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Auch dieses Jahr lud “ex Omniture” nach London zu seinem Adobe Summit 2011. Die Veranstaltung sprengt langsam die Kapazitäten des Hilton Metropole, des angeblich zweitgrößten Hotels in London, denn mehr als 1.300 Teilnehmer hatten sich angemeldet.
Kurz die Fakten in Übersicht:
- Mehr als 1.300 Teilnehmer - 95% aus UK, die restlichen 5% aus den anderen europäischen Ländern u.a. Deutschland
- 30 sogenannte Breakout Track & Sessions, 20 Case Studies sowie diverse Keynotes
Die Kern-Themen:
- Social Media Tracking mit Schwerpunkt auf Facebook
- Mobile Analytics
- Conversion Optimierung
- Online Analytics
- und natürlich alle Produkthighlights
Bei den Themen gab es nun wirklich keine Überraschung. Social Media und Mobile stellen derzeitig auf jeden Event ein Muss dar.
Neuankündigungen (Pressemeldung Adobe):
Meine Produkthighlights:
- SiteCatalyst Version v15
Version 15 ist mit deutlich besserer Menüführung und mit deutlich verbessertem Interface-Design versehen als alle Vorgänger und das, obwohl SiteCatalyst mit vielen neuen bzw. zum Teil früher optionalen Leistungsmerkmalen daherkommt. Deutlich wurden im Bereich der Korrelationen und Segmentbildung die Möglichkeiten aufgestockt. Viele Änderungen sind für die Kunden nicht sichtbar aber wir hoffen, in der Performance spürbar, da die gesamte Datenbankarchitektur neu entwickelt worden ist. Für Neukunden wird diese Version in Kürze verfügbar sein. Bestandskunden werden laut Adobe aktiv angesprochen, um hier eine bestmögliche Migration zu gewährleisten.
Ersetzt SiteCatalst v15 mit den vielen neuen Leistungsmerkmalen Discover? Nein, für viele Adhoc-Analysen wird Discover weiterhin die erste Wahl bleiben.
- Adobe CQ5
Ein kurzer Ausblick wurde auf das CMS-Systems von Adobe (vormals Day) gezeigt. Beeindruckend war der vorgestellte Showcase mit integrierten Test&Target sowie Adobe Scene7. Ohne zukünftig die IT einzuschalten, soll es möglich sein, multivariate Tests und Targeting über die CMS-Oberfläche im WYSIWYG-Verfahren einzurichten. Die sogenannten MBoxen werden per drag&drop platziert, die Inhalts-Varianten aus Scene7 ausgewählt und die Regeln (Offers) in Test&Target hinterlegt.
Natürlich ist auch SiteCatalyst menügeführt in CQ5 integrierbar. Wobei seitenspezifische Informationen optional auch ohne JavaScript erfasst werden können.
Resümee der Veranstaltung und Inhalte:
Zuerst ein Lob an Adobe, die Veranstaltung war gut organisiert und ließ neben den vielen Sessions Zeit zum Networking. Insgesamt also eine gelungene Veranstaltung, nicht zuletzt auch wegen der Abendveranstaltung mit guter Live-Musik.
Die Themen und Inhalte der Sessions und Keynotes haben aus meiner Sicht nichts elementar Neues gebracht, das hat aber sicherlich auch keiner erwartet. Die Keynote-Sprechern waren gut ausgewählt und hier gab es wirklich hervorragende, unterhaltsame Sprecher. Hervorheben möchte ich Brian Solis, Social Media Guru, und Brett Error von Adobe, seines Zeichen CTO. Brian Solis hatte über Social Media referiert und konnte die Leute in seinen Bann ziehen. Seine Kernaussage war simpel und nicht wirklich überraschend - der Mensch muss in den Mittelpunkt gestellt werden. Während Brett Error schlichtweg der Entertainer im Adobe Team ist, der auch über ein gerüttelt Maß an Selbsironie verfügt. Sehr publikumswirksam seine Videoumfrage in London zum Thema Internet.
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Adobe entwickelt sich zum Lösungsanbieter
Letztendlich gewinnt Adobe und die Aqkuisition von Omniture allmählich mehr Profil - Es ist nunmehr nicht mehr nur eine Anhäufung von lose gekoppelten Tools, sondern das Gebilde entwickelt sich zu einer integrierten digitalen Lösung für Media und Marketing.
Vom 5. bis 6. April fand die eMetrics Marketing Optimization Summit parallel zur SMX in München statt - der deutsche Fachkongress für Web-Analytics.
Die Stimmungslage
Man hatte dieses Jahr durchaus den Eindruck, dass es der Branche nach zwei harten Jahren wieder besser geht. Die “gefühlte Anzahl” an Besuchern war deutlich höher als im letzten Jahr und auch bei den Ausstellern hat man mehr Menschen mit fröhlicheren Gesichtern gesehen. Dies kann natürlich auch zum Teil auf die neue Location zurückzuführen sein, aber die “gefühlte Stimmungslage” war alles in allem gut bis sehr gut.
Die eMetrics wächst
Die eMetrics gewinnt Jahr für Jahr mehr Teilnehmer! Leider nicht im gleichen Verhältnis wie die SMX und so kamen auf 4 SMX-Teilnehmer gerade mal ein Web-Analyst - Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
Die neue Location, Hilton Munich Park Hotel, hat der Veranstaltung mit knapp 1.000 Teilnehmer insgesamt gut getan hat. So waren diesmal alle Sponsoren auf einer Ebene in zwei Räumen verteilt und die Teilnehmer konnten sich schnell eine Übersicht über die Aussteller verschaffen.
Vielen Dank an dieser Stelle auch allen Besuchern an unserem Stand und viel Spaß beim Lesen all den Gewinnern unseres Buches.
Die Vorträge
Wie im jedem Jahr gab es gute und weniger gute Vorträge. Manchem der zahllosen Kundenbeiträge hat man leider die vielen internen Korrekturen angemerkt, und so sind die wirklich spannenden und nutzbringenden Informationen oft einer übertriebenen “Geheimhaltung” zum Opfer gefallen. Was blieb waren Plattitüden und Nichtigkeiten. Hier unterscheiden wir Deutsche uns wohl deutlich von den Amerikanern, so mir immer von Rising Media erzählt wird. Dort werden die Herausforderungen klarer kommuniziert und man hat Interesse die Meinungen anderer zu hören, ohne die allzu deutsche Phobie, dem vermeintlichen Mitbewerber gerade wichtige Informationen zugespielt zu haben.
Datenschutz - ab dem 25. Mai tritt die EU Richtlinie in Kraft
Datenschutz ist nach wie vor ein großes Thema und die letzte Veranstaltung am letzten Tag war entsprechend gut besucht. Martin Schirmbacher, Fachanwalt für IT-Recht der Kanzlei HÄRTING Rechtsanwälte und Kirsten Bock, Leiterin Referat EuroPriSe - Europäisches Datenschutz Gütesiegel beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) waren die Referenten.
Nachdem beide Ihren Vortrag mit durchaus unterschiedlichen Betrachtungsweisen zu dem Thema vorgetragen hatten, startete eine - aus meiner Sicht - viel zu kurze Diskussion.
Die Vorträge und Diskussion kann man auf folgende Kernthemen zusammenfassen:
- Ist eine IP-Adresse ein persönliches Datum?
- Verwendung von Cookies in der Online Werbung
- Opt-out Möglichkeit beim Messen der Besucher
- Auftragsdatenverarbeitung
- Abmahnung wegen Nichteinhaltung der EU-Richtlinie
Neue Erkenntnisse gab es eigentlich nicht. Die Fronten sind klar abgesteckt und Lösungsvorschläge, wie ich z. B. einem anonymen Besucher ein Opt-Out anbieten soll, wenn ich doch nicht wissen darf wer er ist und er keine Cookies akzeptiert, gab es auch nicht. Hier sieht sich der Datenschutz allerdings auch nicht in der Pflicht Vorschläge zu unterbreiten.
Des Weiteren verwies Frau Bock darauf das die EU Richtlinie 2009/136/EG am 25. Mai 2011 auch für Deutschland in Kraft tritt und ggfs. Unternehmen, die nicht Datenschutzkonform Web-Analytics betreiben, abgemahnt werden. Hier waren unter anderem Herr Martin Schirmbacher und Christian Bennefeld, Geschäftsführer etracker GmbH, ganz anderer Meinung, da es sich aus Ihrer Sicht um eine Europäische Richtlinie handelt und nicht um ein nationales Gesetz.
Interessant in diesem Zusammenhang war auch die Podiumsdiskussion “Die Zukunft der Web-Analyse” am Dienstag Abend. Obwohl thematisch anders angelegt, driftete auch hier die Diskussion innerhalb kurzer Zeit in Richtung Datenschutz. Die einhellige Meinung des Podiums war, dass der Datenschutz in Deutschland sich in einer verhärteten Position auf nicht wirklich relevante Themen konzentriert und die Ansätze der Wirtschaft, hier offene Gespräche und Lösungen im Ausgleich der verschiedenen Interessen zu suchen, bisher aus nicht erklärlichen Gründen verweigert. Obwohl, wie Jos Meijerhof von Google und Oliver von Wersch, AGOF u.A., berichteten, man in Gesprächen sei, so scheiterten diese doch immer wieder an unhaltbaren Maximalforderungen der Datenschützer und deren mitunter nicht ausreichendem technischen Verständnis für die Vorgänge im Online-Marketing. Die allgemeine Forderung lautete denn auch, dass die Branchenverbände Bitkom, BVDW, AGOF, OVK, IAB etc. endlich mit zielgerichteter Lobbyarbeit beginnen um diesen unhaltbaren Zuständen in einer Branche, die mittlerweile genauso viele Beschäftigte hat wie die Automobilindustrie, ein Ende zu setzen.
Letztendlich muss ich leider sagen, dass die Diskussionen nur die verhärteten Fronten aufgezeigt haben, aber keine praktikablen Lösungswege. Für den Site-Betreiber wächst in zunehmenden Maße die Rechtsunsicherheit und es entsteht der Eindruck, dass dies durchaus von den Datenschützern gewollt ist, um weiterhin auf technisch niedrigem Niveau polemisieren zu können.
Völlig unklar ist also weiterhin, was am 25.5 wirklich passieren soll:
- Alle Cookies abschalten und nur noch per Opt-In zulassen? Adé eCommerce und Online Marketing ….
- Web Analytics abschalten und nur noch per Opt-In messen? Adé Shop Controlling …
- Alles so lassen wie es ist? Ich gehe davon aus das man sich ein prominentes Opfer für eine Abmahnung suchen wird …
eMetrics 2012 mit neuem Konzept?
Eine Frage die wir uns schon länger stellen, lautet “passen SMX und eMetrics überhaupt zusammen?”. Für einen SMXler liefern die Web Analysten die Kenndaten anhand deren er Strategien entwickelt und optimiert. Für die Web Analysten ist der Bereich Suchmaschinen nur ein Kanal von vielen Online-Kanälen. Aus meiner Sicht haben beide Gruppen nicht wirklich viele Gemeinsamkeiten (sieht man mal von den Kunden ab). Umso spannender fand ich den Vorschlag von Matthew Finlay, Rising Media Ltd. - dem Veranstalter der eMetrics, zukünftig die eMetrics mit der Predictive Analytics World zusammen in Deutschland zu veranstalten.
Predictive Analytics World ist das Business-Event für Experten im Bereich Predictive Analytics, strategische Entscheider und kommerzielle Anwender
Die SMX ist groß genug um eigenständig weiter zu leben. Die eMetrics und Predictive Analytics World können sich durch ähnliche Aufgaben gegenseitig befruchten.
Also, man sieht sich auf der dann hoffentlich mit neuem Konzept startenden eMetrics am 27.- und 28. März 2012 in München.
Same procedure as every year - auch in diesem Jahr treffen sich die Web Analytiker und Interessierte auf der eMetrics - dem Fachkongress für Web Analytics, vom 5. bis 6. April in München - und contentmetrics ist als Sponsor wieder vertreten. Diesmal in einer neuen Location - dem Hilton Munich Park Hotel. Rising Media organisiert wie gewohnt parallel zwei Konferenzen (eMetrics und SMX (Suchmaschinenmarkting)) und bietet dem Fachpublikum die Möglichkeit spannende Vorträge zu erleben und den Austausch mit Gleichgesinnten zu suchen.
Das eMetrics-Programm ist gewohnt abwechslungsreich und spricht damit sowohl Einsteiger als auch Web-Analytics-Profis an:
Das Basispanel beschäftigt sich mit der Frage nach den richtigen KPIs und der Integration der Web Analytics in die Unternehmenskultur und bietet damit erste Grundlagen für einen erfolgreichen Start in diesem Sektor. Interessante Details aus der täglichen Anwendung und spezielle Lösungsansätze präsentieren Referenten aus verschiedenen namhaften Unternehmen. Hier werden vor allem Analytics-Profis angesprochen, die sich vielleicht mit ähnlichen Fragestellungen beschäftigen und Lösungsansätze oder Anregungen suchen.
Natürlich dürfen auch die beliebten Keynote-Präsentationen von Jim Sterne und Diskussionsrunden z.B. zur Zukunft der Web Analytics oder zum Thema Datenschutz im Online Marketing nicht fehlen.
contentmetrics ist auch 2011 wieder im Fachbeirat der eMetrics vertreten und unterstützt die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung.
Sparen Sie 15%
Mit unserem Discount Code (SMART011) erhalten Sie 15% Rabatt auf einen Ein- oder Zwei-Tages-Pass sowie auf den Kombipass. Geben Sie den Code direkt bei der Anmeldung ein uns profitieren Sie von vergünstigten Eintrittspreisen.
Treffen Sie uns am Stand Nr. 25
Wir - Melanie Schmid, Axel Amthor und Thomas Brommund - freuen uns, Sie an unserem Stand Nummer 25 zu treffen.
advertzoom Live-Präsentation
Die integrierte Lösung advertzoom von contentmetrics für effiziente Online-Kampagnen-Planung und -Steuerung mit Echtzeit-Anbindung an die führenden Web-Analytics-Tools werden wir an unserem Stand Live präsentieren.
advertzoom ist das fehlende Bindeglied zwischen der Web Analytics und dem Online Marketing und minimiert den administrativen Aufwand auf das Nötigste, um Freiräume für konzeptionelle und wertschöpfende Tätigkeiten zu schaffen. Durch zentrale Ablage aller Ressourcen (Werbemittel, Kampagnendaten, Partner wie Affiliate-Netzwerke) hat das Team und Ihre Abteilung immer den aktuellen Stand und kann Informationen über die advertzoom-Plattform austauschen. Ein integriertes Workflow-System hilft Ihnen, Prozesse in verteilten Umgebungen mit unterschiedlichen Rollen zu definieren und führt zu nachvollziehbaren Ergebnissen. Die Kampagnen-KPIs werden direkt aus dem angebundenen Web-Analytics-Tool übernommen. advertzoom bietet somit jederzeit einen Überblick über die Budgets, Kosten und Erfolge der Online-Kampagnen.
Tägliche Verlosung des Buches “Mehr Erfolg durch Web Analytics”
Täglich verlosen wir bis zu 5 Bücher “Mehr Erfolg durch Web Analytics - Ein Leitfaden für Marketer und Entscheider”. Die Verlosung findet jeweils in der Kaffeepause am Nachmittag zwischen 15:45 und 16:00 Uhr statt.
Termine vereinbaren
Gerne vereinbaren wir auch persönliche Termine - sprechen Sie uns an (089 / 219 65 15 - 0 oder info@contentmetrics.de).
Heute möchte ich auf eine Umfrage der Uni Freiburg hinweisen und Sie bitten an dem Projekt mitzumachen - http://www.onlineumfragen.com/login.cfm?umfrage=23375
Dieser Online-Fragebogen wird vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Andreas Meier) der Universität Fribourg (Schweiz) durchgeführt und ist Gegenstand eines Forschungsprojektes zu Web Analytics.
Die Umfrage dient ausschliesslich zu wissenschaftlichen Zwecken.
Die Daten des Online-Fragebogens werden völlig anonym erfasst, ausgewertet und vertraulich behandelt. Es werden keine persönlichen Angaben (d.h. keine Namen oder E-Mail-, Post- und Internet-Adressen) zur Person oder zum Unternehmen abgefragt, sondern lediglich Fragen betreffend den Einsatz von Web Analytics.
Profitieren auch Sie von den Resultaten und den abgeleiteten Handlungsempfehlungen dieser Studie. Die Untersuchungsergebnisse werden Ihnen zur Verfügung gestellt. Die Resultate werden Aufschluss geben, wie Firmen oder Ihre Kunden Web Analytics einsetzen und wie Sie Web Analytics erfolgreich gestalten können.
Der Fragebogen beinhaltet 16 Fragen und die Beantwortung dauert höchstens 15 Minuten. Bitte nehmen Sie sich die Zeit und beantworten Sie die Fragen (bis spätestens 31. März 2011).
Falls Sie an mehreren Web Analytics-Projekten beteiligt waren, beantworten Sie die Fragen bitte aus der Sicht eines repräsentativen Projektes.
Für Rückfragen und Anmerkungen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
Information Systems Research Group
Departement für Informatik
Universität Freiburg
Bd. de Pérolles 90
1700 Fribourg
Schweiz
Telefon: +41 78 870 95 55
Efficient Frontier hat die Ergebnisse einer Forrester Research Auftragsstudie aus dem September 2010 vorgestellt und die Herausforderungen untersucht, mit denen große Online-Werbetreibende sich derzeit bei der gemeinsamen Verwaltung ihrer Suchmaschinen- und Displaykampagnen auseinandersetzen müssen.
Ziel der Studie war ein verbessertes Verständnis, wie Werbetreibende ihre Online-Kampagnen integrieren, und eine Untersuchung der Hindernisse, die eine optimierte Verteilung von Budgets auf die verschiedenen Kanäle u.U. verhindern. Die Forrester-Studie basiert auf der Befragung von mehr als 150 werbetreibenden Unternehmen in USA - Ist aber nach unserer Meinung 1:1 auf deutsche Verhältnisse übertragbar.
Wichtige Erkenntnisse der Studie hinsichtlich der Toolnutzung:

Vermarkter nutzen derzeit kaum oder nur rudimentäre “Verfahren” zur Kanal-Integration.
- Der Studie nach verwenden ca. 60% der Befragten Excel-Makros zur Nachverfolgung und Integration ihrer Kampagnen – was beweist, dass selbst die anspruchsvollsten Werbetreibenden noch keine fortschrittlichen Optimierungstechniken zur Verbesserung ihrer Kampagnen in ihren Unternehmen etabliert haben!
- Die Mehrheit der Befragten gab an, dass ihre derzeit eingesetzten Tools zur Messung und Verwaltung kanalübergreifender Prozesse die Erwartungen nicht erfüllen. Nur fünf Prozent der Studienteilnehmer waren zufrieden mit ihren bestehenden Tools zur gemeinsamen Verwaltung von Display- und Suchmaschinen-Kampagnen.
Forrester definiert die wichtigsten Kenntnisse wie folgt:
Key Findings
Forrester’s study revealed the following primary conclusions:
- Search and display are interactive marketing cornerstones. More than half of the interactive marketers surveyed have three‐plus years experience with search and display. More than one‐quarter of respondents spend 50% or more of their advertising budgets to run complex search or display media campaigns.
- Respondents rely on spreadsheets for channel integration. Despite executing large, complex campaigns — ones that leverage more than 10,000 search keywords or audience targeting — most respondents use spreadsheets, rather than a dedicated marketing platform to manage display and paid search advertising campaigns together.
- Current tools don’t meet marketer needs. With most marketers force‐fitting spreadsheets to their needs, it is no surprise that only 5% of survey respondents report being very satisfied with their existing tools for managing display and paid search advertising campaigns together.
- Marketers struggle to measure combined search and display results. Difficulty measuring the combined results of search and display media is the biggest barrier to integration of display and paid search programs.
- An ad management platform would help overcome integration challenges. Respondents believe that a single ad management platform would facilitate measurement and streamline campaign processes to create internal efficiencies and improve results.
Nach Aussagen der Werbetreibenden besteht das größte Hindernis bei der Integration in der Definition aussagekräftiger Messungen. Die Unternehmen wissen nicht, wie sie den Kampagnen-Erfolg systematisch messen und optimieren können und sehen Bedarf für eine ganzheitliche Management-Plattform, die ihnen hilft, den Kampagnen-Messprozess zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Und das obwohl bei allen befragten Unternehmen Web-Analytics-Systeme zum Einsatz kamen. Es herrscht offenbar ein unüberwindlicher Medienbruch zwischen Planung (Soll) und Messergebnis (Ist).
Wie sollte daher nach Meinung dieser Unternehmen eine ganzheitliche Kampagnenmanagement-Plattform aussehen? Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen:
- Idealerweise verwaltet dieses Tools alle Arten von Online-Kampagnen, wie z.B. SEM, Display, E-Mail, Social Media, um nur die wichtigsten zu nennen.
- Das ideale Werkzug bietet gleichzeitig die Möglichkeit, die in Fremdsystemen gespeicherten Erfolgskennzahlen als solche zu identifizieren und an zentraler Stelle zu aggregieren (Web-Analytics-System, CRM, Order-Management und Warenwirtschaftssystem).
advertzoom - eine contentmetrics Entwicklung
Die in der Forrester-Studie aufgezeigten Erfahrungen amerikanischer Unternehmen decken sich mit den Erfahrungen, die wir in unseren Web-Analytics-Projekten in Deutschland und Europa tagtäglich machen:
- Maßnahmenplanung in Form bunter Excel-Tabellen - für Budgets von bis zu 45 Mio. € Adspendings.
- Klassifizierungen der Display- und Landingpage-URLs per Excel-Tabellen. Als “Vorteil” muss man hier bereits ansehen, wenn unterschiedliche Abteilungen eines werbetreibenden Unternehmens die gleichen Formate und Datenquellen benutzen - und stellt fest dass 500.000 Datensätze keine Seltenheit sind und Microsoft Office damit überfordert ist
- Wiederverwendbarkeit, Workflow-Management und definierte Prozesse sucht man meist völlig vergeblich.
contentmetrics hat vor diesem Hintergrund bereits im letzten Jahr mit der Entwicklung von advertzoom als zentrales Online-Marketing-Ressource-Center und Planungstool begonnen. Die Entwicklung einer ersten Version ist abgeschlossen und mit den ersten Kunden werden wir in den nächsten Tagen in den operativen Betrieb übergehen.
advertzoom ist ein Kampagnenplanungs- und Management Tool mit Schnittstellen zu den führenden Web-Analytics-Lösungen, um die Erfolgskennzahlen der Kampagnen automatisch in das Planungstool überführen zu können um somit eine crossmediale Planung und Erfolgsmessung zu realisieren.
Die komplette Studie kann bei Efficient Frontier kostenlos bezogen werden.
Sehr geehrter Herr Caspar,
ist Ihr derzeitiges Vorgehen in Bezug auf die Speicherung und Verarbeitung von IP Adressen in der Web-Analytics nun Inkompetenz oder Absicht, um den Datenschutz mehr ins Rampenlicht zu setzen?
Ihre fachlich unhaltbaren und juristisch nicht zu Klärung beitragenden jüngsten Äußerungen in der Presse sind mittlerweile nicht mehr hinnehmbar.
Zu diesen Äußerungen in Bezug auf Web Analytics Anbieter im allgemeinen und Google Analytics im Speziellen ist fachlich folgendes anzumerken:
- Kein Mensch betreibt ernsthaft Einzelbenutzertracking auf Basis von IP-Adressen. Diese sind viel zu volatil als dass sie dafür tatsächlich taugen würden. Ihre Schattengefechte gegen das Abspeichern oder Verarbeiten derselben sind in der Branche eine Lachnummer, weil das Thema verfehlt wird.
- Tatsächliche Verstöße gegen den Datenschutz beim Einsatz von 3rd-Party-Cookies werden von Ihnen und Ihren Kollegen derzeit weder erkannt, verstanden noch als Verstoß reklamiert.
- Ihre populistische Forderung zur generellen Abschaffung von Cookies ist ungefähr so realistisch wie die Abschaffung jeglichen Geldbesitzes zur Vermeidung von Diebstählen.
Um eines von vornherein klar zustellen: Was gesetzlich Verboten ist, gehört auch gesetzlich verfolgt und geahndet. Aber die Lebenserfahrung zeigt auch, das Gesetze keine Straftaten verhindern, sonst gäbe es keine Einbrüche und keine Gewalttaten mehr.
Der missbräuchliche Einsatz von Technologien zur Übervorteilung von Anwendern oder zum Betrug kann durch Gesetze nicht verhindert werden. Zu verbieten, dass IP-Adressen gespeichert werden, ist dem Ziel, die Verstöße nachverfolgbar zu machen und zu ahnden weder förderlich noch trägt er zu irgendetwas in diesem Zusammenhang bei - Stichwort Vorratsdatenspeicherung.
Alle Anbieter von Trackingsystemen haben ein höchstes Maß an Interesse daran, den jeweiligen nationalen Bestimmungen des Datenschutzes Folge zu leisten, schließlich handelt es sich um Unternehmen die im Rahmen der Gesetzgebung operieren wollen und müssen.
Diesen permanent und mit fachlich zweifelhaften bis lächerlichen Argumentationen unlautere Absichten zu unterstellen, schadet nicht zuletzt dem Ansehen des Datenschutzes selbst.
Der Grund, weshalb sich die Anbieter gegen Ihre Forderungen wehren, liegt deshalb auch nicht in dem Bedürfnis nach der IP-Adresse begründet, sondern in dem Umstand, das es technisch eine Herausforderung ist, auf einen Brief von Herrn Johannes Caspar zu antworten, ohne den Absender zu kennen (mithin, die Rückantwort-Adresse ist notwendiger Bestandteil der Rechner-zu Rechner-Kommunikation und kann nicht einfach weggeworfen werden - dann bekommt der Anwender nämlich die angeforderte Seite nicht zu sehen. Sicherlich das höchste Maß an Datenschutz: die Verhinderung jeglichen Datenaustausches, siehe oben.)
Die berechtigten Interessen der Anwender, vor individueller “Ausspionierung” und dem Missbrauch der persönlichen Daten geschützt zu werden, zu vertreten und diese in die Rechtsprechung einfließen zu lassen sowie Verstöße dagegen zu ahnden ist das Ziel des Datenschutzes in Deutschland und international.
Diesem Ziel gerecht zu werden ist auch das Interesse der Medienwirtschaft in Deutschland. In dieser Branche, die im übrigen unter der Überschrift “Dienstleistung” subsumiert wird und nach den jüngsten statistischen Aussagen erheblich zum Wirtschaftswachstum der letzten Monate beigetragen hat, arbeiten in Deutschland fast doppelt so viele Menschen wie in des Deutschen Lieblingsbranche Automobil. Leider sind die Unternehmen in den neuen Technologien und der Medienwirtschaft eher als “kleine Mittelständler” mit im Mittel weniger als 100 Arbeitnehmer zu verzeichnen, was ihnen per se nicht die Lobby gibt wie z.B. Unternehmen in der Automobilbranche oder der Energiewirtschaft. Hier sind Verbände wie BVDW, Bitkom und eco gefragt.
Aber, Herr Caspar, wollen Sie allen diesen Menschen in dieser Wirtschaft grundlegend unlautere Absichten unterstellen, nur weil sie auf den Webseiten ihrer Auftraggeber Cookies implementieren, für Reichweitenstatistiken sorgen oder Besucherströme analysieren? Wollen Sie ernsthaft verbieten, dass Anwender auf ihre Bedürfnisse optimierte Websites angeboten bekommen? Wollen Sie sich generell gegen den Einsatz von neuen Technologien, die dieses Land so dringend benötigt, sperren oder gar diese per Gesetz unterbinden? Wollen Sie z.B. einer Presse, die sich in der Transitionsphase von Print- nach Online-Inhalten befindet, die notwendigen Einnahmequellen durch gezielte Werbung entziehen?
Wenn dem nicht so ist, was soll dann dieser fachlich nicht haltbare Scharmützel mit Google und anderen Anbietern wegen IP-Adressen, die in der Praxis sowieso niemanden interessieren? Sie laufen Gefahr sich mit ihren obstrusen Anforderungen an den von Ihnen vertretenen Schutz von vermeintlich persönlichen Daten auf einen Nebenkriegsschauplatz zu begeben und die wirklichen Herausforderungen in diesem Bereich völlig aus dem Blickfeld zu verlieren.
Um es noch einmal deutlich und klar zu sagen:
Für die Erfassung und Speicherung eines detaillierten Profils eines Anwenders über mehrere Websites und über einen längeren Zeitraum und inklusive soziodemografischer Daten bis hin zu Namen und Geburtsdatum, ist die IP-Adresse nicht nur nicht notwendig, sondern untauglich. Und es gibt seit Jahren bereits andere technische Möglichkeiten wie Cookies. Auch dazu gibt es weitreichende technische Dokumentationen und Fachbeiträge. Zugegeben, die sind meist alle in Englisch und setzen zu ihrem Verständnis fundierte Kenntnisse voraus.
Die vielfach herausgestellte theoretische Möglichkeit der Herstellung einer Verbindung zwischen der Person des Anschlussinhabers und dem gespeicherten Profil über die Daten des Providers ist in der Praxis weder jemals vorgekommen noch ist diese Vorgehensweise für irgendeinen Anbieter praktikabel. Sie ist auch völlig praxisfern, da es viel einfachere Wege gibt, zum gleichen Endergebnis zu gelangen. Diese Lösungen sind organisatorisch wesentlich simpler, allerdings technisch deutlich komplexer.
Verbieten Sie das Speichern der IP-Adressen und Sie werden der Sache des Datenschutzes einen Bärendienst erweisen und vermutlich nicht mal einen Pyrrhus-Sieg erreicht haben. Ich sage damit nicht, dass man IP-Adressen nun ungehindert Speichern oder Verarbeiten lassen sollte, nur ist es definitiv nicht der zentrale Punkt, sondern ein beliebig nebensächliches Detail.
Aber zugegeben, es ist sehr populistisch und einfach weil monokausal - so etwas versteht Jeder und die Presse liebt es.
Die wirklichen Aufgaben des Datenschutzes, die einer Betrachtung wert sind, wären aus unserer Sicht:
- Clusterung von Opt-In Emails und deren Verkauf für unlautere Werbezwecke
- Site-übergreifendes Erfassen des Besucher-Kauf-Verhaltens
- Unlautere Nutzung der von Anwendern in sozialen Netzwerken freiwillig bereitgestellten Informationen zu Werbezwecken.
- Nutzung von Kaufinformationen zum sog. Retargeting oder Remarketing
- Jugendschutz und Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten im Internet und damit einhergehend Ahndung der Verstöße anstatt “Nicht-Sichtbar-Machung” der Verstöße.
- u.v.m.
Hier gibt es viele offene Fragen und Diskussionspunkte, die heute noch gar nicht angegangen worden sind und wo sich Anbieter und Betreiber in einem rechts- und regulierungsfreien Raum bewegen.
Sie und ihre Kollegen im sogenannten ‘Düsseldorfer Kreis‘ können natürlich weiterhin Beiträge wie in diesem Blog ignorieren und vehement die fachlich lächerlichen Auffassungen von Datenschutz versuchen bei den Anbietern wie z.B Google durchzusetzen. Eine ganze Branche freut sich darüber, dass der Datenschutz in Deutschland weiterhin zwar irreale, aber letztendlich auch irrelevante Forderungen versucht durchzusetzen, verschafft dies doch einen gewissen Freiraum.
Oder aber, Sie fangen endlich an, sich von kompetenter und vor allem betroffener Seite beraten zu lassen und gemeinsam mit der Branche einen Ausgleich zwischen den berechtigten Interessen der Anwender und denen der Site-Betreibern (Ja auch diese gibt es und letztlich zahlen diese einen erheblichen Teil Ihrer Bezüge und Ihrer Spesen) herzustellen.
Die jüngsten Ausführungen und Eskapaden bezüglich der Verarbeitung von IP-Adressen bei Google sind - wenn nicht lächerlich - zumindest beschämend für die Kompetenz des deutschen Datenschutzes.
Auf Spiegel - Online war zu lesen, das Sie Ihre und einige andere institutionelle Websites abgeschaltet haben, weil durch den Site-Hoster aus Ihrer Sicht gegen das Telemediengesetz verstoßende Tracking Systeme zum Einsatz gekommen sind. Unabhängig von der fachlich fragwürdigen Begründung (s.o.) folgende Fragen an Sie:
- Wieso sind Sie nicht darüber informiert, was auf Ihrer Website für Tools im Einsatz sind?
- Ist diese Abschaltung und die damit einhergehende “Nicht-Kommunikation” für die Sache des Datenschutzes eher förderlich oder eher hinderlich?
- Warum lassen Sie beim Betrieb Ihrer eigenen Website nicht die gleiche Sorgfalt walten, die Sie von den von Ihnen “beklagten” Unternehmen verlangen?
- Wieso haben Sie ihre Dienstleister nicht im Griff, verlangen dies aber von anderen?
- Haben Sie schon in Erwägung gezogen, sich selbst als verantwortlichen Site-Betreiber bei ihrer eigenen Behörde anzuzeigen?
Für einen offenen Dialog stehe ich gerne bereit,
Axel Amthor
contentmetrics GmbH
(wir beraten Unternehmen beim gewinnbringenden Einsatz von Web Analytics, oder wie Sie zu sagen pflegen “Tracking Tools”)
IBM entdeckt die Web Analytics, ist eine Erkenntnis von der IBM IOD2010. Die IOD2010 - Information OnDemand 2010 bzw. das Business Analytics Forum fand vom 24.10. bis zum 27.10.2010 in Las Vegas im Mandalay Bay Convention Center statt. Auf Einladung von IBM durfte ich der Veranstaltung erstmalig beiwohnen - vielen Dank nochmal an die IBM Media Relation-Abteilung für die Einladung und die hervorragende Betreuung vor Ort.
Kurz die Facts:
- Mehr als 9.000 internationale Teilnehmer
- Alleine auf dem Business Analytics Forum knapp 3.000 Cognos- und SPSS-Kunden
- 600 Technical Education Sessions
- 110 industry-focused Business- & IT-Leadership-Sessions
- Mehr als 300 Vortragende
- Nahezu alle Top Manager der IBM waren vor Ort und standen für Gespräche zur Verfügung
- Zusätzlich gab es eine EXPO mit ca. 100 Ausstellern, auch mit deutscher Beteiligung
Im Fokus standen natürlich die neuen Produkt-Releases von SPSS, Cognos sowie DB2. Hierzu gab es eine Reihe von Sessions, die in unterschiedlicher Tiefe Einblicke in die Neuerungen gaben. Für mich fast interessanter waren allerdings die General Sessions mit verschiedenen Sprechern der IBM und sehr interessanten Gästen, sowie die Q&A-Sessions mit Beteiligung des IBM-Managements aus den Bereichen Consulting, Business Analytics (Cognos und SPSS), DB2 und ECMS (Enterprise Content Management System).
Die wesentlichen Erkenntnisse aus den General- sowie Q&A-Sessions:
“IBM entdeckt das Online Marketing” mit all seinen Facetten. Der Konzern sieht eine neue Herausforderung in der Analyse und Datenspeicherung aller Online Daten, wobei ein starker Fokus auf das Thema Social Media gelegt wurde. Im Datenbankbereich dürfte das Thema “Visualization” zukünftig eine noch größere Rolle einnehmen. Für das Handling immer stärker wachsender Datenbestände sieht sich IBM bestens gerüstet.
Eine weitere Erkenntnis der Veranstaltung: Business Intelligence (BI) ist tot - es lebe die Business Analytics. Diese Umbenennung soll den Schwerpunkt stärker auf die Analyse von Daten lenken. Ziel ist es Antworten für die Weiterentwicklung des Unternehmens zu erhalten und von einem reinen Reporting weg zu kommen. Gastredner, wie zum Beispiel die Autoren von Freakonomics, Steven Levitt und Stephen Dubner, oder auch der Moderator und Bauchautor Mark Jeffries, zeigten unterhaltsam auf, wie man aus Daten wertvolle und nutzbare Erkenntnisse gewinnt.
Allerdings dürften so manche Social-Media- und Web-Beispiele der IBM-Vertreter dem Ein oder Anderen “erfahrenen” Web Analysten ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert haben - aus meiner Sicht waren dies Beispiele der täglichen Arbeit, die in diesem Zusammenhang als neue Herausforderungen präsentiert wurden.
Zusammenfassung:
Die IOD2010 war eine extrem gut organisierte Großveranstaltung mit internationaler Beteiligung.
Mein bisheriger Eindruck über das zukünftige Zusammenwachsen der Business und Web Analytics wurde während der Veranstaltung verstärkt. IBM hat sich strategisch gut positioniert und mit den Übernahmen von Coremetrics und Unica belegt der Konzern seine langfristige Ausrichtung: zukünftig dem Online Segment eine größere Rolle zu geben. Diesmal waren noch keine Vertreter von Coremetrics oder Unica mit Veranstaltungen oder Vorträgen auf dem Event anzutreffen, ich erwarte aber, dass sich dies für die IOD2011 ändern wird.
Für uns als contentmetrics ist es spannend, welche Rolle Coremetrics und Unica in der IBM Organisation letztendlich bekommen werden. Die wesentliche Herausforderung, der sich IBM nun stellen muss, ist es, diese verschiedenen Werkzeuge und Lösungen als Bausteine einer Gesamtlösung auf die Straße zu bekommen. Hier wird die Geschwindigkeit der Umsetzung eine wichtige Rolle spielen - den auch der Wettbewerb schläft nicht.
Für die Web-/Business-Analysten gilt weiterhin, immer wieder die richtigen Fragen zu stellen, “quer zu Denken” und neugierig, wissbegierig und kreativ an die Aufgaben heranzugehen.
Verfasst von Thomas Brommund
am 17. November 2010 unter
Analytics,
Markt
In diesem Jahr veranstaltet Rising Media erstmalig die Conversion Conference in Deutschland im Hotel Atlantic Kempinski Hamburg. Der Veranstalter organisiert auch den jährlichen Marketing Optimization Summit “emetrics” in München und setzt nun einen neuen Schwerpunkt mit einer Konferenz rund um das Thema “Online Conversion”.
Ist diese Veranstaltung notwendig? Ich denke ja, denn die meisten Unternehmen haben immer noch keine Testing-Kultur entwickelt. Die Erkenntnisse aus der Web Analytics werden noch zu wenig durch Überprüfung der Hypothesen gefestigt - das Testen steckt in vielen Unternehmen noch in den Kinderschuhen.
Auf der Conversion Conference geben renommierte Experten Tipps, wie sich die Akquise verbessern und die Conversionsrate erhöhen lassen. Insgesamt erwarten Sie während der zweitägigen Veranstaltung 20 Sessions (siehe Konferenzprogramm), effektives Networking, spannende Diskussionen und der Austausch mit Experten. Nutzen Sie die Chance den Praktikern Ihre Fragen zu stellen und Einblicke in ein zielorientiertes Testen zu erhalten.
Natürlich wird auch contentmetrics vor Ort sein. Claudia Strauch hält am ersten Konferenztag um 11:15 Uhr - Track 2 - einen Vortrag zum Thema “Multivariate Tests - nicht mehr schätzen sondern wissen”.
Über Ihren Besuch an unserem Stand freuen wir uns! Dort werden Sie Silvia Martins und Melanie Schmid begrüßen und Ihnen gerne unser Leistungsportfolio vorstellen. Hier zeigen wir Ihnen auch das Testing Tool “Vertster” live vor Ort.
Wir hoffen Sie am 27. und 28. Oktober auf die Conversion Conference im Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg zu treffen - www.conversionconference.de
Beste Grüße
Melanie Schmid
Verfasst von Melanie Schmid
am 18. Oktober 2010 unter
Analytics,
Markt
Die Deutsche Post steigt in den Online Marketing Markt ein und übernimmt den Predictive Targeting Spezialisten nugg.ad.
“Die Übernahme von Nugg.ad ist unser erster valider Schritt in den Online-Werbemarkt. Damit wollen wir dem europäischen Werbemarkt eine dauerhaft unabhängige Technologie-Plattform zur Verfügung stellen”, sagte Post-Marketingchef Ingo Bohlken der “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (FAZ/Dienstagausgabe).
Nachdem der deutsche Mitbewerber Wunderloop vom US Unternehmen Audience Science übernommen wird, ist dies der zweite große Deal im Targeting-Umfeld.
Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief von Deutsche Post DHL: „Wir sind zuversichtlich, mit Nugg.ad unsere Position im Onlinewerbemarkt zu begründen und wollen damit dem europäischen Werbemarkt eine dauerhaft unabhängige Technologie-Plattform zur Verfügung stellen.”
Wer hätte das gedacht, die Deutsche Post, gerade erst mit Ihrem E-Postbrief ins Online-Geschäft gestartet, möchte nun ein Player im Online-Werbemarkt werden.
Es gilt abzuwarten, ob die Deutsche Post nur die Technologie wie nugg.ad bisher bereitstellt oder mittelfristig selbst als Vermarkter auftreten wird und dadurch mit den aktuellen nugg.ad Kunden wie z.B: SevenOne Interactive, Axel Springer Media Impact, eBay Advertising Group, OMS, freeXmedia, IQ media und Ströer Interactive in Konkurrenz tritt. Nimmt man die Aussage der Vorstandes Jürgen Gerdes wortgenau, positioniert sich die Post demzufolge als neuer Plattform-Betreiber. Aber auch in diesem Segment wäre sie Newcomer und es bleibt abzuwarten, wie die sowieso schon recht enge Marktnische in diesem Bereich mit einem neuen Anbieter fertig wird.
Verfasst von Thomas Brommund
am 24. August 2010 unter
Markt
…und weiter geht die Einkaufstour von IBM. Kurz nachdem der Deal mit Coremetrics über die Bühne gegangen ist, kündigt IBM schon die nächste Übernahme an - Unica.
Im Web Analytics Umfeld spielt Unica mit NetInsight sicherlich kein führende Rolle, zumindest nicht für den deutschen Markt, aber im Bereich In- und Outbound- sowie Interactive Marketing bietet Unica sehr ausgefeilte und umfangreiche Lösungen und sind in vielen großen Unternehmen mit Ihren Lösungen integriert.
Durch die beiden Zukäufe entwickelt sich IBM zum digitalen Marketing / eCommerce Full-Service-Anbieter mit einem kompletten Toolset aus einem Haus. Die eCommerce Umgebung wird mit IBM WebSphere abgedeckt, das komplette Offline und Online Kampagnenmanagement mit der Unica Lösung und die Erfolgsmessung über alle Online Kanäle passiert über Coremetrics und nicht zu vergessen ca. 5.000 IBM Consultants unterstützen zukünftig Ihre Kunden bei der Umsetzung.
Damit erfüllt IBM wesentliche Faktoren um erfolgreich im Markt zu sein:
- etablierte und gute Produkte
- bereits vorhandene Kundenbasis mit Entwicklungspotenzial
- Support weltweit
IBM hat durch diese strategischen Zukäufe sich in einen nach wie vor wachsenden Markt eingekauft. Ob Sie zukünftig die gewichtige Rolle im Online Markt spielen, die sie theoretisch einnehmen müssten, hängt sicherlich im Wesentlichen auch von der Integration der beiden neuen Unternehmen in die IBM-Welt ab und der weiteren Entwicklung der Produkte.
Vergleicht man die Zukäufe der Großen im Web Analytics Markt - Adobe vs. IBM - so scheint IBM hinsichtlich Lösungsorientierung die besseren Karten zu haben. Auch wenn sich Adobe durch den Zukauf von Day, einen ECMS Anbieter, weiteres Online-Know-How einverleiben will, bleibt Adobe in erster Linie ein Toolanbieter. Ihnen fehlt die Consulting/Support Power einer IBM.
Ist also IBM der kommende globale Player im Digital Marketing?
Verfasst von Thomas Brommund
am 19. August 2010 unter
Markt
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