbesondere im B2B-Bereich für Newsletter keine Referer gemessen werden. Stattdessen gilt der E-Mail-Klick als Direkteingabe und verdirbt uns somit so manche lustige Spekulation über die Stärke unserer Domain als Brand.
Wenn also die Newsletter, Benachrichtigungs-, Registrierungs-, Validierungs- oder sonstige System-Mails eh mit einem eigenen System verschickt werden, und wenn dieses System eh selbst Öffungs- und Klick -statistiken erhebt, und wenn die Klicks eh per Redirect gemessen werden [wie sonst?], und wenn diese Mails zu Ihren Top-20-Trafficquellen zählen - warum sollte dann nicht lieber der E-Mailserver zwischen den natürlichen Referern stehen?
Verfasst von Heiko Vosberg
am 16. Dezember 2010 unter
Technik
IBM entdeckt die Web Analytics, ist eine Erkenntnis von der IBM IOD2010. Die IOD2010 - Information OnDemand 2010 bzw. das Business Analytics Forum fand vom 24.10. bis zum 27.10.2010 in Las Vegas im Mandalay Bay Convention Center statt. Auf Einladung von IBM durfte ich der Veranstaltung erstmalig beiwohnen - vielen Dank nochmal an die IBM Media Relation-Abteilung für die Einladung und die hervorragende Betreuung vor Ort.
Kurz die Facts:
- Mehr als 9.000 internationale Teilnehmer
- Alleine auf dem Business Analytics Forum knapp 3.000 Cognos- und SPSS-Kunden
- 600 Technical Education Sessions
- 110 industry-focused Business- & IT-Leadership-Sessions
- Mehr als 300 Vortragende
- Nahezu alle Top Manager der IBM waren vor Ort und standen für Gespräche zur Verfügung
- Zusätzlich gab es eine EXPO mit ca. 100 Ausstellern, auch mit deutscher Beteiligung
Im Fokus standen natürlich die neuen Produkt-Releases von SPSS, Cognos sowie DB2. Hierzu gab es eine Reihe von Sessions, die in unterschiedlicher Tiefe Einblicke in die Neuerungen gaben. Für mich fast interessanter waren allerdings die General Sessions mit verschiedenen Sprechern der IBM und sehr interessanten Gästen, sowie die Q&A-Sessions mit Beteiligung des IBM-Managements aus den Bereichen Consulting, Business Analytics (Cognos und SPSS), DB2 und ECMS (Enterprise Content Management System).
Die wesentlichen Erkenntnisse aus den General- sowie Q&A-Sessions:
“IBM entdeckt das Online Marketing” mit all seinen Facetten. Der Konzern sieht eine neue Herausforderung in der Analyse und Datenspeicherung aller Online Daten, wobei ein starker Fokus auf das Thema Social Media gelegt wurde. Im Datenbankbereich dürfte das Thema “Visualization” zukünftig eine noch größere Rolle einnehmen. Für das Handling immer stärker wachsender Datenbestände sieht sich IBM bestens gerüstet.
Eine weitere Erkenntnis der Veranstaltung: Business Intelligence (BI) ist tot - es lebe die Business Analytics. Diese Umbenennung soll den Schwerpunkt stärker auf die Analyse von Daten lenken. Ziel ist es Antworten für die Weiterentwicklung des Unternehmens zu erhalten und von einem reinen Reporting weg zu kommen. Gastredner, wie zum Beispiel die Autoren von Freakonomics, Steven Levitt und Stephen Dubner, oder auch der Moderator und Bauchautor Mark Jeffries, zeigten unterhaltsam auf, wie man aus Daten wertvolle und nutzbare Erkenntnisse gewinnt.
Allerdings dürften so manche Social-Media- und Web-Beispiele der IBM-Vertreter dem Ein oder Anderen “erfahrenen” Web Analysten ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert haben - aus meiner Sicht waren dies Beispiele der täglichen Arbeit, die in diesem Zusammenhang als neue Herausforderungen präsentiert wurden.
Zusammenfassung:
Die IOD2010 war eine extrem gut organisierte Großveranstaltung mit internationaler Beteiligung.
Mein bisheriger Eindruck über das zukünftige Zusammenwachsen der Business und Web Analytics wurde während der Veranstaltung verstärkt. IBM hat sich strategisch gut positioniert und mit den Übernahmen von Coremetrics und Unica belegt der Konzern seine langfristige Ausrichtung: zukünftig dem Online Segment eine größere Rolle zu geben. Diesmal waren noch keine Vertreter von Coremetrics oder Unica mit Veranstaltungen oder Vorträgen auf dem Event anzutreffen, ich erwarte aber, dass sich dies für die IOD2011 ändern wird.
Für uns als contentmetrics ist es spannend, welche Rolle Coremetrics und Unica in der IBM Organisation letztendlich bekommen werden. Die wesentliche Herausforderung, der sich IBM nun stellen muss, ist es, diese verschiedenen Werkzeuge und Lösungen als Bausteine einer Gesamtlösung auf die Straße zu bekommen. Hier wird die Geschwindigkeit der Umsetzung eine wichtige Rolle spielen - den auch der Wettbewerb schläft nicht.
Für die Web-/Business-Analysten gilt weiterhin, immer wieder die richtigen Fragen zu stellen, “quer zu Denken” und neugierig, wissbegierig und kreativ an die Aufgaben heranzugehen.
Verfasst von Thomas Brommund
am 17. November 2010 unter
Analytics,
Markt
In diesem Jahr veranstaltet Rising Media erstmalig die Conversion Conference in Deutschland im Hotel Atlantic Kempinski Hamburg. Der Veranstalter organisiert auch den jährlichen Marketing Optimization Summit “emetrics” in München und setzt nun einen neuen Schwerpunkt mit einer Konferenz rund um das Thema “Online Conversion”.
Ist diese Veranstaltung notwendig? Ich denke ja, denn die meisten Unternehmen haben immer noch keine Testing-Kultur entwickelt. Die Erkenntnisse aus der Web Analytics werden noch zu wenig durch Überprüfung der Hypothesen gefestigt - das Testen steckt in vielen Unternehmen noch in den Kinderschuhen.
Auf der Conversion Conference geben renommierte Experten Tipps, wie sich die Akquise verbessern und die Conversionsrate erhöhen lassen. Insgesamt erwarten Sie während der zweitägigen Veranstaltung 20 Sessions (siehe Konferenzprogramm), effektives Networking, spannende Diskussionen und der Austausch mit Experten. Nutzen Sie die Chance den Praktikern Ihre Fragen zu stellen und Einblicke in ein zielorientiertes Testen zu erhalten.
Natürlich wird auch contentmetrics vor Ort sein. Claudia Strauch hält am ersten Konferenztag um 11:15 Uhr - Track 2 - einen Vortrag zum Thema “Multivariate Tests - nicht mehr schätzen sondern wissen”.
Über Ihren Besuch an unserem Stand freuen wir uns! Dort werden Sie Silvia Martins und Melanie Schmid begrüßen und Ihnen gerne unser Leistungsportfolio vorstellen. Hier zeigen wir Ihnen auch das Testing Tool “Vertster” live vor Ort.
Wir hoffen Sie am 27. und 28. Oktober auf die Conversion Conference im Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg zu treffen - www.conversionconference.de
Beste Grüße
Melanie Schmid
Verfasst von Melanie Schmid
am 18. Oktober 2010 unter
Analytics,
Markt
Es ist wieder soweit:
Der nächste Web Analytics Wednesday (WAW) kommt, diesmal in Berlin!
- Wann: Am 29. September, ab 19:00 Uhr
- Wo: Gaststätte St.Oberholz, Obergeschoß, Rosenthaler Str. 72, 10119 Berlin-Mitte
Die regelmäßig unregelmäßig stattfindenden Web Analytics Wednesdays sind eine ideale Möglichkeit, um in informeller Runde über die Web Analytics und alles was damit zusammenhängt zu plaudern.
Sponsoren der Veranstaltung sind:
Frank Reese und Thomas Brommund werden mit einen Kurzvortrag als Einstieg starten. Danach steht wie immer das Networking im Vordergrund. Wir suchen noch einen Themenschwerpunkt, wer also Vorschläge hat, kann diese hier in diesem Blog auf bitte auf dem Webtrekk Blog gerne einstellen.
Link zur Anmeldung: http://www.webanalyticsdemystified.com/wednesday/list.asp?event_id=3134
Wir hoffen auf zahlreiche Teilnehmer, vielleicht läßt sich die Marke von mehr als 100 Teilnehmern ja noch steigern.
Bis demnächst in Berlin
Thomas Brommund
Verfasst von Thomas Brommund
am 22. September 2010 unter
Analytics
Auf dem diesjährigen eMetrics Marketing Optimization Summit (Kongressmesse am 22/23.April in München) hatte ich nach der hervorragenden Keynote von Jim Sterne Gelegenheit, das Publikum in einem Kurz-Vortrag für das Thema “Analyse von Werbemittelnutzungspfaden” zu gewinnen. Ich sprach darüber, warum es lohnenswert ist, den gesamten Kampagnenpfad - also das Zusammenwirken aller Werbemaßnahmen bis zur Konversion - zu analysieren, um mehr über die Hintergründe eines Kampagnenerfolgs zu erfahren.
Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Weil der Erfolg einer Kampagne im Regelfall über das Erreichen eines Website-Ziels definiert wird - die Konversion am Ende eines erfolgreichen Besucherpfads - gehen viele Werbetreibende davon aus, dass zugleich das letzte Online-Werbemittel der Kampagnenkette, das zur Konversion geführt hat, das gewinnbringendste sein müsse. Technisch wird von den meisten Tools standardmäßig nur First-Cookie-Wins oder Last-Cookie-Wins unterstützt, also nur der Erstkontakt mit einem Werbemittel oder der letzte Kontakt vor der Konversion wird einem Erfolg zugerechnet.
Diese Annahme kann zu falschen Entscheidungen führen, wenn das Wissen über die vermeintlichen Gewinner unter den Werbemitteln eingesetzt wird, um die Weichen für weitere Budgetfreigaben und Gewichtungen der Werbemittel zu stellen. So könnte zum Beispiel ein Unternehmen das Budget für Suchmaschinenmarketing erhöhen, weil über diesen Kanal die höchste Konversionsrate erzeugt wird - und das Budget für Displaywerbung senken, weil nicht erkannt wird, dass viele der Verbraucher zuvor durch die Werbebanner der gleichen Kampagne animiert wurden.
Werbetreibende sollten also den gesamten Werbemittelnutzungspfad unter die Lupe nehmen. Sie müssen sich Fragen stellen wie:
- Welche Werbemittel wurden vor der Konversion geklickt oder gesehen?
- Welche Tools hat der Besucher vor der Konversion genutzt?
- Welche Videos oder Bilder hat der Besucher vor der Konversion betrachtet?
- Welche Suchwörter wurden vor der Konversion auf der Site eingegeben?
Die Voraussetzung dafür ist eine konsistente und durchgängige Messung der Online-Marketing-Maßnahmen. Das bedeutet zum Beispiel:
- Einsprünge in Landingpages - nach Klicks auf Werbemittel - müssen aktuell gemessen werden können.
- Werbemittel werden so ausgeliefert, dass Cookies auch in der Landingpage ausgelesen werden können.
- Die Statistiken aggregieren Werbemittel nach verschiedenen Kriterien wie Kampagnen, Plattformen oder Auslieferungsformen (”Klassifizierung”).
Die Mühe lohnt sich, denn eine solche Analyse ist bei der Planung weiterer Kampagnen von großem Nutzen. Man gewinnt einen Überblick aller an der Konversion beteiligten Werbemittel und Tools, eine genauere Analyse und Gewichtung der “Loser”-Werbemittel sowie eine tiefere Analyse der Werbekanäle.
Die Präsentation des eMetrics-Vortrags “Der Werbemittelnutzungspfad: Gewichtete Kampagnenhistorisierung” steht auf unserer Website zum Download bereit. Darin enthalten sind:
- Informationen zu den Voraussetzungen einer konsistenten wie validen Analyse des Werbemittelnutzungspfads,
- Tipps für Optimierungsmaßnahmen sowie
- typische Stolpersteine, die einem während eines solchen Projekts im Weg stehen können.
Übrigens, bei Omniture nennt sich das Thema “cross visit participation” und bei Coremetrics “Marketing Attribution”. Der Werbemittelnutzungspfad kann aber auch mit anderen Web Analytics Tools erzeugt werden.
Verfasst von Thomas Brommund
am 24. April 2009 unter
Analytics
Eine interessante Feststellung, die wir im Laufe unserer Beratertätigkeit im Bereich Online Marketing und Web Analytics gemacht haben, lässt sich tatsächlich in Abwandlung des populären Buchtitels “Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken” zusammenfassen: Softwareentwickler hören nicht zu - und Marketiers kaufen unbedachterweise im Alleingang Web-Analytics-Software.
Frappierend daran ist, dass diese beiden Verhaltensweisen die gleiche Ursache haben und die Beteiligten versuchen, dieses Problem auf ihre spezifische Art und Weise zu lösen: Weil es IT-Abteilungen schwer fällt zu verstehen, was die Abteilungen Marketing und Kommunikation an notwendiger Systemunterstützung brauchen, beziehen sie diese nicht mit ein. Sie hören nicht zu. Marketiers und Kommunikatoren wiederum fühlen sich deswegen nicht verstanden und gehen beim Softwareeinkauf eigene Wege - sie “unterwandern” den IT-Einkauf und treffen beim Einkauf häufig die falschen Entscheidungen. (Psychologisch könnte man das Ganze darauf zurückführen, dass in der einen Abteilung die technisch-wissenschaftlich Begabten und in der anderen die Kreativen tätig sind, “Left-Brainer” gegen “Right-Brainer“)
Was ist die Folge dieses Verhaltensmusters, dass wir in zahlreichen Unternehmen antreffen? Dass zwangsläufig eine suboptimale Lösung herauskommt, weil sie in der Regel zu wenig integrierbar ist in die unternehmenseigene Infrastruktur. Insbesondere der Zusammenschluss von BI/Datawarehouse mit den Web-Analytics-Daten leidet darunter. Im schlimmsten Fall findet Null Austausch zwischen den Bereichen statt: Dann sind Website-Management und das Marketing kaum oder gar nicht in das interne “Berichtswesen” oder in die interne IT-Infrastruktur eingebunden. Die Folge sind fehlendes Verständnis für “Web-Zahlen” und keine Effizienzkontrolle im Marketing.
Die Lösung kann hier nur nicht-technischer Natur sein: Die Kommunikation zwischen den Abteilungen muss angespornt und intensiviert werden. Dazu sollten Unternehmen Vermittler einführen, die in konstruktiven Formulierungen die Erwartungen der jeweils anderen Abteilung “übersetzen”. Die Initiative dazu muss vom Site-Betreiber ausgehen. Ist die Site auch nur ansatzweise von strategischer oder “mission critical”-Relevanz, muss die Geschäftsleitung hierzu einen klaren Auftrag erteilen.
Dieses menschliche Problem sollten Unternehmen dringend lösen. Denn wer die Kommunikation, die für Web Analytics nötig ist, nicht in den Griff bekommt, wird im gerade entstehenden Web 3.0 nicht mitmischen können. Wie will man denn diese “Web 3.0-Wolke” zu fassen bekommen, wenn nicht mit Statistik? Diese muss auf dem Wissen aller betroffenen Abteilungen basieren. Höchste Zeit also, um zuzuhören und gut einzukaufen.
Verfasst von Axel Amthor
am 2. April 2009 unter
Analytics
Vor kurzem hat CMS Watch, ein renommierter Anbieter im Bereich der Web-Marktforschung, den aktualisierten Web Analytics Report für 2009 veröffentlicht, auf den wir Sie auch in unserem Blog aufmerksam machen wollen. Auf 470 Seiten behandelt die Analyse detailliert das Thema Web Analytics im Web. Der größte Teil des Berichts vergleicht etablierte Web Analytics-Anbieter und deren Technologien miteinander: Wer sich einen umfassenden Überblick über die Detailplanung, Kosten und Vorgehen bei der Webanalyse auseinandersetzen will, erhält mit dem Kompendium durchaus hilfreiche Informationen zum Umgang mit Web Analytics.
Bevor Sie sich für eine Analytics-Lösung entscheiden, lohnt es sich, einen Blick in den Report zu werfen. Zudem können Sie Ihre bisherigen Maßnahmen mit Hilfe des CMS Watch Reports überprüfen. Die Lektüre des bis zu 2.700 US-Dollar teuren Leitfadens vermittelt eine generelle Übersicht über den Markt und eine Einführung in unser Thema Web Analytics und ist daher eine lohnende Investition für denjenigen, der alles gerne auch noch einmal Schwarz auf Weiß lesen möchte. Darüber hinaus stehen wir natürlich gerne auch als Web Analytics Berater bereit.
>> Inhaltsübersicht des Web Analytics Reports
Verfasst von Thomas Brommund
am 26. Februar 2009 unter
Analytics,
Markt
Wichtige Denkanstöße, interessante Kontakte und einen guten Überblick auf aktuelle Entwicklungen in der Web Analytics in Unternehmen - das alles bot der interessante Kongress des “Web Intelligence Forum” im Kölner Hotel Excelsior am 11. Februar.
In einer ausgezeichneten Keynote über den ganzheitlichen Ansatz in der Web-Erfolgskontrolle begeisterte Aurelie Pols die Teilnehmer. Dr. Westphalen (DPWN) und Jörg Neumann (Cortal Consors) schilderten ihre praktischen Erfahrung in der Umsetzung ganzheitlicher WA-Lösungen. Auch die DKV, Nintendo und Endress + Hauser präsentierten ihre WA-Projekte. Der Kongress bot also zahlreiche hochinteressante Beispiele aus der Praxis.
Insgesamt hat sich der Besuch in Köln gelohnt, trotz des stattlichen Preises von 980 Euro (Kongress und Pre-Seminar): Er gab einen gelungenen Einblick in die weit entwickelten Web-Analytics-Systeme einzelner Unternehmen und lieferte gute Anregungen für Fortgeschrittene. Für Einsteiger fehlten jedoch die nötigen Learnings, für sie war die Veranstaltung eher ungeeignet. Auch eine Sammlung der Folien gab es nicht - hoffentlich werden diese nachgeliefert.
Enttäuschend war das Pre-Konferenz-Seminar am Vortag. Es sollte den zehn Teilnehmern die Grundlagen des Web-Controlling (Konzepte, Methoden und Technologien) vermitteln und einen Blick auf Markt und Trends werfen (Seminarleitung: Prof. Wolfgang A. Büscher). Stattdessen war das Hauptthema Google Analytics und AdWords - sicherlich ein Spezialgebiet des Seminarleiters, es traf aber nicht das Ziel des Seminars.
Fazit: Der Kongress lohnt einen Besuch für Profis, sie erhalten dort wichtige Denkanstöße und sehr interessante Berichte aus der WA-Praxis. Für Einsteiger ist die Veranstaltung eher ungeeignet. Für das nächste Mal wären ein thematisch eng gefasstes Pre-Seminar sowie gute Informationsunterlagen wünschenswert.
Verfasst von Melanie Schmid
am 16. Februar 2009 unter
Analytics,
Markt
Die Einführung von Web Analytics Lösungen in Unternehmen ist eine interdisziplinäre Aufgabe zwischen Marketing/Vertrieb, IT Abteilung und Web Verantwortlichen. Die Vielzahl der Projekte, deren Komplexitätsgrad sowie die Änderungshäufigkeit zwingen dabei immer zu methodengestützten Arbeiten bei der Erfassung und Strukturierung der Anforderungen an ein Web Analytics System. Damit wir Sie erfolgreich dabei unterstützen können, haben wir unsere Berater in methodischem Requirements Engineering und Management geschult und zertifizieren lassen (REQB® Certfied Requierements Engineer), damit Sie gewohnte Qualität von uns erhalten.
Demnächst werden wir ein System zur Software-gestützten Erfassung von Anforderungen aufsetzen und einführen. Dadurch können Sie die betriebswirtschaftlichen, technischen und nicht-funktionalen Anforderungen systematisch erfassen und nachvollziehbar speichern. Langfristig garantiert diese methoden- und toolgestützte Vorgehensweise den Support der von uns entworfenen Lösungen ebenso wie das Change Management über einen langen Zeitraum.
Unseren Kunden und Partnern ermöglichen wir künftig den Web-Zugang zu dem System, sodass eine direkte Kollaboration aller Projektbeteiligten innerhalb eines zentralen Repositories auch von unterschiedlichen Standorten aus möglich wird. Dass hierbei auch eine Systemprotokollierung und reversible Versionierung aller Elemente für eine lückenlose Nachvollziehbarkeit gegeben ist, ist fast schon selbstverständlich.
Neben einer Erhöhung der Effizienz aller Projektbeteiligten wird durch diese Vorgehensweise bei der Erarbeitung der Anforderung und der Erstellung der notwendigen Konzepte eine sichtbare qualitative Verbesserung der Projektergebnisse erreicht. Eines der Probleme von Web Analytics Lösungen - die langfristige Nachvollziehbarkeit von Änderungen und Anpassungen - kann auf diese Weise ebenfalls für unsere Kunden direkt gelöst werden. So ist es nicht erforderlich, dass Kunden versuchen über eigene Excel - Listen ihre betriebswirtschaftlichen und technischen Anforderungen aktuell zu halten. Statt dessen werden die Anforderungen und deren Änderungen - auch losgelöst von uns - direkt ins Kundenrepository eingepflegt und können in austauschbaren Formaten (MS Office, PDF) weiter kommuniziert werden.
Vor einiger Zeit haben wir die Tag Cloud (Schlagwortwolke) auf unserer Website angepasst. Der Link “Web Analytics” erscheint seit dem Relaunch unterstrichen. Unsere Grafikerin hatte sich damals noch gegen die “Verunstaltung” gewehrt, weil es nicht ganz zu dem Gesamteindruck der Website passen würde. Deshalb haben wir daraufhin die Möglichkeit geschaffen, optional einzelne Begriffe in der Tagcloud zu unterstreichen. Ich habe einige zentrale Begriffe für contentmetrics ausgewählt. “Web Analytics” gehört dazu, aber auch Evaluierung und CPO (Cost per Order).
Dadurch haben wir folgende Erkenntnisse für Tag Clouds gesammelt:
- Begriffe alleine laden den Besucher noch nicht zum Klicken ein.
- Aber auch das Unterstreichen initiiert noch keine Klicks.
- Selbst wenn die Besucher an bestimmten Begriffen interessiert sind, gehen sie noch nicht mit der Maus über die Tagcloud, um etwas Klickbares zu finden.
Erfolgreich sind die Tags erst dann, wenn ein Begriff neugierig macht und dem Interesse des Besuchers entspricht. Außerdem muss er deutlich als “klickbar” angezeigt werden. Bei alledem ist die Erwartungshaltung ebenfalls wichtig: Denn auf der Website eines “Web Analytics Unternehmens” werden weiterführende Inhalte zu “Web Analytics” einfach erwartet. Erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, klicken die Besucher auch auf die Tags in der Cloud. Nur in der Kombination von Erwartungshaltung und deren Erfüllung treten die Online-Besucher auch wirklich in eine Aktion, den sie sich als Informationssuchende genauso wünschen wie der Content-Anbieter.
Gewiss sind das irgendwie Selbstverständlichkeiten. Aber wir erleben täglich, dass die Usability immer wieder einem vermeintlich “besseren” Layout einer Site geopfert wird. Im “physischen” Design gibt es seit langem den Begriff “Form Follows Function”, eigentlich sogar schon seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts (”Bauhaus“). Und nicht umgekehrt. Deshalb gehören Links immer unterstrichen, wenn sie offensichtlich als solche erkannt werden sollen. Machen Sie den Test: nehmen sie irgendeine beliebige Website und blicken sie 500 Millisekunden darauf. Schließen sie den Browser, schreiben Sie auf, worauf sie klicken würden und öffnen sie die Website wieder. Ich bin mir sicher, dass Sie dabei alle unterstrichenen Begriffe oder solche, die deutlich als “Button” erkennbar waren, auswählen werden. Achten Sie einmal selbst darauf, viel Zeit nehmen Sie sich ohnehin nicht, maximal 0,5 Sekunden pro Seite.
>> Internet Professionell: Know-How: Tag-Clouds aus Design- und Usability-Sicht
Verfasst von Axel Amthor
am 7. November 2008 unter
Analytics
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