Beiträge in der Kategorie "Technik"
Website-Betreiber sind ständig gefordert: Ununterbrochen müssen sie ihre Online-Angebote den geänderten Bedingungen des Marktes und dem Verhalten der Besucher und Nutzer anpassen. Das Gleiche gilt für Web-Analytics-Lösungen - auch diese müssen jederzeit den neuen Anforderungen und Veränderungen entsprechen. Die dazu nötige Wachsamkeit ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die viele Unternehmen allein nicht meistern können.
Um unsere Kunden dabei zu unterstützen, haben wir nun das Anforderungs- und Change-Management-System “Contour” eingeführt - ein System zur software-gestützten Erfassung und Speicherung von betriebswirtschaftlichen, technischen und nicht-funktionalen Anforderungen. Hierbei setzt contentmetrics REQB-Methoden (des “Requirements Engineering Qualifications Board”) ein. Diese gewährleisten hohe Qualität bei gleichzeitiger Transparenz und Nachverfolgbarkeit - insbesondere diese ist in Web-Analytics-Projekten von entscheidender Bedeutung. Unsere Berater wurden dazu in methodischem Requirements Engineering und Management geschult und zertifiziert (REQB® Certfied Requierements Engineer).
Die Vorteile des REQB-Verfahrens und “Contour”:
- Langfristig garantiert diese methoden- und toolgestützte Vorgehensweise über einen langen Zeitraum den Support der von uns entworfenen Lösungen sowie das Change Management .
- Durch den direkten Web-Zugang wird eine direkte Kollaboration aller Projektbeteiligten in einem zentralen Repository auch von unterschiedlichen Standorten aus möglich. Eine Systemprotokollierung und reversible Versionierung aller Elemente sorgt für eine lückenlose Nachvollziehbarkeit.
- Neben einer Erhöhung der Effizienz aller Projektbeteiligten wird bei der Erarbeitung der Anforderung und der Erstellung der notwendigen Konzepte eine qualitative Verbesserung der Projektergebnisse erreicht.
- Ein Problem der Web Analytics - die langfristige Nachvollziehbarkeit von Änderungen und Anpassungen - kann direkt gelöst werden. So ist es nicht erforderlich, dass Kunden über eigene Excel-Listen ihre betriebswirtschaftlichen und technischen Anforderungen aktuell halten. Stattdessen werden die Anforderungen und deren Änderungen - auch losgelöst von uns - direkt ins Repository eingepflegt und können in austauschbaren Formaten (MS Office, PDF) kommuniziert werden.
Unsere Kunden könnten sich direkt auf unserer Website anmelden. Wer noch keinen Zugang hat oder das Passwort vergessen hat, kann sich gerne direkt an seinen Projektleiter bei contentmetrics wenden.
Wie in einigen Blogs gepostet, beginnt Google mit dem Roll Out einer technischen Änderung bei den Referrern der geklickten Suchergebnisse. Der Referrer erhält in Zukunft die Ziel-URL sowie die Position des geklickten Suchergebnisses als Parameter. Darüber hinaus kann jeder anhand der Referrer URL erkennen, ob es sich um ein gesponsorten Link (Adword) oder um ein “natürliches Ergebnis” der Suche handelt.
Beispiel für die Referrer-URLs von Google:
Bisherige Referrer-URL:
http://www.google.com/search
hl=en
q=flowers
btnG=Google+Search
Neue Referrer-URL:
http://www.google.com/url
sa=t
source=web
ct=res
cd=7
url=http%3A%2F%2Fwww.example.com%2Fmypage.htm
ei=0SjdSa-1N5O8M_qW8dQN
rct=j
q=flowers
usg=AFQjCNHJXSUh7Vw7oubPaO3tZOzz-F-u_w
sig2=X8uCFh6IoPtnwmvGMULQfw
Dies hat insofern Auswirkungen auf die Web Analytics Tools, als dass diese normalerweise die Referrer Informationen dazu benutzen, Statistiken über Suchwörter je Suchmaschine zu erstellen. Dazu muss der URL-String analysiert und ausgewertet werden. Sofern Annahmen an das derzeitige Format gemacht werden, kann es bei diesen Tools zu Problemen kommen, die sich ein einem vermeintlichen Abfall der Zugriffszahlen über natürliche Suche bemerkbar machen.
Da Google den Roll Out über seine dezentrale Infrastruktur durchführt, kann es in einer Übergangszeit dazu kommen, dass sowohl altes als auch neues Format bei einer Website auftreten werden und zu diesem Effekt führen, wenn das Web Analytics Tool darauf nicht vorbereitet ist. Wer jedoch Google Analytics nutzt, braucht sich darüber keine Gedanken machen. Die neuen Referrer-URLs werden auf die GA-Reportings keine Auswirkung haben.
Im Weiteren ist es spannend zu beobachten, wann die ersten Hersteller ihre Produkte dahingehend angepasst haben, dass die jetzt zusätzlichen Informationen (Position, Art des Ergebnisses, in der Beispiel URL oben fett markiert) auch in den Statistiken verwendet werden.
>> Google Analytics Blog
>> Callmetrics Blog
Verfasst von Axel Amthor
am 16. April 2009 unter
Technik

Nicht jeder Besuch einer Website ist erwünscht. Schließlich verfolgen Sie mit Ihrer Website immer auch einen Zweck. Entweder Sie verdienen als Verlag Geld mit Online-Anzeigen oder Sie stellen Ihre Produkte oder Dienstleistungen dar und versuchen, über Ihre Inhalte Kunden anzusprechen. Doch was machen Sie, wenn Browser Geisterbesuche initiieren? Eine Webanalyse sollte eigentlich deutlich machen, wie erfolgreich Ihre Conversion Rate ist. Einen digitalen Strich durch Rechnung macht Ihnen hierbei jedoch der Browser Safari 4, der “virtual Visits” von Websites verursacht. Durch die neue Funktionalität einer “CoverFlow” - artigen Darstellung von Seiten aktualisiert der Safari-Browser automatisiert im Hintergrund die Seiten, die der Onliner kürzlich besucht hat.
Um die für den Safari-Nutzer durchaus praktischen Voransichten der Seiten zu aktualisieren, “besucht” Safari 4 die Webseiten immer mal wieder in unregelmäßigen Abständen, mindestens aber, wenn die CoverFlow-Ansicht der Bookmarks geöffnet wird.
Dies führt zu einer Erhöhung der Bounce Rate und einer Senkung der Conversion Rate. Leider gibt es derzeit keinen vernünftigen Weg, die “Geisterbesuche” des Safari 4 in irgendeiner Weise übersichtlich darzustellen.
Inwieweit dies tatsächlich einen entscheidenden Einfluss auf die Statistik hat, ist angesichts eines Browseranteils von derzeit hierzulande gerade einmal 2 - 3 Prozent Safari-Nutzer noch zu beobachten. Da wiederum nur ein (noch) geringerer Teil auf die neue Version 4 entfällt, ist der Effekt sicherlich vernachlässigbar, sollte aber beobachtet werden.
>> The Data Driving Blog: Safari 4 Beta distorts Web Analytics
>> Formatur: Web-Analytikers Albtraum: Safari 4 Beta
Verfasst von Axel Amthor
am 6. März 2009 unter
Technik
In vielen Kundenprojekten kommt mitunter der Punkt, an dem ein Vertreter des Kunden sinngemäß folgende Frage stellt: “Beeinflusst die Instrumentierung der Seite mit einem Zählmechanismus die Ladezeiten und damit die Usability - und wäre es deshalb nicht besser, darauf zu verzichten?”
Ich fühle mich angesichts dieser Frage immer in meine Abiturzeit zurückversetzt, als wir Heisenbergs Unschärferelation und das wohl umstrittenste Gedankenexperiment der Elementarphysik - Schrödingers Katze - durchnahmen. Denn die vom Kunden gestellte Frage folgt der gleichen “Logik”.
Fangen wir von ganz vorne an, um die Gemeinsamkeit zu zeigen:
1. Ein Betreiber hat eine Website, die er nicht misst. Er hat deswegen keine Erkenntnis über Reichweite, Performance oder Conversion Rates.
2. Es werden Programmzeilen hinzugefügt, damit sie Auswirkungen haben. Der Einbau solcher Messfunktionen wird das Verhalten der Site modifizieren. In welcher Form, ist zunächst nicht relevant.
3. Als Folge erhält der Website-Betreiber nun die in Punkt 1. erwähnten Erkenntnisse etwa zu Reichweite, Performance und Conversion Rates.
Interessant ist hierbei nun die Behauptung, dass eine solche Messung nicht genau sei und das eigentliche - unbekannte - Messergebnis ohne Messung immer besser sei. (Zu diesem Schluss kommt im Übrigen auch die hier im Blog vorgestellte CMS Watch Studie.)
Genau das besagt die Heisenbergsche Unschärferelation: Vereinfacht ausgedrückt, verändert die Messung das Experiment (3. Theorem). Andererseits: Ohne Messung erhält man gar keine Aussage - das ist wiederum die Logik aus Schrödingers Katze, die gleichzeitig tot und lebendig ist.
Ein Dilemma der Web Analytics - gibt es eine pragmatische Lösung?
Natürlich ist das Nicht-Messen keine Alternative zum Messen. Man muss jedoch die “Nebenwirkungen” durch sorgfältige Programmierung überschaubar klein halten und sich über die Tatsache im Klaren sein, dass es tatsächlich zwischen Messung und Realität Abweichungen gibt. Diese Abweichungen können im Übrigen in der Praxis recht gut eingegrenzt und beziffert werden.
Zudem ist nach der Implementierung eines Tools eine Phase notwendig, die wir “Eichung” oder “Validierung” nennen. Dabei konzentriert man sich auf einfache Metriken (z.B. PIs, Visits, Visitors) und versucht diese anhand anderer Messsysteme (Ad Server, …) oder den Backends zu plausibilisieren. Dabei hat sich die Faustregel als hilfreich erwiesen, dass alles unter einer 10%-Abweichung für statistische Aussagen und Bewertungen irrelevant ist. Oder wie Avinash Kaushik in einem seiner Vorträge einmal gesagt hat:
Reporting = the art of finding 3 errors in a thousand rows
Analysis = the art of knowing 3 errors in a thousand are irrelevant
Or: the evolution of Reporting Squirrels into Analysis Ninjas
Bleibt die Frage: Reporten Sie noch oder analysieren Sie schon?
Die Einführung von Web Analytics Lösungen in Unternehmen ist eine interdisziplinäre Aufgabe zwischen Marketing/Vertrieb, IT Abteilung und Web Verantwortlichen. Die Vielzahl der Projekte, deren Komplexitätsgrad sowie die Änderungshäufigkeit zwingen dabei immer zu methodengestützten Arbeiten bei der Erfassung und Strukturierung der Anforderungen an ein Web Analytics System. Damit wir Sie erfolgreich dabei unterstützen können, haben wir unsere Berater in methodischem Requirements Engineering und Management geschult und zertifizieren lassen (REQB® Certfied Requierements Engineer), damit Sie gewohnte Qualität von uns erhalten.
Demnächst werden wir ein System zur Software-gestützten Erfassung von Anforderungen aufsetzen und einführen. Dadurch können Sie die betriebswirtschaftlichen, technischen und nicht-funktionalen Anforderungen systematisch erfassen und nachvollziehbar speichern. Langfristig garantiert diese methoden- und toolgestützte Vorgehensweise den Support der von uns entworfenen Lösungen ebenso wie das Change Management über einen langen Zeitraum.
Unseren Kunden und Partnern ermöglichen wir künftig den Web-Zugang zu dem System, sodass eine direkte Kollaboration aller Projektbeteiligten innerhalb eines zentralen Repositories auch von unterschiedlichen Standorten aus möglich wird. Dass hierbei auch eine Systemprotokollierung und reversible Versionierung aller Elemente für eine lückenlose Nachvollziehbarkeit gegeben ist, ist fast schon selbstverständlich.
Neben einer Erhöhung der Effizienz aller Projektbeteiligten wird durch diese Vorgehensweise bei der Erarbeitung der Anforderung und der Erstellung der notwendigen Konzepte eine sichtbare qualitative Verbesserung der Projektergebnisse erreicht. Eines der Probleme von Web Analytics Lösungen - die langfristige Nachvollziehbarkeit von Änderungen und Anpassungen - kann auf diese Weise ebenfalls für unsere Kunden direkt gelöst werden. So ist es nicht erforderlich, dass Kunden versuchen über eigene Excel - Listen ihre betriebswirtschaftlichen und technischen Anforderungen aktuell zu halten. Statt dessen werden die Anforderungen und deren Änderungen - auch losgelöst von uns - direkt ins Kundenrepository eingepflegt und können in austauschbaren Formaten (MS Office, PDF) weiter kommuniziert werden.
Wir möchten uns für ein erfolgreiches vergangenes Jahr 2008 bei allen unseren Kunden und Geschäftspartnern bedanken.
Allen Freunden, Partnern, Kunden, Bloggern und Kommentatoren wünschen wir stille und geruhsame Festtage, einen Guten Rutsch sowie Glück und Gesundheit in 2009.
Euer contentmetrics Team.
-
Wenn wir als Webanalyse-Unternehmen einen Wunsch frei hätten, dann wäre es doch ein faszinierender Gedanke, wenn man mit einem einzigen universellen Tag alle Tools der Web-Analytics Welt einheitlich bedienen könnte. Man müsste nur ein einziges Mal den Code erstellen und könnte beliebig die Hersteller wechseln, ohne erneut alle Seiten wieder anfassen zu müssen. Kunden fragen uns in der Tat immer mal wieder nach einer solchen Technologie. Allerdings haben die Hersteller leider aus technischen und lizenzrechtlichen Gründen einiges dagegen einzuwenden und wehren sich dagegen, dass alles simpel austauschbar wird. Im Blogbeaks Blog werden alle Argumente einer solchen Idee ausgetauscht.
Meiner Meinung nach besteht ein Weg zu diesem Ziel in der Erstellung eines Wrappers oder einer generischen API, der bzw. die die Spezifka der Hersteller-Scripts kapselt und diese an einer “neutralen” Schnittstelle anbietet. Bislang sind die Tools jedoch noch sehr unterschiedlich, was die Art des Taggings sowie Zahl und Form der Parameter betrifft. Darüber hinaus werden spezifische Codesnippets bereitgestellt, die allen möglichen Sinn und Unsinn im Client veranstalten, um Informationen zu generieren und zu speichern. Immerhin hat Stephane Hamel ein Tool namens WASP entwickelt, welches schon einmal über 70 Trackingtools in Websites erkennen und anzeigen kann.
Ich würde mir ein solches Tool als Open-Source-Software wünschen, damit eine unabhängige Lösung ermöglicht wird. Vielleicht sollten wir dazu pragmatischerweise ein Projekt in Sourceforge (oder freshmeat, savannah, gna!, google code, …) aufmachen und schauen, wer sich (mit uns) an eine solche Entwicklung herantraut. Wer macht den Anfang?
Verfasst von Frank Raether
am 17. November 2008 unter
Technik
IP Adressen sind persönliche - und damit schützenswerte - Daten und dürfen nicht gespeichert oder erhoben werden.
Allenthalben werden die neuesten Urteile und Regelungen des Datenschutzes in Verbindung mit der IP Adresse als das große Problem für Web Analyse und Benutzungsstatistiken angesehen.
Um diesem Unsinn einmal technisch entgegenzuhalten: die IP Adresse eines Anwenders ist in der modernen Web Analyse als “volatiles Datum” völlig irrelevant. Begründung: moderne DSL oder ISDN Router sind default-mässig auf eine Idle Time von 5 bis 10 Minuten eingestellt. Heißt: nach 5 bis 10 Minuten Inaktivität wird die Verbindung unterbrochen und bei Bedarf neu “eingwählt”. In 90% der Fälle wird der Anwender bei der erneuten “Einwahl” seines DSL “Modems” eine neue IP Adresse aus dem Pool des Providers zugewiesen bekommen. Analysen zeigen, das pro Session (!) teilweise bis zu zehn IP Adressen pro Anwender vergeben werden. Das Erkennen und matchen von Benutzeraktivitäten über IP Adressen ist deshalb mit erheblichem Speicher- und Rechenaufwand verbunden, der vermieden wird, weil es viel einfachere Methoden der Zuordnung gibt. Eine Langfristbeobachtung von Anwendern über IP Adressen ist für einen Website Betreiber technisch völlig unmöglich.
Wenn nun also die IP Adresse als “persönliches Datum” nicht mehr gespeichert und ausgewertet werden darf - prima, die hat uns in der Vergangenheit sowiso nicht interessiert …
Oder, um das mal etwas schärfer zu formulieren: Sollen sich die Datenschützer doch mit IP Adressen von Anwendern gesetzgeberisch herumschlagen - dass hält sie dann von anderen dummen Ideen ab und verschafft Freiraum.
Warum das Messen von Klicks per Redirect nicht funktionieren kann…
Im Kontext eines Kundenprojektes wurden wir mit Abweichungen bei der Klickmessung per JavaScript und “onClick”-Handler sowie der kundenseitig aufgebauten Messung per Redirect-Seite hingewiesen.
Mit einigem Nachdenken und einer simplen Gegenprobe wurde die ganze Tragweite der Fehlmessung deutlich: Die Links mit der Redirect-Seite wurden brav von Google inidziert und in erheblichem Umfang auch auf andere Seiten (in Foren etc.) kopiert. Alle diese Klicks wurden natürlich durch den Redirect mitgezählt, nicht jedoch durch das Trackingtool in der Ursprungsseite.
Fazit: Nicht nur die Frage einer potentiellen Fehlmessung konnte geklärt werden, sondern dem Kunden wurde klar, dass seine historischen Statistiken auf Basis der Redirect-Messung äusserst fragwürdig geworden sind.
« neuere Beiträge