Beiträge in der Kategorie "Technik"

Seasons Greetings

Wir möchten uns für ein erfolgreiches vergangenes Jahr 2008 bei allen unseren Kunden und Geschäftspartnern bedanken.

Allen Freunden, Partnern, Kunden, Bloggern und Kommentatoren wünschen wir stille und geruhsame Festtage, einen Guten Rutsch sowie Glück und Gesundheit in 2009.

Euer contentmetrics Team.

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am 20. Dezember 2008 unter Analytics, Markt, Technik

“One Tag to Rule them All” oder das Über-Tag

Wenn wir als Webanalyse-Unternehmen einen Wunsch frei hätten, dann wäre es doch ein faszinierender Gedanke, wenn man mit einem einzigen universellen Tag alle Tools der Web-Analytics Welt einheitlich bedienen könnte. Man müsste nur ein einziges Mal den Code erstellen und könnte beliebig die Hersteller wechseln, ohne erneut alle Seiten wieder anfassen zu müssen. Kunden fragen uns in der Tat immer mal wieder nach einer solchen Technologie. Allerdings haben die Hersteller leider aus technischen und lizenzrechtlichen Gründen einiges dagegen einzuwenden und wehren sich dagegen, dass alles simpel austauschbar wird. Im Blogbeaks Blog werden alle Argumente einer solchen Idee ausgetauscht.

Meiner Meinung nach besteht ein Weg zu diesem Ziel in der Erstellung eines Wrappers oder einer generischen API, der bzw. die die Spezifka der Hersteller-Scripts kapselt und diese an einer “neutralen” Schnittstelle anbietet. Bislang sind die Tools jedoch noch sehr unterschiedlich, was die Art des Taggings sowie Zahl und Form der Parameter betrifft. Darüber hinaus werden spezifische Codesnippets bereitgestellt, die allen möglichen Sinn und Unsinn im Client veranstalten, um Informationen zu generieren und zu speichern. Immerhin hat Stephane Hamel ein Tool namens WASP entwickelt, welches schon einmal über 70 Trackingtools in Websites erkennen und anzeigen kann.

Ich würde mir ein solches Tool als Open-Source-Software wünschen, damit eine unabhängige Lösung ermöglicht wird. Vielleicht sollten wir dazu pragmatischerweise ein Projekt in Sourceforge (oder freshmeat, savannah, gna!, google code, …) aufmachen und schauen, wer sich (mit uns) an eine solche Entwicklung herantraut. Wer macht den Anfang?


am 17. November 2008 unter Technik
2 Comments

Der Datenschutz hat die IP-Adresse entdeckt …

IP Adressen sind persönliche - und damit schützenswerte - Daten und dürfen nicht gespeichert oder erhoben werden.

Allenthalben werden die neuesten Urteile und Regelungen des Datenschutzes in Verbindung mit der IP Adresse als das große Problem für Web Analyse und Benutzungsstatistiken angesehen.

Um diesem Unsinn einmal technisch entgegenzuhalten: die IP Adresse eines Anwenders ist in der modernen Web Analyse als “volatiles Datum” völlig irrelevant. Begründung: moderne DSL oder ISDN Router sind default-mässig auf eine Idle Time von 5 bis 10 Minuten eingestellt. Heißt: nach 5 bis 10 Minuten Inaktivität wird die Verbindung unterbrochen und bei Bedarf neu “eingwählt”. In 90% der Fälle wird der Anwender bei der erneuten “Einwahl” seines DSL “Modems” eine neue IP Adresse aus dem Pool des Providers zugewiesen bekommen. Analysen zeigen, das pro Session (!) teilweise bis zu zehn IP Adressen pro Anwender vergeben werden. Das Erkennen und matchen von Benutzeraktivitäten über IP Adressen ist deshalb mit erheblichem Speicher- und Rechenaufwand verbunden, der vermieden wird, weil es viel einfachere Methoden der Zuordnung gibt. Eine Langfristbeobachtung von Anwendern über IP Adressen ist für einen Website Betreiber technisch völlig unmöglich.

Wenn nun also die IP Adresse als “persönliches Datum” nicht mehr gespeichert und ausgewertet werden darf - prima, die hat uns in der Vergangenheit sowiso nicht interessiert …

Oder, um das mal etwas schärfer zu formulieren: Sollen sich die Datenschützer doch mit IP Adressen von Anwendern gesetzgeberisch herumschlagen - dass hält sie dann von anderen dummen Ideen ab und verschafft Freiraum.


am 21. Dezember 2007 unter Analytics, Technik

Messen per redirect oder der elektronische Selbstbetrug

Warum das Messen von Klicks per Redirect nicht funktionieren kann…

Im Kontext eines Kundenprojektes wurden wir mit Abweichungen bei der Klickmessung per JavaScript und “onClick”-Handler sowie der kundenseitig aufgebauten Messung per Redirect-Seite hingewiesen.

Mit einigem Nachdenken und einer simplen Gegenprobe wurde die ganze Tragweite der Fehlmessung deutlich: Die Links mit der Redirect-Seite wurden brav von Google inidziert und in erheblichem Umfang auch auf andere Seiten (in Foren etc.) kopiert. Alle diese Klicks wurden natürlich durch den Redirect mitgezählt, nicht jedoch durch das Trackingtool in der Ursprungsseite.

Fazit: Nicht nur die Frage einer potentiellen Fehlmessung konnte geklärt werden, sondern dem Kunden wurde klar, dass seine historischen Statistiken auf Basis der Redirect-Messung äusserst fragwürdig geworden sind.


am 22. Februar 2006 unter Analytics, Technik

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