Link storm: Google AdIDs eat cookies, organic keywords blocked in IE, smartphone usage, and Webtrekk goes Digital Intelligence

Google tries to avoid the battle on cookies Safari and Firefox by using a different mechanism for ad-based user tracking: AdIDs. Not only could it appease privacy advocates, but raise data quality as well.
http://www.businessinsider.com/google-may-ditch-cookies-for-adid-2013-9

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Organic keyword reports are becoming more more questionable while more and more sources do not provide the keyword anymore. It jumped again recently. Address bar searches from Microsoft InternetExplorer seem to block keywords from now on (same as other major browser are handling it for some time now).

http://www.kaizen-analytics.com/2013/09/the-sudden-rise-of-not-provided-keyword.html#more

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How do smartphone users use their phones? Texting, internet (surfing), email. Calling is not included in the survey. But look at the growth rates and do some estimations.
http://marketingland.com/top-cell-phone-activity-in-2013-59391

And don’t forget to integrate mobile in your analytics structure (in German).

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Where Nokia lost it and what Microsoft has to revive: Desirability.
https://www.globalwebindex.net/Nokia-desirability-in-decline

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Webtrekk follows the other big players in the digital analytics market: They are combining their analytics tool Q3 with tag management, testing, customer journey, a “marketing action center” for personalized marketing, and a user relationship module.
http://www.webtrekk.com/fileadmin/pdf/pm/2013/1309_Webtrekk_dmexco13.pdf (in German)


am 20. September 2013 unter Analytics, Link Storm, Markt

Web Analytics Tools können keine Kampagnen messen

Eigentlich ist die Aufgabe ja ganz einfach: Wir möchten wissen, wie effizient unsere Online-Marketing-Maßnahmen sind. Oder anders – und pointierter – “Wie viel Geld muss ich in welchen Online-Marketing-Kanal investieren, um wie viel Umsatz zu generieren?”

Schaut man sich im Markt der Web-Analytics-Tools um, so werden einem die Werkzeuge mit diesem oder ähnlichen Versprechen allenthalben angeboten: Steigern Sie ihre Marketing Effizienz, überwachen Sie Social-Media-Kampagnen, Optimieren Sie die CTR und die CPO Ihrer Online-Marketing-Maßnahmen, reduzieren Sie ihre Ad-Spendings.

Aber wie sieht das in der Praxis aus? Was muss ich als Werbetreibender eigentlich an Zeit und Arbeit (nicht Geld!) investieren, um endlich die gewünschten Zahlen am Bildschirm zu haben? Und wie genau funktioniert eigentlich die “Kampagnen-Effizienz-Messung”? Die Ernüchterung folgt meist erst 6 bis 12 Monate nach der (erfolgreichen) Einführung eines Web-Analyse-Tools – und dann meist ziemlich brutal und ultimativ.

Eigentlich können Web-Analytics-Tools nämlich gar keine Kampagnen messen. Was sie wirklich können, ist den Klick eines Benutzers auf ein Werbemittel erfassen. Dies ist zunächst einmal sehr simpel: Hinter einem Werbemittel liegt der Link auf eine Landingpage und dort ist ein Tracking-System installiert. Dieses erfasst primär den Pageview der Landingpage. Instrumentiert man nun die URL durch angehängte Parameter dergestalt, dass die “Quelle” – das Werbemittel – eindeutig identifiziert werden kann, so kann man den impliziten Rückschluss ziehen: Wurde diese URL aufgerufen, so ist zu vermuten (!) dass der Anwender zuvor das Werbemittel angeklickt hat. Alleine hier liegt also schon eine Grundannahme vor: Die – eindeutig instrumentierte – URL kann nur durch einen Klick auf  das eine Werbemittel erreicht werden. Wir messen also implizit und nicht explizit – und zudem auch nicht Kampagnen sondern Pageviews von Landingpages. Sind die Versprechen der Hersteller also zu euphemistisch? Nein, denn man muss selbst einiges an Zeit und Aufwand investieren, um zur Kampagnen-Messung zu kommen. Doch schauen wir uns zunächst den weiteren Ablauf an.

Den (angenommenen) Klick dieses Anwenders merken wir uns nun für diesen einen Anwender, um ggf. später eine Konversion (Kauf, Adresseingabe, …) mit dem vorherigen Klick in Verbindung zu bringen. Dies geschieht üblicherweise im Backend und auf den Datenbeständen des Web-Analyse-Tools automatisch. Dazu ist eine kontinuierliche Verarbeitung der einlaufenden Daten notwendig.

Die Instrumentierung der URL entscheidet dabei über die “Granularität” des Reportings, dass wir anschließend im Web-Analyse-Tool zur Verfügung haben. Noch mal zur Erinnerung: wir wollten Kampagnen-Effizienz messen, nicht Werbemittel-Effizienz!

Prinzipiell gibt es für die Messung der Werbemittel-Klicks verschiedene Ansätze: die meisten kommerziellen Tools arbeiten mit sog. “Link-IDs” oder “Tracking-Codes”, die den Link, resp. das Werbemittel eindeutig identifizieren. Bei einigen Tools ist es möglich, darüber hinaus mehrere weitere Parameter an die URL anzuhängen, die z.B. Kanal und Kampagne explizit vorgeben. Andere wiederum erfordern, dass man ihnen eine Art “Konfiguration” der Kampagnen mitgibt, in der festgelegt wird, welches Werbemittel zu welcher Kampagne in welchem Kanal zuzuordnen ist. Erst dann ist es möglich, im Tool eine Aggregation der ganzen “Werbemittel-Klicks” zu Kampagnen oder Kanälen vorzunehmen.

Fehlt diese Zuordnung, hat man halt statt Kampagnen-Effizienz “nur” hochfeingranulare Datengräber mit Werbemittel-Effizienz. Sicher auch interessant, beantwortet aber in keinster Weise die Fragen aus dem ersten Absatz.

Wie ist nun die “empfohlene” Vorgehensweise der Tool-Hersteller? Es ist relativ unbedeutend, welchen der vielen Hersteller man betrachtet, die Lösungen sind nur um Nuancen unterschiedlich und laufen im Wesentlichen auf folgende Vorgehensweise hinaus:

  1. Erstelle eine Tabelle mit allen Links und deren eindeutigen Parametern und sorge dafür dass nur diese Links als Landingpages für dein Online-Marketing verwendet werden.
  2. Konfiguriere dein Web-Analytics-Tool so, dass diese Parameter auch in die Statistik übernommen werden
  3. Erweitere die Tabelle in 1) dergestalt, dass für jeden Link auch noch festgelegt wird, welcher Kanal, welche Kampagne, welches Werbemittel, welches Affiliate-Netzwerk, welche Kampagnen-Art, …. (weitere zig’ Angaben) zuzuordnen ist.
  4. Lade diese Tabelle in dein Web-Analytics-Tool als Klassifizierung, Kategorie, CDF, Lookup, … (wie immer das dort gerade genannt wird).
  5. Pflege diese Tabelle regelmäßig, am Besten täglich.
  6. Sorge dafür, dass sie absolut fehlerfrei ist im Hinblick auf Redundanzen, doppelte Schlüsselwerte, Redirect-URLs etc.
  7. Und verwalte bitte alle 542.768 Einsprunglinks deines Shops in dieser Tabelle.

Wer glaubt, Web-Analytics-Systeme könnten per “do-what-I-mean”-Funktion Werbemittelklicks automatisch zu Kampagnen zuordnen, die sie nicht kennen, stellt recht hohe Anforderungen an moderne EDV-Systeme.

Andererseits wird schnell klar, dass die kontinuierliche Pflege solcher Zuordnungslisten – wie immer man sie nennt – auf die Dauer eine Marketingabteilung vor organisatorische und personelle Herausforderungen stellt, die sie fast nie bewältigen kann.

In unserer täglichen Praxis müssen wir immer wieder miterleben, wie die notwendige Kreativität und die Intelligenz der Mitarbeiter im Marketing durch stupide Pflege-Arbeiten auf der Strecke bleibt und das durch Tätigkeiten, die man eigentlich automatisieren könnte. Die Folge ist, dass die Pflege der Tabellen, kaum begonnen, recht schnell wieder eingestellt wird und man auf “Seitenlösungen” auszuweichen versucht, meist Excel-Tabellen aus den Adserver-Daten oder von den beteiligten Agenturen. Diese sind aber nicht minder fehlerfrei und haben zudem noch systemimmanente Messungenauigkeiten, sodass es zu jeder Zahl mindestens noch drei andere, abweichende Quellen gibt.

Das macht dann die Messung der Marketing- oder Kampagnen-Effizienz vollständig zu einer Disziplin des Kaffeesatz-Lesens.

In Folge sinkt die Akzeptanz gegenüber dem eingesetzten Web-Analytics-Tool im speziellen und gegenüber der Technologie im allgemeinen. Geht dies noch einher mit der im Marketing eher niedrigen Kenntnis in den Details der Technik oder der Internet-Technologie im Allgemeinen, so entsteht sehr schnell eine gehörige Skepsis gegenüber allem, was von Seiten der Software-Anbieter versprochen wird. Ich bitte dies nicht falsch zu verstehen: hier wird mitnichten gefordert, Marketing-Teams zu IT-Professionals weiterzubilden, sondern den Marketing-Verantwortlichen endlich ganzheitliche Tools an die Hand zu geben, die Ihnen Arbeit abnehmen und nicht sinnlose Tätigkeiten erst generieren.

Andererseits ist selbst bei einer Einhaltung des obigen Ablaufs die Fehlerquote immer noch so hoch, dass zwangsläufig geradezu hanebüchene Zahlen im Reporting des Web-Analyse-Tools “auftauchen” und dessen Akzeptanz ins bodenlose sinkt. Ungerecht eigentlich, denn das Tool “tut nur was man ihm sagt”.

Aber was ist die Lösung? Was wirklich nötig ist, ist ein zentralisierter Top-Down Ansatz und die “Ansammlung” von Informationen über alle Maßnahmen im Marketing an zentraler Stelle in dem Zuge, wie Maßnahmen geplant und verändert werden. Nur dann, wenn Maßnahmen Top-Down und in strukturierten Prozessen geplant werden und alles in einem zentralisierten Repository für Marketing-Maßnahmen gespeichert wird, sind mehr oder weniger “vollautomatisch” alle notwendigen Informationen vorhanden, die Web-Analytics-Systeme und andere angeschlossene Tools zu “füttern” und “fernzusteuern”.

Ein Marketing-Planungs-System, das in der Lage ist, alles Wissen um laufende, geplante und vergangene Online-Marketing-Maßnahmen zentral bereitzuhalten, und zwar von der Planungsebene “Kanal” oder “Kampagne” bis hinunter zum Deeplink in den Shop, das zudem über eine Media-Asset-Management verfügt, hat alle Informationen “im Bauch”, die man sonst in den 7 Schritten von oben mühsam zusammentragen muss. Diese Daten nun zu konvertieren und ein Web-Analytics-Tool oder ein Affilate-Netzwerk damit zu “beschicken” ist eine Frage der zur Verfügung stehenden APIs und Schnittstellen und nicht eine Frage des Fleißes von dressierten Pavianen in der Marketingabteilung.

Mit unserer Lösung advertzoom verfolgen wir diesen Ansatz und sind der Ansicht, einen entscheidenden Beitrag zu einer durchgängigen Marketing-Effizienz-Messung zu leisten. Strukturierte Prozesse, eine zentrale Datenhaltung und eine nahtlose Integration in die vorhanden Tools –  sei es Web-Analytics, E-Mail-Systeme, CRM oder Affiliate-Netzwerke – vermeidet stupide Routinearbeiten und schafft die Freiräume für die Kreativität im Online-Marketing.


am 12. Juli 2011 unter advertzoom, Analytics
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Herausforderung an Online Werbetreibende – kaum geeignete Tools zur Planung verfügbar

Efficient Frontier hat die Ergebnisse einer Forrester Research Auftragsstudie aus dem September 2010 vorgestellt und die Herausforderungen untersucht, mit denen große Online-Werbetreibende sich derzeit bei der gemeinsamen Verwaltung ihrer Suchmaschinen- und Displaykampagnen auseinandersetzen müssen.

Ziel der Studie war ein verbessertes Verständnis, wie Werbetreibende ihre Online-Kampagnen integrieren, und eine Untersuchung der Hindernisse, die eine optimierte Verteilung von Budgets auf die verschiedenen Kanäle u.U. verhindern. Die Forrester-Studie basiert auf der Befragung von mehr als 150 werbetreibenden Unternehmen in USA – Ist aber nach unserer Meinung 1:1 auf deutsche Verhältnisse übertragbar.

Wichtige Erkenntnisse der Studie hinsichtlich der Toolnutzung:

Vermarkter nutzen derzeit kaum oder nur rudimentäre “Verfahren” zur Kanal-Integration.

  • Der Studie nach verwenden ca. 60% der Befragten Excel-Makros zur Nachverfolgung und Integration ihrer Kampagnen – was beweist, dass selbst die anspruchsvollsten Werbetreibenden noch keine fortschrittlichen Optimierungstechniken zur Verbesserung ihrer Kampagnen in ihren Unternehmen etabliert haben!
  • Die Mehrheit der Befragten gab an, dass ihre derzeit eingesetzten Tools zur Messung und Verwaltung kanalübergreifender Prozesse die Erwartungen nicht erfüllen. Nur fünf Prozent der Studienteilnehmer waren zufrieden mit ihren bestehenden Tools zur gemeinsamen Verwaltung von Display- und Suchmaschinen-Kampagnen.

Forrester definiert die wichtigsten Kenntnisse wie folgt:

Key Findings
Forrester’s study revealed the following primary conclusions:

  • Search and display are interactive marketing cornerstones. More than half of the interactive marketers surveyed have three‐plus years experience with search and display. More than one‐quarter of respondents spend 50% or more of their advertising budgets to run complex search or display media campaigns.
  • Respondents rely on spreadsheets for channel integration. Despite executing large, complex campaigns — ones that leverage more than 10,000 search keywords or audience targeting — most respondents use spreadsheets, rather than a dedicated marketing platform to manage display and paid search advertising campaigns together.
  • Current tools don’t meet marketer needs. With most marketers force‐fitting spreadsheets to their needs, it is no surprise that only 5% of survey respondents report being very satisfied with their existing tools for managing display and paid search advertising campaigns together.
  • Marketers struggle to measure combined search and display results. Difficulty measuring the combined results of search and display media is the biggest barrier to integration of display and paid search programs.
  • An ad management platform would help overcome integration challenges. Respondents believe that a single ad management platform would facilitate measurement and streamline campaign processes to create internal efficiencies and improve results.

Nach Aussagen der Werbetreibenden besteht das größte Hindernis bei der Integration in der Definition aussagekräftiger Messungen. Die Unternehmen wissen nicht, wie sie den Kampagnen-Erfolg systematisch messen und optimieren können und sehen Bedarf für eine ganzheitliche Management-Plattform, die ihnen hilft, den Kampagnen-Messprozess zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Und das obwohl bei allen befragten Unternehmen Web-Analytics-Systeme zum Einsatz kamen. Es herrscht offenbar ein unüberwindlicher Medienbruch zwischen Planung (Soll) und Messergebnis (Ist).

Wie sollte daher nach Meinung dieser Unternehmen eine ganzheitliche Kampagnenmanagement-Plattform aussehen? Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Idealerweise verwaltet dieses Tools alle Arten von Online-Kampagnen, wie z.B. SEM, Display, E-Mail, Social Media, um nur die wichtigsten zu nennen.
  • Das ideale Werkzug bietet gleichzeitig die Möglichkeit, die in Fremdsystemen gespeicherten Erfolgskennzahlen als solche zu identifizieren und an zentraler Stelle zu aggregieren (Web-Analytics-System, CRM, Order-Management und Warenwirtschaftssystem).

advertzoom – eine contentmetrics Entwicklung

Die in der Forrester-Studie aufgezeigten Erfahrungen amerikanischer Unternehmen decken sich mit den Erfahrungen, die wir in unseren Web-Analytics-Projekten in Deutschland und Europa tagtäglich machen:

  • Maßnahmenplanung in Form bunter Excel-Tabellen – für Budgets von bis zu 45 Mio. € Adspendings.
  • Klassifizierungen der Display- und Landingpage-URLs per Excel-Tabellen. Als “Vorteil” muss man hier bereits ansehen, wenn unterschiedliche Abteilungen eines werbetreibenden Unternehmens die gleichen Formate und Datenquellen benutzen – und stellt fest dass 500.000 Datensätze keine Seltenheit sind und Microsoft Office damit überfordert ist
  • Wiederverwendbarkeit, Workflow-Management und definierte Prozesse sucht man meist völlig vergeblich.

contentmetrics hat vor diesem Hintergrund bereits im letzten Jahr mit der Entwicklung von advertzoom als zentrales Online-Marketing-Ressource-Center und Planungstool begonnen. Die Entwicklung einer ersten Version ist abgeschlossen und mit den ersten Kunden werden wir in den nächsten Tagen in den operativen Betrieb übergehen.

advertzoom ist ein Kampagnenplanungs- und Management Tool mit Schnittstellen zu den führenden Web-Analytics-Lösungen, um die Erfolgskennzahlen der Kampagnen automatisch in das Planungstool überführen zu können um somit eine crossmediale Planung und Erfolgsmessung zu realisieren.

Die komplette Studie kann bei Efficient Frontier kostenlos bezogen werden.


am 15. Februar 2011 unter advertzoom, Analytics, Markt
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Neues Referrer-Tracking in der Google Suche

Wie in einigen Blogs gepostet, beginnt Google mit dem Roll Out einer technischen Änderung bei den Referrern der geklickten Suchergebnisse. Der Referrer erhält in Zukunft die Ziel-URL sowie die Position des geklickten Suchergebnisses als Parameter. Darüber hinaus kann jeder anhand der Referrer URL erkennen, ob es sich um ein gesponsorten Link (Adword) oder um ein “natürliches Ergebnis” der Suche handelt.

Beispiel für die Referrer-URLs von Google:

Bisherige Referrer-URL:

http://www.google.com/search
hl=en
q=flowers
btnG=Google+Search

Neue Referrer-URL:

http://www.google.com/url
sa=t
source=web
ct=res
cd=7
url=http%3A%2F%2Fwww.example.com%2Fmypage.htm
ei=0SjdSa-1N5O8M_qW8dQN
rct=j
q=flowers
usg=AFQjCNHJXSUh7Vw7oubPaO3tZOzz-F-u_w
sig2=X8uCFh6IoPtnwmvGMULQfw

Dies hat insofern Auswirkungen auf die Web Analytics Tools, als dass diese normalerweise die Referrer Informationen dazu benutzen, Statistiken über Suchwörter je Suchmaschine zu erstellen. Dazu muss der URL-String analysiert und ausgewertet werden. Sofern Annahmen an das derzeitige Format gemacht werden, kann es bei diesen Tools zu Problemen kommen, die sich ein einem vermeintlichen Abfall der Zugriffszahlen über natürliche Suche bemerkbar machen.

Da Google den Roll Out über seine dezentrale Infrastruktur durchführt, kann es in einer Übergangszeit dazu kommen, dass sowohl altes als auch neues Format bei einer Website auftreten werden und zu diesem Effekt führen, wenn das Web Analytics Tool darauf nicht vorbereitet ist. Wer jedoch Google Analytics nutzt, braucht sich darüber keine Gedanken machen. Die neuen Referrer-URLs werden auf die GA-Reportings keine Auswirkung haben.

Im Weiteren ist es spannend zu beobachten, wann die ersten Hersteller ihre Produkte dahingehend angepasst haben, dass die jetzt zusätzlichen Informationen (Position, Art des Ergebnisses, in der Beispiel URL oben fett markiert) auch in den Statistiken verwendet werden.

>> Google Analytics Blog
>> Callmetrics Blog



am 16. April 2009 unter Technik

Tracking von Blogs

Das Tracken des Abrufes von Blog Einträgen

Das Tracken des Abrufes von Blog Einträgen war hier schon mal Thema. Sobald ein RSS oder RDF Feed gelesen wird, war es angeblich unmöglich, dies nachzuvollziehen.

Leute, laßt euch sagen: Es geht. Quod errat demonstrandum, man möge mich anpingen oder anrufen oder sonstwie fragen, ich werd hier nicht veröffentlichen wie…..


am 28. Mai 2005 unter Analytics

Konfliktpotential zwischen User-Tracking auf Internet-Seiten und Datenschutz

Seit ewigen Zeiten ist es das ureigenste Interesse eines jeden Anbieters von Waren oder Dienstleistungen möglichst viel über seine Kunden und Interessenten zu erfahren, sei es um sein Angebot der Nachfrage anzupassen oder seine Produkte besser herauszustellen. Was im Einzelhandel seit vielen Jahren mit mehr oder weniger aufwendigen Verfahren des Kunden-Trackings zur Shop- und Rackoptimierung beiträgt, ist im heutigen e-business mit ausgefeilter Software weitaus effizienter zu bewerkstelligen, jeder Klick, jede Mausbewegung kann einem bestimmten Benutzer zugeordnet werden, ich sehe von welcher Site er kommt und zu welcher er nach meiner wechselt und, und, und, …

Das es hierbei über kurz oder lang zu Konflikten mit den einschlägigen Gesetzen wie z.B. dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) kommen kann, liegt auf der Hand, insbesondere dann, wenn die erhobenen Daten einer identifizierbaren Person zugeordnet werden können.

§3a des Bundesdatenschutzgesetzes regelt hier eindeutig:
“Datenvermeidung und Datensparsamkeit -Gestaltung und Auswahl von Datenverarbeitungssystemen haben sich an dem Ziel auszurichten, keine oder so wenig personenbezogene Daten wie möglich zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen. Insbesondere ist von den Möglichkeiten der Anonymisierung und Pseudonymisierung Gebrauch zu machen, soweit dies möglich ist und der Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zu dem angestrebten Schutzzweck steht.”

In §4 und 4a ist darüberhinaus geregelt, daß der Betroffene über Art, Umfang und Zweck der Erhebung zu unterrichten ist und dieser Erhebung in freier Entscheidung zustimmen muß. Ist diese Erklärung beispielweise Bestandteil von Allgemeinen Geschäftsbedingungen, so ist diese Erklärung besonders hervorzuheben.

Es kann also nur die Empfehlung ausgesprochen werden, die Tracking-Daten streng von der Person zu trennen und nur zu Zwecken der Statistik und allgemeinen Optimierung zu verwenden, oder den Benutzer darüber aufzuklären, das er beim Besuch dieser Website der totalen Überwachung unterliegt und sich hierfür seine Zustimmung einzuholen.

Streng angewandter Datenschutz sollte auch immer im ureigensten Interesse des Site-Betreibers liegen, denn Datenschutz=Kundenschutz und das größte Hemmnis bei e-commerce sind immer noch Zweifel der Verbraucher am Datenschutz.

Darüberhinaus kann es ansonsten durchaus passieren, das der Site-Betreiber Besuch vom Staatsanwalt erhält, weil dieser mit Hilfe der gespeicherten Tracking-Daten, Straftatbestände wie z.B. Pädophilie o.ä. ermitteln will.

Thomas Feddersen-Raymond

(Data Secur, Gesellschaft für Datenschutz und Sicherheit in der Informationstechnik mbH, Hamburg)


am 20. September 2004 unter Analytics