- Welche Suchworte bringen den meisten Umsatz?
- Funktioniert mein SEO?
- Welche Begriffe werden wichtiger für meine Kunden?
Jedes Web-Analyse-Tool kann solche Fragen mit Leichtigkeit beantworten - leider nicht immer gleich.
Mit dem letzten Release der Adobe Marketing Cloud wurde das sogenannte Allokationsmodell für Suchworte in SiteCatalyst geändert. Ein trockenes Thema mit Auswirkungen auf 40% bis 67% der Suchen:
Bislang wurde jeder Erfolg (Verkäufe, Registrierungen, Likes) dem ersten Suchwort des Besuchs zugeordnet. Nach der Änderung ist es nun das jeweils letzte Suchwort. Für den idealen Nutzer also, der einmal sucht und dann gleich konvertiert, ändert sich nichts. Für einen großen Teil der Suchwörter verschiebt sich jetzt aber die Anzahl der Konversionen - und damit die Basis der SEO- und SEM-Maßnahmen.
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Für “einen großen Teil”? Meiner Erfahrung nach benutzen ein Viertel bis zur Hälfte der Nutzer mehr als nur ein Suchwort pro Besuch. Nutzer “sammeln” zum Beispiel offene Browsertabs und sichten diese später. Oder Nutzer verschmähen die Seiten-eigene Navigation und versuchen über Google die gewünschte Unterseite zu finden. Selbst wenn jeder dieser Nutzer nur zwei Suchworte verwendet, sind 40% bis 67% der Suchen betroffen.
Fazit: Im besten Fall heben sich die Änderungen gegenseitig auf. Es können aber auch Verschiebungen hin oder weg von Brand-Keywords oder zwischen einzelnen AdGroups passieren.
Da die Änderung individuell sein wird, können wir keine Empfehlung geben, außer: Jeder SEM-Verantwortliche sollte seine SiteCatalyst-Berichte im Auge behalten und überprüfen, ob es starke Schwankungen zwischen Vorher und Nachher gibt.
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Ein Beispiel: Ein Besucher recherchiert “online hosen kaufen“. Ein Klick auf das Suchergebnis zu myhosen.de und der Besucher ist im Shop. Einige Klicks und viele Hosenmodelle später ist die Übersicht verloren gegangen. Also zurück zu Google und nach “myhosen tweedhose” gesucht. Klick, Landung auf der Detailseite, Kauf.
Früher wäre der “Gewinner” “online hosen kaufen” gewesen. Jetzt ist es das Brandkeyword “myhosen tweedhose“.
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Über die Frage, welches Ergebnis “richtig” ist, lässt sich sicher streiten. Zumindest aber sollte das Marketingbudget und die SEO-Strategie sich jetzt nicht plötzlich ändern. Das Nutzerverhalten ist nämlich immer noch das gleiche.
Adobe SiteCatalyst bietet mit seinem Marketing-Channel_Report (MCR), die Möglichkeit, zu jedem Marketing-Kanal ohne zusätzliche Implementierung die Zielerreichungen (Käufe, Umsätze, Logins,…) nach “First Cookie Wins” (FCW) und “Last Cookie Wins” (LCW) gleichzeitig zu betrachten. Hierbei wird die Direkteingabe oder der Besuch über SEO-Maßnahmen als Kanal betrachtet und der Besucher wie üblich mit einem Cookie (30 Tage) versehen.
Das klingt geil, oder?
- Im MCR wird standardmäßig immer jede Session einem Kanal zugewiesen
Auch das klingt geil, oder?
Zu den Marketingkanälen zählt Adobe SiteCatalyst allerdings auch die Direkteingabe oder die SEO-Maßnahme und hier liegt das Problem.
Ein Beispiel:
- Kontakt:Kampagne A
- Kontakt Kampagne B
- Kontakt: Direkteingabe und 10€ Umsatz
a) Sicht im MCR
| Kampagne |
Klicks |
Umsatz (FCW) |
Umsatz (LCW) |
| A |
1 |
10,- € |
- |
| B |
1 |
- |
- |
| Direkteingabe |
1 |
- |
10,-€ |
Ergebnis: Keine Konversion für B
- siehe auch Fußnote -
b) Sicht im Kampagnenreporting auf Basis s.campaign
Im Kampagnenreporting auf Basis der s.campaign und Last-Cookie-Wins haben wir folgendes Bild:
| Kampagne |
Klick |
Umsatz (LCW) |
| A |
1 |
- |
| B |
1 |
€ 10,- |
oder auf Basis einer zusätzlichen eVar (=s.campaign) und First-Cookie-Wins:
| Kampagne |
Klick |
Umsatz (FCW) |
| A |
1 |
€ 10.- |
| B |
1 |
|
Nun haben wir zwei Reports, ist aber wenigstens richtig.
Sollte man besser den Marketing-Channel-Report also lieber nicht nutzen, da er wirtschaftlich unsinnige Werte ausgibt?
Statements:
- Wirtschaftliches Online-Marketing führt die besten Kunden immer in den Kanal “Direkteingabe”
- Im Affiliate Marketing würde immer ein Vergütung von Kampagne B erfolgen, aufgrund des 30-Tage-Cookies.
- Wer eine Direkteingabe für einen Marketingkanal hält, hat den 30-Tage-Cookie nicht verstanden.
Ist das MCR-Reporting also unsinnig und nicht verwertbar?
Nein, wer beides will - den Marketing Channels Report und “richtige” Zahlen, sollte folgendes an seiner Implementierung ändern:
Wenn ein Trackingcode übergeben wird, reicht es nicht aus, nur die s.campaign zu füllen. Sondern es muss auch ein Cookie mit zwei Werten gesetzt werden:
- Trackingcode des soeben geklickten Werbemittels und aktuelles Datum/Uhrzeit.
Bei jedem folgenden Visit muss, wenn ein “kostenfreier Kanal” genutzt wurde und daher kein neuer Trackingcode vorliegt, der Trackingcode aus dem Cookie ausgelesen und wieder an s.campaign übergeben werden. Dies muss solange erfolgen, bis das Datum in dem Cookie mehr als 30 Tage zurück liegt. Dann respektiert das Regelwerk des MCR die Logik “eine Traffic-Quelle ohne Trackingcode überschreibt niemals einen teuren Kampagnen-Klick”. Nur leider verdirbt das die Metrik der Click-Troughs. Dafür setzen wir bei jedem “echten” Kampagnen-Klick einen eigenen Event und arbeiten stattdessen mit diesem. Diese erweiterte Kampagnenlogik fügen wir pflegeleicht in die Plugin-Sektion des JavaScripts ein.
Die einzige Fehlerquelle dieser Lösung steckt in der Identifikation des “neuen Visits”. Das fragen wir mithilfe eines Session-Cookies ab - denn wenn der Nutzer keine Cookies akzeptiert und wir ihn daher zu häufig “als neuen Visit” erkennen würden, haben wir auch keinen Cookie, dessen Kampagnenwert wir auslesen könnten.
Fußnote: Adobe hat dieses Problem offenbar beschäftigt und mit dem letzten Release die CRM-Kanäle besser konfigurierbar gemacht. Jetzt kann für jeden Kanal angegeben werden, ob dieser Kanal in der Last-Bewertung ältere Kanäle überschreiben darf (”Override Last-Touch Channel” bzw “Last Touch-Kanal außer Kraft setzen”). Es ist uns aber aus der Praxis noch kein Fall bekannt, bei dem es gelungen ist, die Abrechnungspraxis im Marketing-Channel-Report stimmig abzubilden.
Auch dieses Jahr lud “ex Omniture” nach London zu seinem Adobe Summit 2011. Die Veranstaltung sprengt langsam die Kapazitäten des Hilton Metropole, des angeblich zweitgrößten Hotels in London, denn mehr als 1.300 Teilnehmer hatten sich angemeldet.
Kurz die Fakten in Übersicht:
- Mehr als 1.300 Teilnehmer - 95% aus UK, die restlichen 5% aus den anderen europäischen Ländern u.a. Deutschland
- 30 sogenannte Breakout Track & Sessions, 20 Case Studies sowie diverse Keynotes
Die Kern-Themen:
- Social Media Tracking mit Schwerpunkt auf Facebook
- Mobile Analytics
- Conversion Optimierung
- Online Analytics
- und natürlich alle Produkthighlights
Bei den Themen gab es nun wirklich keine Überraschung. Social Media und Mobile stellen derzeitig auf jeden Event ein Muss dar.
Neuankündigungen (Pressemeldung Adobe):
Meine Produkthighlights:
- SiteCatalyst Version v15
Version 15 ist mit deutlich besserer Menüführung und mit deutlich verbessertem Interface-Design versehen als alle Vorgänger und das, obwohl SiteCatalyst mit vielen neuen bzw. zum Teil früher optionalen Leistungsmerkmalen daherkommt. Deutlich wurden im Bereich der Korrelationen und Segmentbildung die Möglichkeiten aufgestockt. Viele Änderungen sind für die Kunden nicht sichtbar aber wir hoffen, in der Performance spürbar, da die gesamte Datenbankarchitektur neu entwickelt worden ist. Für Neukunden wird diese Version in Kürze verfügbar sein. Bestandskunden werden laut Adobe aktiv angesprochen, um hier eine bestmögliche Migration zu gewährleisten.
Ersetzt SiteCatalst v15 mit den vielen neuen Leistungsmerkmalen Discover? Nein, für viele Adhoc-Analysen wird Discover weiterhin die erste Wahl bleiben.
- Adobe CQ5
Ein kurzer Ausblick wurde auf das CMS-Systems von Adobe (vormals Day) gezeigt. Beeindruckend war der vorgestellte Showcase mit integrierten Test&Target sowie Adobe Scene7. Ohne zukünftig die IT einzuschalten, soll es möglich sein, multivariate Tests und Targeting über die CMS-Oberfläche im WYSIWYG-Verfahren einzurichten. Die sogenannten MBoxen werden per drag&drop platziert, die Inhalts-Varianten aus Scene7 ausgewählt und die Regeln (Offers) in Test&Target hinterlegt.
Natürlich ist auch SiteCatalyst menügeführt in CQ5 integrierbar. Wobei seitenspezifische Informationen optional auch ohne JavaScript erfasst werden können.
Resümee der Veranstaltung und Inhalte:
Zuerst ein Lob an Adobe, die Veranstaltung war gut organisiert und ließ neben den vielen Sessions Zeit zum Networking. Insgesamt also eine gelungene Veranstaltung, nicht zuletzt auch wegen der Abendveranstaltung mit guter Live-Musik.
Die Themen und Inhalte der Sessions und Keynotes haben aus meiner Sicht nichts elementar Neues gebracht, das hat aber sicherlich auch keiner erwartet. Die Keynote-Sprechern waren gut ausgewählt und hier gab es wirklich hervorragende, unterhaltsame Sprecher. Hervorheben möchte ich Brian Solis, Social Media Guru, und Brett Error von Adobe, seines Zeichen CTO. Brian Solis hatte über Social Media referiert und konnte die Leute in seinen Bann ziehen. Seine Kernaussage war simpel und nicht wirklich überraschend - der Mensch muss in den Mittelpunkt gestellt werden. Während Brett Error schlichtweg der Entertainer im Adobe Team ist, der auch über ein gerüttelt Maß an Selbsironie verfügt. Sehr publikumswirksam seine Videoumfrage in London zum Thema Internet.
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Adobe entwickelt sich zum Lösungsanbieter
Letztendlich gewinnt Adobe und die Aqkuisition von Omniture allmählich mehr Profil - Es ist nunmehr nicht mehr nur eine Anhäufung von lose gekoppelten Tools, sondern das Gebilde entwickelt sich zu einer integrierten digitalen Lösung für Media und Marketing.
Erst übernimmt Adobe im letzten Herbst den Web-Analytics-Anbieter Omniture und nun schlägt IBM zu und will Coremetrics übernehmen - die geplante Übernahme soll im Herbst stattfinden. Damit sind zwei der drei großen amerikanischen Web-Analytics-Anbieter vergeben.
Ist hier ein Trend zu erkennen?
Werden die verbleibenden amerikanischen und europäischen Anbieter demnächst mit gleichartigen Meldungen von sich reden machen? Vielleicht.
Eines ist mit Sicherheit festzuhalten. Das Wissen, wie Nutzer im Web agieren, scheint ein wertvolles Gut für Unternehmen wie Adobe, IBM, Yahoo und Google zu sein - allen Firmen gemeinsam ist ein leistungsfähiges Web-Analytics-System.
Vergleichen wir kurz die Ziele der Übernahmen:
- Adobe/Omniture: Aus meiner Sicht war hier die Prämisse, einen neuen Markt für Adobe zu erschließen. Adobe bediente zwar die Kreativen im Web und hatte auch vor der Übernahme schon Kooperationen, aber keinen eigenen Zugang zu dem Markt für Web Analytics. Diesen soll Omniture mit seiner Suite für Adobe öffnen. So hat sich dann bei der Übernahme von Omniture durch Adobe der ganze Markt gefragt, wo die wirklichen Synergien liegen können. Diese Synergien liegen in der technischen Ebene bei der Integration im Frontend. Flash verbreitet sich als Quasi-Standard und die Integration der Tracking-Lösung von Omniture am Arbeitsplatz der Kreativen ist sicherlich ein Schritt, diese Zielgruppe näher an den Web-Analytics-Markt zu holen.
- IBM/Coremetrics: Diese Übernahme macht aus meiner Sicht sehr viel Sinn. Coremetrics und IBM sind schon seit Jahren Partner und bieten eine integrierte Lösung mit IBM WebSphere Commerce und Coremetrics Web Analytics. Die Vorteile für den Kunden könnten integrierte Systeme und eine 360°-Sicht auf die Kundendaten sein. Die Integration in den Backend-Systemen würde den Kunden in die Lage versetzen, eine betriebswirtschaftliche Betrachtung aller online- und offline-Marketing-Aktivitäten zentral vornehmen zu können. Die Integration der Daten aus Coremetrics in die CRM- und BI-Welten von IBM (Cognos, DB2) würde Web-Analytics näher ans Management und ans Controlling innerhalb der Unternehmen heranbringen.
Ich sehe hier zwei verschiedene Ansätze zu möglichen Synergien mit ganz unterschiedlichen Zielsetzungen. Es bleibt abzuwarten, wie der Markt dies bewertet und die Kunden dies annehmen.
War die Übernahme vorauszusehen?
Sicherlich kommt die Übernahme für den Web-Analytics-Markt sehr überraschend. Insbesondere, da Coremetrics in den vergangen Monaten vermutlich einen hohen Aufwand betrieben hat, um ein neues Release ihrer Web-Analytics-Lösung auszurollen. Die Bindung von Ressourcen und Kapital im Vorfeld bzw. parallel zu den Übernahmeplanungen ist nicht alltäglich und zeugt von der Stärke des Unternehmens (Coremetrics) und der Weitsicht von IBM.
Wer profitiert von der möglichen Übernahme?
Mit Sicherheit die privaten Investoren von Coremetrics, aber ich denke auch die rund 230 Mitarbeiter weltweit. IBM bietet Sicherheit und neue finanzielle Kraft für die Weiterentwicklung der Coremetrics-Lösung. Letztendlich werden jedoch die Coremetrics-Kunden von der Möglichkeit einer ganzheitlichen Analyse-Umgebung am meisten profitieren.
Vielleicht bietet sich damit auch für Coremetrics Deutschland die Chance aus dem Schatten der anderen amerikanischen Anbieter heraus zu treten. Einer der naheliegenden Synergieeffekte ist der starke IBM-Vertrieb, der die Coremetrics-Lösung im Portfolio mit den Standardlösungen von IBM abgerundet an Bestandskunden in den Bereichen Handel und Finanzdienstleistung anbieten kann.
Wie geht es weiter?
Wer vor einigen Jahren den Markt für Content-Management-Systeme beobachtet hat, wird nicht ganz überrascht sein. Ähnlich wie Anfang 2000 bei den CM-Systemen ist nun auch der Markt für Web Analytics in einer Konsolidierungsphase. “Freie” Targets für M&A-Aktivitäten sind derzeit noch Webtrends, Unica, AT Internet und eine Reihe von europäischen Anbietern, allen voran sicherlich Webtrekk. Wie sehen andere Beobachter die Entwicklung in der nahen Zukunft? Ich würde mich freuen, Ihre Prognosen kennen zu lernen.
Das Überraschende an dem Deal wäre* die Zusammensetzung der Unternehmen: Einerseits Omniture mit einem weltweit führenden Angebot für Saas (Software as a Service) und sicherlich der Marktführer in Web Analytics und andererseits Adobe mit einem weltweiten Angebot an Kauflizenzen im Bereich Publishing und Content Creation. So sucht man verzweifelt nach Synergien. Aber vielleicht wäre dies ja genau der Grund für den Deal: dass es keine Synergien gibt - weil die Angebote nicht synergetisch sind, sondern komplementär zusammenpassen? So sieht es auch Forrester in seinem Blog:
“Here is Forrester’s take on what it means:
- Measurement becomes embedded within Interactive media. This acquisition has the potential to embed measurement technologies into a burgeoning landscape of interactive media. Adobe’s content creation tools are widespread and this acquisition now provides the opportunity for both developers and content creators to use a measurement tool that is inherent to the development platform.
- Web content management solutions have a new challenger. Adobe has a strong workflow and process management background that is typically disjointed from the online optimization efforts. Bringing these companies together creates the potential for enabling native tagging during content creation; coupled with run time delivery; followed by optimization tactics for continuous improvement.
- Advertising and onsite measurement potentially share a roof. Advertisers and publishers use disparate tools to measure and reconcile visitors and impressions. Publishers need help monetizing content by understanding how it is consumed by visitors; while advertisers struggle to place relevant as in front of a targeted audience. If these two entities begin to share a common platform for measurement, then analysis and optimization align.
- Adobe gains a recurring revenue stream. The revenue models for these organizations are different. Adobe largely sells licensed software, which was down 30% this quarter and hurting from the current economy. While Omniture delivers software as a service, thus Adobe gains a SaaS based recurring revenue model.”
Die Frage ist, welches Ziel Abobe mit der Übernahme verfolgt: Adobe zahlt einen - aus unserer Sicht völlig überzogenen - Preis von 1,2 Milliarden Euro für ein Unternehmen, dass die letzten vier Jahre nicht ein einziges Quartal ein positives EBITDA abgeliefert hat und zudem teilweise noch mit operativen Verlusten kämpft. Auf der anderen Seite berichtet die FTD, Omniture solle bereits im nächsten Jahr einen Gewinn beisteuern. Was bedeutet dies für den weltweiten Headcount? Es kann vermutlich davon ausgegangen werden, dass dort kräftig eingespart wird. Und es lässt vermuten, warum Omniture seine Aktivitäten rundum das europäische Rechenzentrum in Amsterdam wieder einschlafen lässt.
Wir sind an Ihrer Meinung interessiert, was sagen Sie zu dem Deal?
>> Forrester Blog
>> offizielle Meldung Adobe
>> offizielle Meldung Omniture
Kommentare auf
>> online media daily
>> BlogZwoNull
>> Reuters
*(noch ist der Deal nicht durch die SEC genehmigt, daher immer “wäre” oder “wollen”, auch wenn Omniture rd. 64 Mio$ Strafe zahlen müsste, wenn der Deal wieder platzen würde.)
Verfasst von Axel Amthor
am 16. September 2009 unter
Markt
Adobe will Omniture übernehmen - gelesen heute morgen in der Financial Times Deutschland:
Der US-Softwarehersteller Adobe Systems will den Internetanalyse-Spezialisten Omniture für 1,8 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro) übernehmen. Adobe bietet den Omniture-Aktionären je Anteilsschein 21,50 Dollar in bar. Darauf hätten sich beide Seiten geeinigt, teilten die Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit.
Die Wettbewerbshüter müssen dem Kauf noch zustimmen. Er soll bis Ende November abgeschlossen werden. Bereits im nächsten Jahr soll Omniture zum Gewinn von Adobe beitragen.
Adobe mit Sitz im kalifornischen San Jose ist der führende Anbieter von Grafik-Design-Software wie Photoshop oder Adobe Acrobat. Omniture aus Orem (Utah) ist ein Software-Spezialist unter anderem für Daten zu Websites.
Das ist sicherlich eine Überraschung! Auch wenn man Omniture immer mal wieder im Zusammenhang mit einer Übernahme durch das eine oder andere Unternehmen gesehen hat, so ist, zumindest für mich, Adobe eine große Überraschung.
Es wird sicherlich spannend zu beobachten, inwieweit sich mögliche Synergien aus WA-Sicht ergeben, wie z. B. eine integrierte, verbesserte Messung in Flash-Applikationen und das Zusammenführen der Clientseitigen und Servseitigen Teile von Web Analytics.
Inwieweit sich weitere Geschäfts-Vorteile aus dem möglichen Deal ergeben, kann ich nicht abschätzen. Aber die Geschäftsmodelle der beiden Organisationen scheinen doch ziemlich unterschiedlich zu sein. Da müssen wir wohl abwarten, bis sich die beiden Unternehmen “sortiert” haben.
Es bleibt weiterhin spannend im Markt für Web Analytics.
Omniture baut seine Beratungsleistung im deutschsprachigen Raum aus und kooperiert dazu erstmalig mit einem externen Unternehmen: mit uns. Wir sind der erste „Omniture Certified Professional Service Provider“ (PSP) in Deutschland – ein zertifizierter externer Subunternehmer, der im Auftrag von Omniture einen Teil seiner Neu- und Bestandskunden unterstützt.
„Auf dem deutschen Markt wächst unser großer Kundenstamm kontinuierlich und es gibt eine immer stärkere Nachfrage für lokale Beratung und Unterstützung. Dies leistet Omniture künftig sowohl mit eigenem Personal als auch mit dem ersten deutschen Subunternehmen contentmetrics, dessen Web-Analytics-Kompetenz wir seit langem sehr schätzen“, sagt Stefan Berger, General Manager Deutschland, Österreich und Schweiz in der deutschen Omniture Niederlassung in München.
In anderen europäischen Ländern setzt Omniture seit fast einem Jahr auf die Kompetenz externer „Omniture Professional Service Provider“ (PSP). „Die positiven internationalen Erfahrungen haben uns ermutigt, auch in Deutschland diesen Weg zu gehen“, so Wolfgang Allisat, Vice President und General Manager, EMEA.
Um die Zertifizierung zu erhalten, haben einige unserer Mitarbeiter ein mehrwöchiges Schulungsprogramm durchlaufen – unter anderem in den
USA –, um als PSP-Partner Omniture-Projekte in hoher Qualität durchführen zu können. Im Vordergrund stand hier das „Fusion Implementation Model“ von Omniture, das eine rasche und strukturierte Einführung der Technologie in spezifischen vertikalen Märkten, zum Beispiel Handel, Medien, Tourismus, Finanzdienstleister und Automotive standardisiert und erleichtert.
Bereits seit über vier Jahren arbeiten wir mit Omniture erfolgreich zusammen. Nun heben wir unsere Partnerschaft auf eine neue Stufe. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit! Unsere Unabhängigkeit als Web-Analytics-Berater bleibt davon unberührt.
Verfasst von Axel Amthor
am 28. Juli 2009 unter
Markt
Deutlich über 100 Kunden hat Omniture mittlerweile in Deutschland. Aus diesem Grund haben wir mit Vertretern der Unternehmen Scout24, Otto, e-dynamics und be2 den Anstoß zur Gründung einer “Omniture User Group” (DOUG) gegeben. Am Vortag der Kongressmesse eMetrics (am Dienstag, den 22.April) trafen wir uns dazu zum ersten Mal.
Wir wollen mit “DOUG” ein Forum aufbauen, in dem sich Kunden des Anbieters von Web-Analytics-Lösungen sowie Interessenten austauschen und voneinander lernen können - und in dem sie gemeinsam stärkeren Einfluss nehmen können auf die Produktentwicklung und die Roadmap des Unternehmens.
Um die zahlreichen Fragen zu klären, die beim Start eines solchen Projekts entstehen, haben wir in Xing die DOUG-Gruppe eröffnet. Vieles gibt es vorab zu klären. Etwa, ob die der “Omniture User Group” ein Verein oder eine Arbeitsgemeinschaft werden soll und wer welche Verantwortungsbereiche übernimmt. Zudem können Interessierte inhaltliche Schwerpunkte nennen, die die Group ihrer Meinung nach setzen sollte. Im nächsten Schritt soll ein Arbeitskreis aufgebaut werden, der die Gründung der “Omniture User Group” vorantreibt.
Wir freuen uns über alle, die bereit sind, Verantwortung für das Gelingen der Group zu übernehmen. Zwar haben wir den Grundstein gelegt - aber erfolgreich ist ein solches Vorhaben nur, wenn sich viele Interessierte bereit erklären, mit anzupacken.
Verfasst von Axel Amthor
am 13. Mai 2009 unter
Markt
Omniture bietet als erster Web Analytics Anbieter eine automatisierte Integration von Twitter, um die Kurznachrichten mit Markennennung zu analysieren. Im Analytics Tool SiteCatalyst wird zur Zeit die Integration mit Twitter erprobt. Die in den Communities diskutierten und auf blogs.omniture.com vorgestellten Lösungen basieren auf dem Abfragen der Twitter API einerseits und den verschiedenen Möglichkeiten der Datenintegration in SiteCatalyst andererseits.
Die Data Insertion API von Omniture SiteCatalyst ermöglicht einen automatisierten Filter, der zyklisch alle Tweets über die Twitter API nach Schlüsselworten durchsucht und an SiteCatalyst weitergibt.
Eine andere Lösung (der SAINT API Ansatz) beschreibt den Export der Daten aus der Twitter API und das Hochladen über die Data Sources Schnittselle in spezifische Metriken und Dimensionen in SiteCatalyst.
Die importierten Daten können anschließend mit Suchfiltern sortiert werden, so ergeben sich besonders für Unternehmen spannende Möglichkeiten: So können alle Tweets, die den Firmennamen sowie Produktnamen enthalten, aggregiert werden, sodass die entsprechenden Produktmanager die Informationen direkt erhalten.
Grundsätzlich bietet Omniture folgende Möglichkeiten der Auswertung von Twitter-Aktivitäten:
- Monitoring der Nennungen von definierbaren Schlüsselwörtern, Alarmierung bei besonders vielen oder besonders wenigen Treffern (möglicher Einsatz bei der Früherkennung von Krisen)
- Klassifizierung der Tweets nach Herkunft: Kunden, Mitarbeiter, Verkäufer, etc (manuelle Kategorisierung)
- Visualisierung von Dialogstrukturen: welche Twitterer reden wie oft miteinander über eine Firma
- örtliche Bestimmung der Absender (über die bei Twitter angegebene Location)
Angesichts der relativ kleinen Nutzerzahl in Deutschland mag man das noch als Marketing Buzz und Spielerei abtun, es zeigt aber im wesentlichen zwei Dinge: Web 2.0 und Social Marketing gewinnen exponentiell an Bedeutung und nur wenige Web Analytics Hersteller sind wirklich vorbereitet auf diese Entwicklung.
Verfasst von Axel Amthor
am 16. März 2009 unter
Analytics
Omniture - diesen Namen kennt jeder, der mit Web Analytics zu tun hat. Omniture ist ein weltweit erfolgreicher und bedeutender Anbieter von Web-Analytics-Lösungen: Allein in Europa hat das amerikanische Unternehmen über 1.000 Kunden seiner Produkte SiteCatalyst, SearchCenter sowie Test&Target. In Deutschland übersteigt die Zahl der anwendenden Unternehmen die 100er-Marke deutlich.
Aus diesem Grund haben wir uns bei unseren Kunden umgehört: Wir wollten wissen, ob sie die Gründung einer „Omniture User Group Deutschland“ begrüßen würden. Die Idee stieß auf sehr großes Interesse. Daher möchten wir nun Fakten schaffen und den Vorabend der Konferenz eMetrics in München dazu nutzen, um alle Interessenten zusammenzubringen: Am Dienstag, den 21. April 2009, wollen wir in einer „institutionierenden Sitzung” die Gründung eines eingetragenen Vereins planen und anstoßen.
Zielsetzungen des Vereins sollten sein:
- Erfahrungsaustausch der Mitglieder untereinander
- regelmäßige Symposien und Kongresse
- Konzentration der Anwenderwünsche und Einflußnahme auf den Hersteller (Lobbyarbeit)
- Aktive Einwirkung auf die Produktentwicklung und die Roadmap
Der Verein soll allen offen stehen, die Interesse an den Produkten von Omniture haben und diese bereits nutzen: Kunden, Berater und Agenturen. Nicht aufgenommen werden Wettbewerber von Omniture. Die Gremien des Vereins (Vorstand, Kasse etc.) sollen paritätisch durch die Organe (Hauptversammlung etc.) gebildet werden, damit eine freie Gestaltung und Willensbildung gewährleistet ist und der Verein nicht instrumentierbar ist. Selbstverständlich muss auch der Hersteller Omniture im Verein vertreten sein - seine Rolle ist noch festzulegen.
In der ersten Sitzung am 21.04.2009, zu der wir Sie hiermit einladen, werden folgende Agendapunkte diskutiert:
- Begrüßung, Bildung einer provisorischen Sitzungsleitung mit den Verantwortungen Protokoll, Rednerliste, Moderation
- Zweck und Zielsetzung(en) der „Omniture User Group Deutschland“
- Bestimmung des „Satzungsausschusses”
- Festlegung der Mitgliedschaftsformen
- Sitz des Vereins
- Gründungsvorstand
- Ablauf und Verantwortlichkeiten der Gründung
- Termine und Aktionen (erste Mitgliederversammlung etc.)
Ziel unseres ersten Treffens: Wir wollen erste Aufgaben definieren und Verantwortliche bestimmen. Diese sollen die Planung bis zur ersten Mitgliederversammlung soweit vorantreiben, dass die Gründung vorgenommen und eine Eintragung im Vereinsregister durchgeführt werden kann. Wir gehen davon aus, dass wir angesichts der Zahl der betroffenen Unternehmen sowie des Vereinszwecks keine Probleme mit der „Gemeinnützigkeit” haben werden.
Der Termin findet direkt vor der Konferenz eMetrics in München statt, weil zu diesem Zeitpunkt viele Marktteilnehmer in München sind und die Veranstaltung für eine erste Ankündigung genutzt werden kann.
Wenn Sie an der ersten Sitzung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte an auf Xing.
Welche Ziele rundum Omniture sind für Sie wichtig und sollten im Verein verfolgt werden? Welche Themen sollten auf die Agenda? Wir freuen uns über Ihre Meinung.
Verfasst von Axel Amthor
am 11. Februar 2009 unter
Markt
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