Auf CMO.com habe ich gerade einen interessanten Artikel gelesen ” 10 Great Expectations: What CEOs want from their CMOs” von Stephanie Overby, Contributing Writer, CMO.com, den ich im Kern wiedergeben und ergänzen möchte.
Overby führt in der Einleitung auf, dass sich einige Marketingleiter nach wie vor auf den kreativen Part fokussieren, statt das Hauptaugenmerk auf geschäftsrelevante Kennzahlen zu legen. Die Vorstände von heute wünschen sich jedoch Marketingleiter, die nicht nur ihre Abteilung leiten, sondern aktiv das Geschäft mit entwickeln.
Die folgenden zehn Punkte sollen laut Frau Overby aufzeigen, welche Fähigkeiten und Rollen von Marketingleitern heute erwartet werden:
1. Ein fokussierter Finanzverwalter
Statt nur Budget- oder Ressourcengrößen zu benennen, die benötigt werden um die Marketingaufgaben zu erledigen, zeigen die CMOs den zu erwartenden Return-on-Invest auf.
Es wird immer wichtiger den messbaren Impact der Marketingmaßnahmen auf die Ziele des Unternehmens nachzuweisen.
Zumindest im Online Marketing sollte die Messung aller Aktivitäten heute zum Standard gehören.
2. Ein beständiger Innovator
Die Vorstände erwarten von ihren Marketiers Ideen und Innovationen die ihnen helfen ihre Wachstumsziele zu erfüllen. In erster Linie geht es hierbei um die Innovationen, die den Umsatz weiter erhöhen.
Die gute Nachricht ist, dass das Testen und Messen sowie das Überprüfen von Hypothesen heute wesentlich einfacher ist als noch vor wenigen Jahren. Daher können und müssen Marketiers Innovation und Weiterentwicklung aktiv treiben.
3. Ein Kundenflüsterer
Das kundenzentrische Verhalten steht in der Corporate Agenda ganz oben. Die CEOs wollen wissen, was der Kunde wünscht - und das möglichst bevor der Kunde das selber weiß.
4. Ein dedizierter Brand-Verwalter
Vom CMO wird erwartet, dass sie die Hüter der Corporate Reputation sind.
Es ist nahezu unmöglich, immer die richtige Balance zwischen dem langfristigen Ausbau des Brands einerseits und Investitionen, die kurzfristig Erfolge erzielen sollen andererseits, herzustellen. Gute Marketiers wissen aber, ein Brand wird Stück für Stück und kontinuierlich aufgebaut.
CMOs sind gut beraten, wenn sie ihrem CEO regelmäßig die kontinuierlichen Entwicklungen vorstellen.
5. Ein Sozial-Media-Experte
Hier gilt es im ersten Schritt darum, das große Bild aufzuzeigen und die Rolle des Mediums und eventuelle Veränderungen für das Unternehmen heraus zu arbeiten. Bei der Durchführung erster Aktionen sollten außerdem die Kosten für Fehlversuche minimiert werden.
6. Ein Business Stratege
CMOs sind nicht nur die Verwalter der Marketingabteilung sondern auch der Gesprächspartner des CEOs wenn es um die Weiterentwicklung des Unternehmens geht. Dies erfordert gute Kenntnisse über die anderen Abteilungen und Abläufe im Unternehmen sowie die Marktentwicklung, um langfristige Zielsetzungen verfolgen zu können.
7. Ein kompetenter Krisenmanager
Hier gilt es ein Rauschen im Markt von einem echten Signal zu unterscheiden und dann entsprechend zu handeln.
Leider fehlt es nach wie vor in vielen Unternehmen an „Notfall”-Plänen, sollte die Entwicklung anders verlaufen als geplant.
8. Ein Datenanalyst
Der Vorstand wünscht konkrete, verständliche Marketing-Kennzahlen und auf Fakten basierende Entscheidungen.
Um den Wünschen des Vorstandes nach mehr Information gerecht zu werden, ist es einerseits notwendig intelligente und vorausschauende Analysten im Team durch zu führen, aber auch anderseits dafür Sorge zu tragen, dass möglichst alle Marketing-Aktivitäten messbar sind.
9. Der Anwalt des Kunden
In der Hitze des Vertriebs-„Gefechts” verliert so mancher CEO aufgrund von Kosteneinsparungen oder Shareholder Value den Kunden und seine Bedürfnisse aus den Augen. Hier ist es Aufgabe des CMOs die Stimme zu erheben und mögliche Auswirkungen und Gefahren aufzuzeigen.
10. Der oberste Motivator
Die Anforderungen sind nicht ohne: Visionen entwickeln, begeistern, ausgleichen und Motivator der Mitarbeiter im gesamten Unternehmen sein.
Ziel ist es, dass die Mitarbeiter verinnerlichen wofür das Unternehmen steht und das nach außen auch demonstrieren.
Mein Kommentar
Der Artikel zeigt im Wesentlichen auf, dass der Marketingleiter heute ein gleichberechtigter Konterpart für den Vorstand sein soll. Doch vielmals fehlen einfach die Werkzeuge, um relativ schnell aussagefähig zu sein. Zum Einen stehen nicht immer geeignete Werkzeuge zur Verfügung, um alle Marketingaktivitäten im Überblick zu haben - Offline und Online - zum Anderen sind die relevanten Kennzahlen schlichtweg nicht definiert und es werden Reports ohne Aussagekraft abgeliefert.
Es sollte eigentlich im Eigeninteresse jedes Marketiers sein, seinen Anteil am Erfolg des Unternehmens messbar abbilden zu können. Im schnell gewachsenen Online-Segment fehlt es in der Regel an geeigneten Tools, wie z. B. einem all umfassenden Marketing-Planning-Tool - welches es erlaubt, alle Kampagnen workflowgesteuert zu planen und zu verwalten, zu budegtieren und deren Erfolge in einem Tool zu ermitteln.
Die Web Analytics bietet hier nur die Linkmessung, aber keine Kampagnenplanung Top-Down. Diese erfolgt vielfach weiterhin mühsam in Excel in viel Handarbeit und dementsprechend zumeist fehlerbehaftet.
Um zum Beispiel eine Online-Media-Kampagne zu planen wird vielfach Excel in Kombination mit einer Media Asset Datenbank sowie einem Linkbuilder eingesetzt. Die Daten werden dann an eine Agentur per Mail versandt, die diese erneut in ihr Buchungstool eingibt. E-Mail-Kampagnen werden mit einem E-Mail-Kampagnentool gepflegt und die Daten werden anschließend wieder händisch in das Excel-Marketing-Planungs-Template übergeben. Ähnlich verläuft die Planung im Affiliate oder Kooperationsmarketing.
Auch hier ist der CMO gefordert, Prozesse in seinem Team zu etablieren, die hohe Qualität und hohe Transparenz gewährleisten, um Erfolgsmetriken in der gesamten Planungshierarchie verfügbar zu machen. Excel ist ein tolles Werkzeug, aber hierfür nur bedingt geeignet, da es jegliche Unterstützung dieser Prozesse missen lässt. Im Online-Marketing gibt es dafür besser geeignete Lösungen, die auch über die notwendigen automatisierten Schnittstellen zum Beispiel zu Adobe SiteCatalyst oder Webtrekk Q3 verfügen - www.advertzoom.de - und somit die Erfolgskennzahlen automatisch zurück ins Online-Marketing-Planungstool spielen können.
Resumee
Das Marketing hat sich insbesondere im Hinblick auf den “Kanal Internet” in den letzten Jahren stark gewandelt. Messen und Testen sind in vielen B2C- und auch einigen B2B-Marketingabteilungen Standard. Die Anforderung, Marketingeffizienz auch gegenüber der Geschäftsleitung und dem Unternehmen darzulegen und zu “beweisen” ist nicht zuletzt der Grund für die verstärkte Nachfrage nach validen und verständlichen Zahlen. Der Bezug zum Geschäftsmodell ist nicht mehr abstrakt und der Spruch “Alles ist letztendlich Branding” zieht nicht immer.
Umso stärker die Geschäftsprozesse und das Geschäftsmodell des Unternehmens auf das Internet ausgerichtet sind, umso höher ist der Bedarf nach Marketing-Controlling und nachvollziehbaren Prozessen und umso mehr muss sich das Marketing an Vertrieb und Absatz orientieren.
Efficient Frontier hat die Ergebnisse einer Forrester Research Auftragsstudie aus dem September 2010 vorgestellt und die Herausforderungen untersucht, mit denen große Online-Werbetreibende sich derzeit bei der gemeinsamen Verwaltung ihrer Suchmaschinen- und Displaykampagnen auseinandersetzen müssen.
Ziel der Studie war ein verbessertes Verständnis, wie Werbetreibende ihre Online-Kampagnen integrieren, und eine Untersuchung der Hindernisse, die eine optimierte Verteilung von Budgets auf die verschiedenen Kanäle u.U. verhindern. Die Forrester-Studie basiert auf der Befragung von mehr als 150 werbetreibenden Unternehmen in USA - Ist aber nach unserer Meinung 1:1 auf deutsche Verhältnisse übertragbar.
Wichtige Erkenntnisse der Studie hinsichtlich der Toolnutzung:

Vermarkter nutzen derzeit kaum oder nur rudimentäre “Verfahren” zur Kanal-Integration.
- Der Studie nach verwenden ca. 60% der Befragten Excel-Makros zur Nachverfolgung und Integration ihrer Kampagnen – was beweist, dass selbst die anspruchsvollsten Werbetreibenden noch keine fortschrittlichen Optimierungstechniken zur Verbesserung ihrer Kampagnen in ihren Unternehmen etabliert haben!
- Die Mehrheit der Befragten gab an, dass ihre derzeit eingesetzten Tools zur Messung und Verwaltung kanalübergreifender Prozesse die Erwartungen nicht erfüllen. Nur fünf Prozent der Studienteilnehmer waren zufrieden mit ihren bestehenden Tools zur gemeinsamen Verwaltung von Display- und Suchmaschinen-Kampagnen.
Forrester definiert die wichtigsten Kenntnisse wie folgt:
Key Findings
Forrester’s study revealed the following primary conclusions:
- Search and display are interactive marketing cornerstones. More than half of the interactive marketers surveyed have three‐plus years experience with search and display. More than one‐quarter of respondents spend 50% or more of their advertising budgets to run complex search or display media campaigns.
- Respondents rely on spreadsheets for channel integration. Despite executing large, complex campaigns — ones that leverage more than 10,000 search keywords or audience targeting — most respondents use spreadsheets, rather than a dedicated marketing platform to manage display and paid search advertising campaigns together.
- Current tools don’t meet marketer needs. With most marketers force‐fitting spreadsheets to their needs, it is no surprise that only 5% of survey respondents report being very satisfied with their existing tools for managing display and paid search advertising campaigns together.
- Marketers struggle to measure combined search and display results. Difficulty measuring the combined results of search and display media is the biggest barrier to integration of display and paid search programs.
- An ad management platform would help overcome integration challenges. Respondents believe that a single ad management platform would facilitate measurement and streamline campaign processes to create internal efficiencies and improve results.
Nach Aussagen der Werbetreibenden besteht das größte Hindernis bei der Integration in der Definition aussagekräftiger Messungen. Die Unternehmen wissen nicht, wie sie den Kampagnen-Erfolg systematisch messen und optimieren können und sehen Bedarf für eine ganzheitliche Management-Plattform, die ihnen hilft, den Kampagnen-Messprozess zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Und das obwohl bei allen befragten Unternehmen Web-Analytics-Systeme zum Einsatz kamen. Es herrscht offenbar ein unüberwindlicher Medienbruch zwischen Planung (Soll) und Messergebnis (Ist).
Wie sollte daher nach Meinung dieser Unternehmen eine ganzheitliche Kampagnenmanagement-Plattform aussehen? Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen:
- Idealerweise verwaltet dieses Tools alle Arten von Online-Kampagnen, wie z.B. SEM, Display, E-Mail, Social Media, um nur die wichtigsten zu nennen.
- Das ideale Werkzug bietet gleichzeitig die Möglichkeit, die in Fremdsystemen gespeicherten Erfolgskennzahlen als solche zu identifizieren und an zentraler Stelle zu aggregieren (Web-Analytics-System, CRM, Order-Management und Warenwirtschaftssystem).
advertzoom - eine contentmetrics Entwicklung
Die in der Forrester-Studie aufgezeigten Erfahrungen amerikanischer Unternehmen decken sich mit den Erfahrungen, die wir in unseren Web-Analytics-Projekten in Deutschland und Europa tagtäglich machen:
- Maßnahmenplanung in Form bunter Excel-Tabellen - für Budgets von bis zu 45 Mio. € Adspendings.
- Klassifizierungen der Display- und Landingpage-URLs per Excel-Tabellen. Als “Vorteil” muss man hier bereits ansehen, wenn unterschiedliche Abteilungen eines werbetreibenden Unternehmens die gleichen Formate und Datenquellen benutzen - und stellt fest dass 500.000 Datensätze keine Seltenheit sind und Microsoft Office damit überfordert ist
- Wiederverwendbarkeit, Workflow-Management und definierte Prozesse sucht man meist völlig vergeblich.
contentmetrics hat vor diesem Hintergrund bereits im letzten Jahr mit der Entwicklung von advertzoom als zentrales Online-Marketing-Ressource-Center und Planungstool begonnen. Die Entwicklung einer ersten Version ist abgeschlossen und mit den ersten Kunden werden wir in den nächsten Tagen in den operativen Betrieb übergehen.
advertzoom ist ein Kampagnenplanungs- und Management Tool mit Schnittstellen zu den führenden Web-Analytics-Lösungen, um die Erfolgskennzahlen der Kampagnen automatisch in das Planungstool überführen zu können um somit eine crossmediale Planung und Erfolgsmessung zu realisieren.
Die komplette Studie kann bei Efficient Frontier kostenlos bezogen werden.
contentmetrics stellt zum 01.09.2010 sein neues Produkt “advertzoom” erstmalig einem größeren Kreis von Unternehmen vor.
Anläßlich eines Kundenevents von Adobe / Omniture stellt contentmetrics das Marketing-Automation-Tool “advertzoom” vor. Mit advertzoom können Marketiers wesentliche Aufgaben im Online-Marketing strukturiert und automatisiert abwickeln.
advertzoom verwaltet alle Informationen rund um Online-Marketing-Kampagnen in einer zentralen Datenbank und gewährt Nutzern kontrollierten Zugriff auf die Inhalte. Das Tool bietet eine vollständige Ablage aller digitalen Werbemedien (Digital Asset Management), eine strukturierte Kampagnenplanung in Form von Gantt-Diagrammen und vollständig automatisierte Exporte als E-Mail, Excel-Datei oder im CSV-Format. Damit stellt advertzoom das zentrale Reporitory für alle Online-Marketing-Maßnahmen dar.
Die wesentlichen Leistungsmerkmale von advertzoom sind dabei eine hoch flexible Strukturierung der Marketing-Kampagnen. Kampagnen können über Partner, Werbemittel, Links und Kanäle hierarchisch aufgebaut werden. Die Einzelelemente werden per Drag-und-Drop aus einem zentralen Repository in einer Kampagnenhierarchie abgelegt und bezüglich Schalt- bzw. Laufzeiten geplant. Anschließend übernimmt advertzoom die Generierung der Links und Trackingcodes sowie die für die Web-Analytics-Tools notwendigen Klassifizierungen des Kampagnentrackings vollautomatisch. Weiterhin können Agenturen und Partner entweder per E-Mail oder FTP automatisch benachrichtigt werden oder sie erhalten kontrollierten Zugrifff durch die integrierte Gruppen- und Benutzerverwaltung.
advertzoom zeichnet sich durch eine moderne Bedienoberfläche (Web-Browser, AJAX) und ein umfassendes Rechtemanagement aus. Die Software-Lösung wird als ASP- bzw. SaaS-Lösung betrieben und ermöglicht damit einen schnellen Einsatz ohne ein umständliches IT- oder Technikprojekt.
Die Vorteile von advertzoom auf einen Blick:
- Übersichtliche Online-Kampagnenverwaltung (mit Gantt-Darstellung)
- Automatisierte Vergabe von Tracking Codes
- Automatische Steuerung des jeweiligen Web-Analytics-Tools
- Partnerverwaltung mit automatisiertem Versand der Werbemittel und dazu gehörender Links
- Link-Management
- Media-Asset-Management mit Vorschau
- Auf Wunsch Integration von Drittanwendungen (z.B. Agentursysteme)
- Import und Export bestehender Kampagnen
- Mandantenfähig mit übersichtlicher Benutzer- und Rechteverwaltung
Die advertzoom-Lösung kann unter http://advertzoom.de abgerufen werden.
Für alle Fragen bezüglich Lizensierung wenden Sie sich bitte an Thomas Brommund oder Melanie Schmid.
Aufmerksam lasen wir die Ergebnisse der in diesem Monat veröffentlichten “Marketing-Efficiency Survey 2009″ der marketinghub AG. Obwohl die Studie nicht explizit auf die Rolle der Web Analytics in Unternehmen eingeht, lässt sie dennoch wichtige Rückschlüsse auf die Strukturen in vielen Unternehmen zu - und warum es vielen so schwer fällt, erfolgreiche Web Analytics zu betreiben.
Wesentliches Ergebnis: Marketern fehlt die Entscheidungskompetenz. Zwar halten diese es für besonders wichtig, umsatzrelevante Prozesse zu fördern. 95 Prozent von ihnen betonen etwa, Maßnahmen zur Kundenbindung seien sehr wichtig, um die Marketingeffizienz und -effektivität zu erhöhen (Maßnahmen zur Kundengewinnung: 91 Prozent). Das Problem dabei: “Auf Prozesse zur Kundenbindung und -gewinnung hat das Marketing kaum Einfluss”, so die Studie und zieht das traurige Fazit: “Marketing-Verantwortliche sind mit zu wenig Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für eigentliche Kernaufgaben ausgestattet, um die Steigerung von Effizienz und Effektivität tatsächlich treiben und steuern zu können.”
Zudem findet in vielen der befragten Unternehmen kein abteilungsübergreifender Austausch statt. “Das Marketing ist weit davon entfernt, integrativ zu sein. Daraus resultieren weitere Probleme wie eine geringe Prozessorientierung, eine schlechte Informations- und Datenbasis und in diesem Zusammenhang inadäquate oder fehlende Marketing-Kennzahlensysteme”, so ein weiteres Fazit.
Dieser Mangel an Macht bringt die Marketer in eine Zwickmühle, denn genau diese bräuchten sie, um die Anforderungen der Zukunft zu meistern, etwa die größer werdenden Anforderungen an Messbarkeit und Transparenz. So betonen 40 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sie hier in den vergangenen drei Jahren einen Anstieg der Anforderungen festgestellt hätten. Um diese zu meistern wären nötig:
- Die Gestaltung und Implementierung transparenter Prozesse
- Ausrichtung der Prozesse an messbaren quantitativen und qualitativen Kennzahlen
Für uns stellt sich die Frage: Wie kann diese Herausforderung gelingen? Und wie könnte die Web Analytics in solchen unzureichenden Unternehmensstrukturen integriert sein, um diese Ziele zu erreichen?
Die Studienergebnisse zeigen deutlich: In Unternehmensstrukturen, wie sie in dieser Studie geschildert werden, kann Web Analytics nur erfolgreich sein, wenn diese als fachübergreifender Managementprozess verstanden wird, der zum Start viel Beratung braucht: Zwischen den Abteilungen müssen Gräben überwunden, neue Informationsstrukturen eingeführt und klare Verantwortlichkeiten verteilt werden.
Insbesondere die geringe Prozessorientierung, die schlechte Informations- und Datenbasis sowie die inadäquaten oder fehlenden Marketing-Kennzahlensysteme sind Problemfelder, die wir in unserer langjährigen Beratungspraxis de facto als größte Hemmschwellen bei der Einführung fachübergreifender Web-Analytics-Lösungen identifiziert haben. Es ist zum Beispiel durchaus üblich, dass das Kampagnenmanagement für große Onlineshops und zig-tausenden von Keywords auf Basis von Excel-Tabellen und manuell durchgeführt wird. Die “Integration” mit einem Web-Analytics-System - egal mit welchem -, um die Kampagneneffizienz zu messen, ist auf Basis einer solchen Datenhaltung bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt. Gleichzeitig nennen Unternehmen aber genau diese fehlende Integration als Hauptgrund für die Unzulänglichkeit ihrer derzeitigen Web-Analytics-Lösung - und suchen den Fehler beim Web-Analytics-Tool anstatt in den eigenen unzureichenden Prozessen.
Ein ganzheitliches Marketing Controlling ist in den wenigsten Unternehmen zu finden. Offline- sowie Online- Kampagnen werden nebeneinander geplant anstatt sie ganzheitlich zu planen und zu steuern.
Da es bei der Einführung oder der Nachjustierung von Web-Analytics-Systemen zugleich immer um die internen Prozesse und Datenquellen geht, verfolgen wir in unseren Projekten einen ganzheitlichen Ansatz, um diese “Randthemen” mit einzubeziehen und zu strukturieren. Nicht selten stößt dies bei Kunden auf vehementen Widerstand, weil die beteiligten Fachabteilungen - Marketing, IT Abteilung, Vertrieb, Shopmanagement - den Kontrollverlust fürchten und den Ideen und Ansätzen zur Integration eher ablehnend gegenüberstehen. Ein Szenario, das durch die in der Studie festgestellte mangelnde Entscheidungskompetenz der Marketingabteilungen wiederum belegt wird.
(Für die kostenpflichtige “Marketing-Efficiency Survey 2009″, die marketinghub mit Unterstützung von BrandMaker durchführte, wurden im 2. Quartal 2009 200 Entscheider aus Marketing, Vertrieb und Kommunikation in mittelständischen und Großunternehmen online befragt. )
Verfasst von Thomas Brommund
am 15. September 2009 unter
Analytics
Auf reges Interesse stieß der Workshop „Die Bedeutung der Multichannel-Kampagnenoptimierung“, den Fred Türling, Mitglied der Geschäftsleitung der SHS Viveon AG, mit mir auf der Kongressmesse eMetrics summit 09 durchführte. Marketer, Webanalysten und IT-Profis aus Unternehmen wie Xing, Otto und Gothaer Versicherung diskutierten mit uns angeregt, auf welche Weise Multichannel-Kampagnen systematisch optimiert werden können, mit welchen Problemen hierbei gerechnet werden muss und wie eine nahtlose Zusammenarbeit mit den zahlreichen Agenturen (Werbeagentur, SEO-Agentur, Affiliate-Dienstleister etc.) gelingen kann.
Einig waren sich alle Workshop-Teilnehmer, dass die Optimierung von Multichannel-Kampagnen zu einer Kern-Aufgabe heranwächst. “Die Budgets dafür sind gestiegen, denn Unternehmen erkennen die Relevanz der Aufgabe.”
Für einen nachhaltigen Erfolg ihrer Multichannel-Kampagnen müssen Unternehmen im Vorfeld einen komplexen Prozess installieren, in dem Planung, Ausführung, Bewertung und Optimierung aller Maßnahmen als Kreislauf (und unter Berücksichtigung aller Qualitätskriterien) enthalten sind. Zu den wichtigen Aufgaben zählen hierbei die umfassende Besucher-Segmentierung, eine zentrale Verwaltung der Metadaten, eine hohe Daten- und Messqualität sowie ein effizientes Testing und Targeting. Das Ziel sollte sein, einen Kanal- und Mediamix aufzubauen, der eine optimale Kosten-Nutzen-Relation sichert.
Für den Workshop haben wir mit SHS Viveon eine umfassende Präsentation angefertigt. Darin gehen wir detailliert auf die einzelnen Aufgaben für eine erfolgreiche Multichannel-Kampagnenoptimierung ein:
- Detaillierte Planung
- Standardisierung des Workflows
- Automatisierung der Prozesse
- Zentralisierung der Datenhaltung
- Hierarchische Analyse
- Umfassende Optimierung
- Etablierter Regelkreislauf
Die Präsentation steht auf unserer Website zum Download bereit.
Verfasst von Thomas Brommund
am 24. April 2009 unter
Analytics
Wenn man von Online Marketing spricht, denkt man vielleicht an Hamburg, München, Köln und Berlin, aber auf Wilhelmshaven kommen die meisten nicht unbedingt. Denn Wilhelmshaven ist sicherlich keine Online Marketing-Hochburg, aber die Studenten der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven haben am 27. September auf der ersten “Online Marketing Convention” mit ihrer Projektarbeit ein sehr gutes Event organisiert, um das Thema in all seinen Facetten zu beleuchten und für Studenten, Professoren und Firmen aus dem Umland interessant zu gestalten. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals für die gute Organisation und Auswahl der Inhalte bedanken.
Der Nachwuchsmangel ist für unsere Branche ein großes Thema. Leider haben viele Hochschulen den Bereich Online Marketing noch nicht für sich entdeckt. Das Marketing findet an den Hochschulen zumeist nur offline statt. Dabei wächst der Online Marketing-Markt seit Jahren überproportional und ist längst aus den Kinderschuhen herausgewachsen. Selbst wenn die Werbeausgaben nicht mehr die Steilkurve der letzten Jahre aufweisen, so nimmt der Online Markt doch einen signifikanten Anteil im Werbemarkt ein.
Insofern haben wir Referenten großes Interesse daran, mit den Studenten in regen Austausch zu treten, um sie für unsere jeweiligen Unternehmen und offenen Stellen zu begeistern. Ich hatte ein paar gute Gespräche mit sehr engagierten Studenten - schau´n wir mal was daraus noch wird.
Aber die Frage bleibt für uns, warum wagen sich die Hochschulen nicht an das Thema Online Marketing? Und wie ließe sich das schnell ändern. Welche Universitäten sind hier vielleicht schon weiter? Welche Erfahrungen haben Sie als Studenten oder Professoren gemacht? Wir freuen uns, wenn wir die Diskussion hierbei vorantreiben können.
Nehmen Sie sich doch ein wenig Zeit und diskutieren Sie in diesem Blog direkt mit uns, zeigen Sie uns, was Sie an Ihrer Universität vielleicht doch gelernt haben und bewerben Sie sich bei contentmetrics.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Verfasst von Thomas Brommund
am 29. September 2008 unter
Markt
Das Marketing vieler Unternehmen bleibt hinsichtlich Effektivität und Effizienz unterhalb der Möglichkeiten.
Das ist eine der Kernaussagen einer unabhängigen empirischen Studie, die vom Kompetenzzentrum für angewandtes Marketing an der Hochschule Niederrhein erstellt wurde. Sie basiert auf einer umfangreichen schriftlichen Befragung von deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Wirtschaftssektoren. Dass 84 Prozent der ausgewerteten Fragebögen von der Leitungsebene beantwortet wurden, zeigt nach Angaben der Wissenschaftler, wie sensibilisiert Marketing-Verantwortliche und Management in den Unternehmen für dieses Thema sind.
Die Befragung der Professoren Dr. Ingo Bieberstein und Dr. Harald Vergossen greift ein brisantes Thema auf: Das Marketing vieler Unternehmen gerät unter immer stärkeren Erfolgsdruck. Von den Managern wird verlangt, dass sie ihre Budgets zukünftig noch wirtschaftlicher einsetzen. Vor diesem Hintergrund zeigt die Studie Effizienzbarrieren auf und gibt Handlungsempfehlungen für die Optimierung.
Nach ihrer Marketing-Effizienz befragt, zeigen sich die Unternehmen sehr selbstkritisch. Fast 40 Prozent der Firmen bezweifeln, dass ihre Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse “meist unkompliziert und schnell” sind, bei 35 Prozent der Befragten sind die Abläufe “manchmal nicht optimal”, bei immerhin 4 Prozent sogar “meist umständlich und komplex”. Bezeichnenderweise stuften 71 Prozent der Unternehmen mit steigenden Umsätzen ihre Prozesse hingegen als “umkompliziert und schnell” ein.
Bei der Festlegung von Marketing-Zielen – ohne diese lässt sich die Effektivität einer Aktion nicht beurteilen – gibt es die größten Defizite: Bei 72 Prozent aller durchgeführten Maßnahmen werden keine Ziele bestimmt. Selbst in Großunternehmen fällt die vorherige Zieldefinition mit 37 Prozent relativ gering aus.
Das Fehlen von konkreten Marketing-Etats und Budgets für den Ressourceneinsatz führt ebenso zu Problemen bei der Effizienzmessung. Ganz ohne definiertes Marketing-Budget arbeitet derzeit aber immer noch ein Viertel aller befragten Unternehmen. Bei Firmen mit rückläufigen Umsätzen sind es sogar ein Drittel. Nur etwa die Hälfte der Befragten, insbesondere Großunternehmen, legen Budgets so detailliert fest, dass für jede einzelne Aktion ein Teilbudget abgeleitet werden kann. Bei der Bestimmung der Budgethöhe selbst gehen nur rund 56 Prozent der Unternehmen strategisch vor, indem sie das Budget von den Zielen und Aufgaben im Marketing ableiten.
Marketing-Controlling ist und bleibt das Stiefkind unter den betriebswirtschaftlichen Bereichen, zu denen regelmäßig Kennzahlen erhoben werden. Im Bereich der Kommunikation beispielsweise ist es bei den befragten Unternehmen mit 23 Prozent am schwächsten ausgebildet. Die Notwendigkeit von Marketing-Controlling indes wird nicht geleugnet, denn über zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Unternehmen bewertet ihr fehlendes Marketing-Controlling als Defizit.
Folgerichtig belegt die Studie dann auch, dass Unternehmen wenig über ihre Marketing-Rentabilität wissen: 65 Prozent aller Unternehmen kennen den „Return on Investment“ ihrer Marketing-Aktionen nicht. Bei den Investitionsgüterherstellern liegt dieser Wert sogar bei 79 Prozent. Unsicher zeigen sich die Unternehmen dann auch bei der Bewertung der eingesetzten Marketing-Instrumente: 61 Prozent halten Auswahl und damit Effektivität für verbesserungswürdig.
Auf Basis der Befragungsdaten zeigt die Studie zudem mögliche Gründe für die aufgezeigten Defizite in der komplexen Marketing-Arbeit auf. Als Erklärungsansätze werden ausführlich dargestellt und diskutiert: die Schwierigkeit, die Übersicht über die ganze Bandbreite möglicher Marketing-Instrumente zu behalten, das Problem der gleichzeitigen Verantwortung unterschiedlicher Funktionsträger bei Marketing-Maßnahmen und Schwierigkeiten bei der abteilungsübergreifenden Planung und Abstimmung.
Aus den Befragungsergebnissen leiten die Wissenschaftler dann eine Reihe von Handlungsempfehlungen für die Praxis ab. Sie plädieren erstens für eine ganzheitliche Betrachtung der Marketing-Aktionen (inhaltliche, zeitliche, formale Integration), zweitens für die Anwendung des Managementkreislaufs auf die Marketing-Arbeit (von der Situationsanalyse bis zum Controlling), drittens für Einkauf von Marketing-Dienstleistungen und Mitarbeiterqualifizierung und viertens für die Systematisierung von Marketing-Prozessen und Automatisierung des Controllings durch den Einsatz von Marketing-Software-Paketen.
Quelle: http://atlas.hs-niederrhein.de/cms/930+M5d60f71d6d2.html
Verfasst von Axel Amthor
am 5. Mai 2006 unter
Analytics
In diesem erstmals angebotenen Branchentreff wird der heutige Stand des Online-Destinationsmarketing dargestellt, diskutiert und die zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Ausgehend von der Studie „Online-Marketing für Destinationen – Beispiele und Leitfäden“, die von PROJECT M (Lüneburg) und Tourism Consult Network (Hamburg) in Kooperation mit der DZT und dem DSFT erstellt wurde, werden Betreibern von Destinationswebsites Beispiele, konkrete Leitfäden und empirisch gestützte Marktdaten anschaulich präsentiert. Die Vorstellung modernster Werkzeuge, Techniken und Finanzierungsmodelle sowie eine Fachexkursion runden diese Fachtagung ab.
Themenübersicht
Die Destinationswebsite – Aufbau, Gestaltung und Wirkung Online-Marketing für Destinationen. E-Mail-Marketing: das effektivste Werkzeug? Cross-Media-Marketing – unentdeckte Potenziale, Web-Controlling: Erfolg ist messbar
Thomas Brommund, Geschäftsführer der contentmetrics GmbH, wird in diesem Rahmen die Möglichkeiten aufzeigen wie sie aus anonymen Webbesuchern buchende Kunden gewinnen, durch aktive Steuerung Ihrer Online Aktivitäten und Optimierung Ihrer Online-Buchungsprozesse.
Termin: 12.09.2005 bis 13.09.2005 (2 Tage
Veranstaltungsort: Kassel, Hotel Courtyard by Marriott Kassel
Unterkunft: Im Tagungshotel, EZ 79 EUR/ inkl. Frühstück
Gebühr: 240 EUR inkl. Studie „Online – Marketing für Destinationen“, Arbeitsunterlagen, Kaffee/Tee und Snacks.
Zur Beschreibung: http://www.dsft-berlin.de
Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Thomas Brommund
Verfasst von Axel Amthor
am 21. August 2005 unter
Analytics
Roadshow der Fachgruppe Performance Marketing des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft. An bundesweit 7 verschiedenen Standorten stellen sich Experten aus der BVDW Fachgruppe Performance-Marketing diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Online-Marketing.
Welche Relevanz hat Performance-Marketing im Marketing-Mix erfolgreicher Unternehmen?
Welche Erfolge lassen sich mit Performance-Marketing überprüfbar erzielen?
An bundesweit 7 verschiedenen Standorten stellen sich Experten aus der BVDW Fachgruppe Performance-Marketing diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Online-Marketing.
contentmetrics vertritt hierbei an drei Standorten (Hamburg, München und Stuttgart) den Arbeitskreis Erfolgskontrolle.
Im Anschluss an die Vorträge zu Fakten, Instrumenten und Erfolgskontrolle besteht die Möglichkeit beim lockeren Get-Together mit den Referenten die neuesten Trends zu diskutieren.
In der Fachgruppe finden sich Unternehmen aus den Sparten Performance Marketing, Suchmaschinen-Marketing, Affiliate Marketing, E-Mail-Marketing und weitere Arten des responsebasierten Online-Marketings. Mitgliedsunternehmen sind Anbieter und Agenturen aus diesen Sparten.
Schwerpunkte in der Fachgruppe bilden alle Themen, Trends und Entwicklungen, die für die Fortsetzung der rasanten Entwicklung responsebasierter Marketingformen von entscheidender Bedeutung sind.
Die Veranstaltung richtet sich an Marketingleiter, Vertriebsleiter, E-Business-Verantwortliche.
Umfangreiche Informationen zum Roadshow-Tagesprogramm der einzelnen Standorte finden Sie unter Termine auf unserer Website.
contentmetrics, Thomas Brommund
Verfasst von Axel Amthor
am 3. August 2005 unter
Analytics
contentmetrics hat die Online Marketing Roadshow 2004 erfolgreich abgeschlossen
Auf der durch Penton veranstalteten Roadshow in München, Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg konnt contentmetrics viele neue Interessenten von den Vorteilen eines aktiven Web Controllings überzeugen.
Den Vortrag dazu gibt es hier zum Download
Verfasst von Axel Amthor
am 24. Mai 2004 unter
Analytics