Link storm: How price spreads impact your sales, how predictions will change the world, why tag management is only that good, and for whom ads are working

Due to some travelling the current link storm is published on Thursday. And we will skip next week’s link storm. Sorry for the inconvenience. But for now we have four interesting topics:

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If you’re in a price sensitive market (and use Adobe Analytics): Use competitor pricing to analyse your product performance. Is the relative or absolute price spread impacting your sales and conversion rates? Great idea by Web Analytics Demystified’s Adam Greco.

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Predictive services will rule the future of CRM, eMail marketing, and other fields, says venture capitalist Tom Tunguz.

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Stéphane Hamel on Tag Management, data layers, and the alternative. Or: Why a data layer is as good as the process to maintain it. And why pragmatic approaches sometimes save the day.

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Advertisement works! At least on a multi-million global stage like the world cup. The interesting part is how strong the effect is and which industries could benefit the most.


am 24. Juli 2014 unter Analytics, Link Storm, Markt, Technik

Report-Descriptions machen Adobe nutzerfreundlicher

Mit dem “Adobe Reports & Analytics”-Release vom Donnerstag/Freitag ist das Leben für Nutzer und Administratoren wieder etwas einfacher geworden.

Gelegenheitsnutzer von Adobe Reports & Analytics (ehemals SiteCatalyst) stehen oft vor dem Problem, dass es Dutzende bis Hunderte von Berichten und Kennzahlen gibt und man diese sogar miteinander verschränken kann (zum Beispiel “wie unterscheiden sich Herkunftsquellen je verkauftem Produkt”), was es schwierig macht, den Überblick über die Möglichkeiten und Fallstricke zu behalten. Und Administratoren  und Power-User auf der anderen Seite bekommen oft dieselben Basis-Fragen immer und immer wieder gestellt.

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Um Nutzern zu helfen, die “richtigen” Berichte zu finden, konnte ein Administrator bislang

  • Sprechende Namen vergeben
  • Die Menüstruktur anpassen, um sprechende Ordnernamen zu haben
  • Standardmetriken festlegen, um die Auswahl der “falschen” Kennzahlen zu erschweren
  • Custom Reports und Dashboards anlegen, um Nutzern einfacheren Zugriff zu ermöglichen
  • An anderer Stelle ein Dokument mit Beschreibungen vorhalten

Und die Nutzer konnten

  • Die Schnellsuche verwenden, um nicht durch ellenlange Listen und Menüs navigieren zu müssen
  • Bookmarks und Dashboards anlegen, um Abkürzungen zu den relevanten Stellen zu errichten

Für Adobe-Standard-Berichte und Kennzahlen gab es außerdem die Online-Hilfe. Die endete aber gerade an dem Punkt, an dem es spannend wurde: Den selbst-angelegten, für das Unternehmen relevanten Berichten und Metriken.

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Berichts- und Kennzahlen-Beschreibungen

Und genau hier setzt das neue Release an: Ein Administrator kann jetzt für eigene Traffic-Berichte (s.props), Konversions-Berichte (s.eVars) und Metriken (events) Beschreibungen hinterlegen:

Das kann sehr effektiv gleichzeitig für alle Report-Suites erfolgen. Für Lokalisierungen kann es aber auch für jede Report-Suite einzeln erfolgen.

Ist das einmal geschehen, erscheint über jedem aufgerufenen Bericht die angegebene Beschreibung:

Und jede Metrik bekommt das von Standard-Metriken bekannte Icon, mit dem jeder Nutzer ein Tool-Tip samt Beschreibung aufrufen kann:

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Nachteile

Neben dem initialen Aufwand, einfache und verständliche Beschreibungen zu hinterlegen, gibt es noch ein paar weitere Nachteile:

  • Die Beschreibungen müssen gepflegt werden, wenn neue Berichte, Metriken und Report-Suites hinzukommen oder sich alte verändern. In einer großen Organisation ist das kein kleiner Task.
  • Der Text der Beschreibungen kann maximal 255 Zeichen lang sein. Das ist manchmal weniger als nötig, um Hinweise auf mögliche Stolperfallen oder andere wichtige Hinweise einzugeben.
  • Beschreibungen können nur für eigene Berichte und Metriken hinterlegt werden. Einen eigenen Hinweis für “Site Section” oder “Product” kann man ebensowenig hinzufügen wie Beschreibungen für Klassifikationen oder kalkulierte Metriken.

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Fazit

Auch wenn der initiale und laufende Aufwand nicht unwesentlich sind und auch wenn das Feature noch einige Lücken aufweist, wird es als Ergänzung zu Trainings, Bookmarks und Dashboards ein unerlässlicher Helfer sein, um Reports & Analytics auch für Gelegenheits- und Neunutzer verständlicher und bedienbarer zu machen.


am 26. Mai 2014 unter Analytics, Markt

Adobe Marketing Cloud mit verbesserten Segmenten

Mit dem Release vom 22. Mai (in Europa eher am 23.) hat Adobe für die Marketing Cloud, insbesondere für den Omniture SiteCatalyst-Nachfolger Reports & Analytics einige einschneidende Verbesserungen an den Segmenten durchgeführt.

Die neuen Features im Überblick:

  • Bessere Kompatibilität und Verfügbarkeit von Segmenten in Reports & Analytics, Ad-hoc Analysis (ehemals Discover) und Data Warehouse.
  • Einheitlicher Segment-Builder
  • Ad-hoc-Verknüpfung von Segmenten möglich
  • Bau von Segmenten auf Basis bestehender Segmente

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Der Segment-Manager

Die Segment-Builder sind zu einem Segment-Manager aufgewertet worden, in dem Segmente verwaltet, angelegt, geteilt und zur besseren Wiederauffindbarkeit mit Tags versehen werden können.

Zu finden ist der Segment-Manager im Favoriten-Menü.

Auffällig ist das Auswahlmenü für Dimensionen (Reports), Metriken und Segmente oben und natürlich die aus Ad-hoc Analysis bekannte Abschätzung, wieviele Page Views, Visits und Visitors denn im Segment enthalten sein werden.

Um dem Anspruch als Enterprise-Tool gerecht zu werden, wird jetzt mehr Wert auf die Möglichkeiten gelegt, eine Beschreibung und Tags für das Segment festzulegen – schließlich muss auch eine Organisation mit Dutzenden Benutzern und Hunderten von Segmenten produktiv mit dem Feature arbeiten können.

Dazu sieht man gleich, mit welchen Produkten das Segment noch kompatibel ist. Denn auch wenn es angeblich einfacher geworden ist, ist gerade DWH immer noch eingeschränkter, als die anderen Analytics-Tools.

Besonders nützlich aber die Möglichkeit, bestehende Segmente wiederzuverwenden. Wenn wir also in einem Segment bereits ein Regelwerk hinterlegt haben, dann können wir dieses für andere Segmente per drag&drop auch anwenden.

Wir fügen also einfach ein bestehendes Segment “Purchasers” zu unserem Segment hinzu und automatisch werden die Purchasers-Regeln integriert. Es wird also keine Abhängigkeit von einem Segment zu einem anderen geschaffen, sondern jedes Segment steht weiterhin für sich selbst.

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Ad-hoc Segmentierung

Die zweite große Änderung ist die Ad-hoc-Anwendung von Segmenten. Während Reports & Analytics früher die Verwendung von genau einem Segment erlaubt hat und die Verknüpfung von Segmenten dem Pro-Tool Ad-hoc-Analysis vorbehalten war, ist ab jetzt alles einfacher. Wählen wir in einem Report die Segment-Funktion aus, bekommen wir die Liste aller verfügbaren Segmente für diese Report-Suite oder global angezeigt. Für die Enterprise-Umgebung wichtig: Es gibt eine Schnell- und eine erweiterte Suche, um sich auch bei vielen freigegebenen Segmenten noch zurechtzufinden.

In dieser Liste kann man nun einfach Segmente anklicken, um sie gemeinsam auf den Report anzuwenden. Die Verknüpfung ist dabei eine UND-Verknüpfung, man erschafft also ein engeres Segment mit der Schnittmenge der gewählten Einzelsegmente. Folgende Verknüpfung …

a

ergibt also die Menge der Besucher, die ein Mobiltelefon benutzen UND zumindest einmal über Facebook auf die Website kamen:

Mit dieser Erweiterung zieht Adobe an den meisten Konkurrenten vorbei und schließt zum Spitzenfeld der Web-Analyse-Tools in Sachen Segmentierungsfunktionen auf. Und daneben macht die neue Segmentierungsengine das Leben der Nutzer erheblich einfacher und erlaubt schnelle und mächtige Filter.


am 23. Mai 2014 unter Analytics

Adobe erkennt den aktuellen Firefox nicht

Benutzer von Adobe Reports & Analytics (ehemals Omniture SiteCatalyst) haben vielleicht schon gemerkt, dass eine Vielzahl von Nutzern mit “unbekanntem” Browser unterwegs sind.

Adobe ist im Moment nicht in der Lage Nutzer des aktuellen Mozilla Firefox in der Version 28 richtig zu erkennen. Fast alle Nutzer mit diesem Browser werden mit dem Browser “None” ausgewiesen. Das selbe trifft auf die Beta-Versionen Firefox 29-31 zu, die vereinzelt schon benutzt werden.

Das Problem ist in Deutschland besonders relevant, da hier der Anteil des Firefox an der Browsernutzung oft zwischen einem Drittel und 50% liegt – davon die überwältigende Mehrheit mit der jeweils aktuellen Version.

Eine Lösung gibt es noch nicht, Adobe wird diesen Fehler aber erfahrungsgemäß rückwirkend beheben. Für die Datenauswertung kann aber bis dahin davon ausgegangen werden, dass praktisch alle “None”-Browser in Wirklichkeit Firefox-Nutzer sind.


am 11. April 2014 unter Analytics, Technik

Neues Feature in Adobe Reports & Analytics: Frühwarnsystem Anomaly Detection

Veröffentlicht auf unserer Schwesterseite:

In der neuesten Version von Adobe Reports & Analytics (ehemals Omniture SiteCatalyst) gibt es endlich ein Frühwarn-Feature, um Abweichungen vom Normalfall automatisch zu erkennen und den Web-Analysten gezielt auf die potentiellen Probleme hinzuweisen.
Das Ganze nennt sich „Anomly Detection” und ist – Ehre wem Ehre gebührt – eine gute Kopie von „Intelligence” in Google Analytics.

Was kann die Anomaly Detection? Wie bekommt man Zugriff? Wie konfiguriert man es? Und was sind die Schwachstellen? Antworten nach dem Klick!


am 18. Oktober 2013 unter Analytics

Link storm: A treasure chest full of user behaviour data and some news on the Adobe Marketing Cloud and Universal Analytics by Google

User behaviour on PCs, phones and tablets differs for sure. But how? GlobalWebIndex has the answer:
https://www.globalwebindex.net/huge-growth-active-behaviours

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Which products are more likely to be purchased online? Which products were at least researched online before getting bought?
https://www.globalwebindex.net/consumers+purchase+cycle

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And more details on app usage: When which kind of app is used?
http://qz.com/134810/when-people-use-their-smartphones-and-tablets-in-charts/

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And some news on web analytics tools:

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Adobe has just released a new version of their Marketing Cloud, including

  • Anomaly detection (to be mean: it’s like Google Intelligence for Adobe Reports & Analytics)
  • Greatly improved real-time reporting capabilities
  • Including statistical indicators (median, mean, standard deviation, …) to ad-hoc analysis

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Considering Google’s Universal Analytics? Here’s a detailed list about the difference between Google Analytics and Universal Analytics:


am 18. Oktober 2013 unter Analytics, Link Storm, Markt

Link storm: Raise retention, market to mobile users, successful social campaigns, and Google Glass

Optimizing retention by using emails and other re-targeting can double return rates:
http://tomtunguz.com/mobile-reengagement

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The rise and fall of Microsoft Windows: MS market share (shipments) is down to 35% in 2012 from the peak at 96%. Android, on the other hand, aims at the 50% mark.
Question is: Are you prepared to serve the new audience?
http://junkcharts.typepad.com/junk_charts/2013/08/highlight-the-right-elements-of-a-chart.html
Original source: http://www.theatlantic.com/business/archive/2013/08/why-steve-ballmer-failed/278986/

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How do you know your social media campaign was successful? Define your goals in the beginning, use comparable metrics, and tie the campaign goals to business goals. Simple, isn’t it?
http://metricsman.wordpress.com/2013/08/21/social-media-measurement-at-a-crossroads-2/

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Is Google Glass’ future to be a platform for business apps? Think automatic QR code scanning in logistics, automatic scanning and OCR’ing of paper, etc.
http://qz.com/119692/the-real-plan-for-google-glass-may-be-to-sell-it-to-businesses-not-consumers/

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Adobe Reports & Analytics (former SiteCatalyst) changed the definition of the “Average Page Depth” metric … again (in German):
http://www.smartmetrics.de/2013/08/28/adobe-andert-average-page-depth/


am 30. August 2013 unter Analytics, Link Storm, Markt

Adobe SiteCatalyst ändert Regeln für Suchwort-Reports

  • Welche Suchworte bringen den meisten Umsatz?
  • Funktioniert mein SEO?
  • Welche Begriffe werden wichtiger für meine Kunden?

Jedes Web-Analyse-Tool kann solche Fragen mit Leichtigkeit beantworten – leider nicht immer gleich.

Mit dem letzten Release der Adobe Marketing Cloud wurde das sogenannte Allokationsmodell für Suchworte in SiteCatalyst geändert. Ein trockenes Thema mit Auswirkungen auf 40% bis 67% der Suchen:

Bislang wurde jeder Erfolg (Verkäufe, Registrierungen, Likes) dem ersten Suchwort des Besuchs zugeordnet. Nach der Änderung ist es nun das jeweils letzte Suchwort. Für den idealen Nutzer also, der einmal sucht und dann gleich konvertiert, ändert sich nichts. Für einen großen Teil der Suchwörter verschiebt sich jetzt aber die Anzahl der Konversionen – und damit die Basis der SEO- und SEM-Maßnahmen.

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Für “einen großen Teil”? Meiner Erfahrung nach benutzen ein Viertel bis zur Hälfte der Nutzer mehr als nur ein Suchwort pro Besuch. Nutzer “sammeln” zum Beispiel offene Browsertabs und sichten diese später. Oder Nutzer verschmähen die Seiten-eigene Navigation und versuchen über Google die gewünschte Unterseite zu finden. Selbst wenn jeder dieser Nutzer nur zwei Suchworte verwendet, sind 40% bis 67% der Suchen betroffen.

Fazit: Im besten Fall heben sich die Änderungen gegenseitig auf. Es können aber auch Verschiebungen hin oder weg von Brand-Keywords oder zwischen einzelnen AdGroups passieren.

Da die Änderung individuell sein wird, können wir keine Empfehlung geben, außer: Jeder SEM-Verantwortliche sollte seine SiteCatalyst-Berichte im Auge behalten und überprüfen, ob es starke Schwankungen zwischen Vorher und Nachher gibt.

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Ein Beispiel: Ein Besucher recherchiert “online hosen kaufen“. Ein Klick auf das Suchergebnis zu myhosen.de und der Besucher ist im Shop. Einige Klicks und viele Hosenmodelle später ist die Übersicht verloren gegangen. Also zurück zu Google und nach “myhosen tweedhose” gesucht. Klick, Landung auf der Detailseite, Kauf.

Früher wäre der “Gewinner” “online hosen kaufen” gewesen. Jetzt ist es das Brandkeyword “myhosen tweedhose“.

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Über die Frage, welches Ergebnis “richtig” ist, lässt sich sicher streiten. Zumindest aber sollte das Marketingbudget und die SEO-Strategie sich jetzt nicht plötzlich ändern. Das Nutzerverhalten ist nämlich immer noch das gleiche.


am 28. Februar 2013 unter Analytics, Technik
1 Comment

Liefert der SiteCatalyst Marketing-Channel-Report die “richtigen” Zahlen?

Adobe SiteCatalyst bietet mit seinem Marketing-Channel_Report (MCR), die Möglichkeit, zu jedem Marketing-Kanal ohne zusätzliche Implementierung die Zielerreichungen (Käufe, Umsätze, Logins,…) nach “First Cookie Wins” (FCW) und “Last Cookie Wins” (LCW) gleichzeitig zu betrachten. Hierbei wird die Direkteingabe oder der Besuch über SEO-Maßnahmen als Kanal betrachtet und der Besucher wie üblich mit einem Cookie (30 Tage) versehen.

Das klingt geil, oder?

  • Im MCR wird standardmäßig immer jede Session einem Kanal zugewiesen

Auch das klingt geil, oder?

Zu den Marketingkanälen zählt Adobe SiteCatalyst allerdings auch die Direkteingabe oder die SEO-Maßnahme und hier liegt das Problem.

Ein Beispiel:

  1. Kontakt:Kampagne A
  2. Kontakt Kampagne B
  3. Kontakt: Direkteingabe und 10€ Umsatz

a) Sicht im MCR

Kampagne Klicks Umsatz (FCW) Umsatz (LCW)
A 1 10,- € -
B 1 - -
Direkteingabe 1 - 10,-€

Ergebnis: Keine Konversion für B

– siehe auch Fußnote

b) Sicht im Kampagnenreporting auf Basis s.campaign

Im Kampagnenreporting auf Basis der s.campaign und Last-Cookie-Wins haben wir folgendes Bild:

Kampagne Klick Umsatz (LCW)
A 1 -
B 1 € 10,-

oder auf Basis einer zusätzlichen eVar (=s.campaign) und First-Cookie-Wins:

Kampagne Klick Umsatz (FCW)
A 1 € 10.-
B 1

Nun haben wir zwei Reports, ist aber wenigstens richtig.

Sollte man besser den Marketing-Channel-Report also lieber nicht nutzen, da er wirtschaftlich unsinnige Werte ausgibt?

Statements:

  1. Wirtschaftliches Online-Marketing führt die besten Kunden immer in den Kanal “Direkteingabe”
  2. Im Affiliate Marketing würde immer ein Vergütung von Kampagne B erfolgen, aufgrund des 30-Tage-Cookies.
  3. Wer eine Direkteingabe für einen Marketingkanal hält, hat den 30-Tage-Cookie nicht verstanden.

Ist das MCR-Reporting also unsinnig und nicht verwertbar?

Nein, wer beides will – den Marketing Channels Report und “richtige” Zahlen, sollte folgendes an seiner Implementierung ändern:

Wenn ein Trackingcode übergeben wird, reicht es nicht aus, nur die s.campaign zu füllen. Sondern es muss auch ein Cookie mit zwei Werten gesetzt werden:

  • Trackingcode des soeben geklickten Werbemittels und aktuelles Datum/Uhrzeit.

Bei jedem folgenden Visit muss, wenn ein “kostenfreier Kanal” genutzt wurde und daher kein neuer Trackingcode vorliegt, der Trackingcode aus dem Cookie ausgelesen und wieder an s.campaign übergeben werden. Dies muss solange erfolgen, bis das Datum in dem Cookie mehr als 30 Tage zurück liegt.  Dann respektiert das Regelwerk des MCR die Logik “eine Traffic-Quelle ohne Trackingcode überschreibt niemals einen teuren Kampagnen-Klick”. Nur leider verdirbt das die Metrik der Click-Troughs. Dafür setzen wir bei jedem “echten” Kampagnen-Klick einen eigenen Event und arbeiten stattdessen mit diesem. Diese erweiterte Kampagnenlogik fügen wir pflegeleicht in die Plugin-Sektion des JavaScripts ein.

Die einzige Fehlerquelle dieser Lösung steckt in der Identifikation des “neuen Visits”. Das fragen wir mithilfe eines Session-Cookies ab – denn wenn der Nutzer keine Cookies akzeptiert und wir ihn daher zu häufig “als neuen Visit” erkennen würden, haben wir auch keinen Cookie, dessen Kampagnenwert wir auslesen könnten.

Fußnote: Adobe hat dieses Problem offenbar beschäftigt und mit dem letzten Release die CRM-Kanäle besser konfigurierbar gemacht. Jetzt kann für jeden Kanal angegeben werden, ob dieser Kanal in der Last-Bewertung ältere Kanäle überschreiben darf (“Override Last-Touch Channel” bzw “Last Touch-Kanal außer Kraft setzen”). Es ist uns aber aus der Praxis noch kein Fall bekannt, bei dem es gelungen ist, die Abrechnungspraxis im Marketing-Channel-Report stimmig abzubilden.


am 3. November 2011 unter Analytics, Technik

Review Adobe Summit 2011 in London

Auch dieses Jahr lud “ex Omniture” nach London zu seinem Adobe Summit 2011. Die Veranstaltung sprengt langsam die Kapazitäten des Hilton Metropole, des angeblich zweitgrößten Hotels in London, denn mehr als 1.300 Teilnehmer hatten sich angemeldet.

Kurz die Fakten in Übersicht:

  • Mehr als 1.300 Teilnehmer – 95% aus UK, die restlichen 5% aus den anderen europäischen Ländern u.a. Deutschland
  • 30 sogenannte Breakout Track & Sessions, 20 Case Studies sowie diverse Keynotes

Die Kern-Themen:

  • Social Media Tracking mit Schwerpunkt auf Facebook
  • Mobile Analytics
  • Conversion Optimierung
  • Online Analytics
  • und natürlich alle Produkthighlights

Bei den Themen gab es nun wirklich keine Überraschung. Social Media und Mobile stellen derzeitig auf jeden Event ein Muss dar.

Neuankündigungen (Pressemeldung Adobe):

Meine Produkthighlights:

  1. SiteCatalyst Version v15
    Version 15 ist mit deutlich besserer Menüführung und mit deutlich verbessertem Interface-Design versehen als alle Vorgänger und das, obwohl SiteCatalyst mit vielen neuen bzw. zum Teil früher optionalen Leistungsmerkmalen daherkommt. Deutlich wurden im Bereich der Korrelationen und Segmentbildung die Möglichkeiten aufgestockt. Viele Änderungen sind für die Kunden nicht sichtbar aber wir hoffen, in der Performance spürbar, da die gesamte Datenbankarchitektur neu entwickelt worden ist. Für Neukunden wird diese Version in Kürze verfügbar sein. Bestandskunden werden laut Adobe aktiv angesprochen, um hier eine bestmögliche Migration zu gewährleisten.

    Ersetzt SiteCatalst v15 mit den vielen neuen Leistungsmerkmalen Discover? Nein, für viele Adhoc-Analysen wird Discover weiterhin die erste Wahl bleiben.

  2. Adobe CQ5
    Ein kurzer Ausblick wurde auf das CMS-Systems von Adobe (vormals Day) gezeigt. Beeindruckend war der vorgestellte Showcase mit integrierten Test&Target sowie Adobe Scene7. Ohne zukünftig die IT einzuschalten, soll es möglich sein, multivariate Tests und Targeting über die CMS-Oberfläche im WYSIWYG-Verfahren einzurichten. Die sogenannten MBoxen werden per drag&drop platziert, die Inhalts-Varianten aus Scene7 ausgewählt und die Regeln (Offers) in Test&Target hinterlegt.

    Natürlich ist auch SiteCatalyst menügeführt in CQ5 integrierbar. Wobei seitenspezifische Informationen optional auch ohne JavaScript erfasst werden können.

Resümee der Veranstaltung und Inhalte:

Zuerst ein Lob an Adobe, die Veranstaltung war gut organisiert und ließ neben den vielen Sessions Zeit zum Networking. Insgesamt also eine gelungene Veranstaltung, nicht zuletzt auch wegen der Abendveranstaltung mit guter Live-Musik.

Die Themen und Inhalte der Sessions und Keynotes haben aus meiner Sicht nichts elementar Neues gebracht, das hat aber sicherlich auch keiner erwartet. Die Keynote-Sprechern waren gut ausgewählt und hier gab es wirklich hervorragende, unterhaltsame Sprecher. Hervorheben möchte ich Brian Solis, Social Media Guru,  und Brett Error von Adobe, seines Zeichen CTO. Brian Solis hatte über Social Media referiert und konnte die Leute in seinen Bann ziehen. Seine Kernaussage war simpel und nicht wirklich überraschend – der Mensch muss in den Mittelpunkt gestellt werden. Während Brett Error schlichtweg der Entertainer im Adobe Team ist, der auch über ein gerüttelt Maß an Selbsironie verfügt. Sehr publikumswirksam seine Videoumfrage in London zum Thema Internet.

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Adobe entwickelt sich zum Lösungsanbieter

Letztendlich gewinnt Adobe und die Aqkuisition von Omniture allmählich mehr Profil – Es ist nunmehr nicht mehr nur eine Anhäufung von lose gekoppelten Tools, sondern das Gebilde entwickelt sich zu einer integrierten digitalen Lösung für Media und Marketing.


am 26. Mai 2011 unter Analytics, Markt

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