Beiträge in der Kategorie "Analytics"
Ab sofort ist contentmetrics exklusiver Vermarkter von Vertster, einem Tool für A/B und multivariate Tests des US-Unternehmens U-Pro, in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zudem unterstützt contentmetrics die Anwender des Produkts im D/A/CH-Gebiet durch Consulting und Support-Dienstleistungen.
Wir sind sehr stolz auf die Zusammenarbeit mit U-Pro, denn Vertster ist eine extrem leistungsstarke SaaS-Lösung (Software As A Service, ASP), mit der Websites optimiert und die Marketingeffizienz erhöht werden kann. Daher stellen wir Vertster in diesem Blogbeitrag näher vor:
Vertster bietet standardmäßig folgende Testvarianten an:
- Baseline Testing
- URL Split-Testing
- A/B Split-Testing
- Multivariates Testing mit und ohne Taguchi Methodik
Vertster lässt sich ohne kompliziertes Programmieren leicht in Websites integrieren. Somit können Online-Marketing und Product-Management selbstständig - also unabhängig von IT-Ressourcen und Website-Deployments - Kampagnen steuern und beliebige Website-Inhalte und Rezepte austauschen.

Vertster ist mandantenfähig und eignet sich daher für Agenturen, die im Auftrag ihrer Kunden mehr Effizienz im Marketing erreichen wollen. Zudem können Agenturen das User Interface von Vertster ihrem Corporate Design anpassen.
Die Abrechnung erfolgt auf Basis der Testteilnehmer (Unique Visitors) - und nicht wie bei vergleichbaren Produkten nach Anzahl der ausgelieferten Rezeptseiten (Pageviews) und Werbemittel. Anwender, Betreiber und Marketiers können dadurch im voraus wesentlich genauer kalkulieren.
Für alle Interessenten, die Vertster kennenlernen möchten, bietet contentmetrics Leistungspakete für kurze Zeiträume und kleine Volumina in kalkulierbaren Modellen an. Erste Produktinformationen sind verfügbar über www.vertster.eu oder treten Sie direkt mit uns in Kontakt.
Übrigens: Der Name “Vertster” setzt sich zusammen aus den Begriffen “conVERT und teSTER“.
Heute stellen wir Ihnen 10 englischsprachige Blogs vor, die sich allesamt mit dem Thema Web Analytics beschäftigen und die wir empfehlen können.
Die Blogs, obwohl allesamt “Web Analytics Blogs”, sind trotzdem alles andere als Einheitsbrei und zeigen: Web Analytics ist ein weiteres Feld, als viele zunächst annehmen würden.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim stöbern und freuen uns, wenn Sie noch weitere Leseempfehlungen beisteuern können - schließlich entdecken auch wir immer wieder gerne Neues.
Zuletzt sei noch darauf hingewiesen, dass die Reihenfolge keinerlei Wertung darstellt.
10 internationale Analytics Top-Blogs:
Occam’s Razor
Googles Analytics Evangelist Avinash Kaushik bietet in seinem Blog sehr informative und hilfreiche Artikel rund um Web Analytics.
WebAnalyticsDemystified
Aktuelles und Hintergründiges finden Sie bei WebAnalyticsDemystified. Neben fachlichen Beiträgen gibt auch immer wieder aktuelle Brancheninfos.
Actionable Analytics
Johnny Longden, Analytics Director bei Syzygy London, bloggt über Web Analytics und Optimisiation. Dabei bleibt er aber nicht nur auf dem technischen Level sondern geht immer wieder darauf an, wie Unternehmen mit den gewonnenen Daten sinnvoll umgehen können.
Measuring Success
Auf dem Begleitblog zu seinem Buch “Advanced Web Metrics with Google Analytics” schreibt Brian Clifton über Web Metrics allgemein und vor allem über Google Analytics. Er ist Head of Web Analytics bei Google für Europa, Afrika und den mittleren Osten.
Google Analytics Blog
Das offizielle Blog von Google Analytics. Der Fokus liegt natürlich auf Googles eigenem Analysetool, dennoch findet sich viel Wissenswertes, besonders für Einsteiger.
Web Analytics World
Auf Web Analytics World finden Sie aktuelle News und viele Tipps zu unterschiedlichen Web Analytics Tools. Autor Manoj Jasra ist Senior Strategist beim kanadischen Telekommunikationsunternehmen Shaw Communications und dort neben Analytics auch für SEO und Social Media zuständig.
KDPaines’s PR Measurement Blog
Katie Pane ist eine der Top-Referenzen im Feld des Public Relations Controlling. Auf ihrem Blog befasst sie sich immer wieder mit den Möglichkeiten der Messung von Kommunikation und gibt viele hilfreiche Tipps, wie z.B. Social Media und Blogs von Unternehmen wirklich messbar gemacht werden können.
Web Analysts Info
Ein Blog des Schweder Lars Johannson, Gründer der Web Analytics Association in Schweden. Zu lesen gibt es viele Branchennews, Interviews und nützliche Tipps.
Rise to the Top
Das Corporate Blog der Analytics Experten von TechWyse. Dort finden sich gerade für Einsteiger in die Materie viele nützliche Tipps.
Search Engine Chocolate
Neben Analytics sind auch Search Engine Chocolate auch SEO und Social Media immer wieder im Fokus. Betrieben wird das Blog von der SEO- und Analytics-Expertin Joanna Butler.
Verfasst von Axel Amthor
am 23. Oktober 2009 unter
Analytics
Was ist eine gelungene Party? Eine, die möglichst viele Gäste hat? Oder eine, auf der ausgewählte Leute jede Menge Spaß haben? Wenn die Gäste möglichst viel durcheinander trinken oder wenn sie ein Glas Oban-Whisky genießen, älter als die eigenen Kinder? Übertragen auf das Suchmaschinenmarketing müsste man fragen: Ist eine Kampagne erfolgreich, wenn möglichst viele Besucher möglichst viele Seiten ansehen - oder eher, wenn ein paar Besucher nach ihrer Online-Recherche zufrieden sind?
Es ist erstaunlich, wie oft ich immer noch Menschen begegne, die ersteres bevorzugen und Kampagnen rein nach Inputfaktoren beurteilen: Für sie ist ein Suchwort umso erfolgreicher, je mehr Page Views und Visits dafür reportet werden. Quantität statt Qualität. Dabei sind alle ernst zu nehmenden Web Analytics Tools - seien sie von Omniture, Coremetrics, Webtrekk oder das in “Yahoo! Web Analytics” umgetaufte IndexTools - in der Lage, output-bezogene Metriken zu erfassen und auf Kampagnen oder Suchwörter abzubilden. Mit ihnen lässt sich zum Beispiel feststellen, welche Suchwörter oder Banner zu Newsletter-Registrierungen geführt haben, zu Käufen, zu guten Bewertungen oder zu konstruktiver Kritik über das Kontaktformular.
Unsichere Inputfaktoren
ich bin überzeugt: Das ist besser als sich auf jene Begriffe zu konzentrieren, die besonders viele Seitenaufrufe verursacht haben. Denn diese könnten nicht nur einen Erfolg zeigen, sondern genau so gut einen großen Makel: Dass die Besucher zwar lange gesucht, aber nicht das Gewünschte gefunden haben!
Ich nenne diese “Input-Bezogenheit „Google Analytics Syndrom“ (obwohl andere Tools in der gleichen Liga hier nicht besser sind). Google Analytics präsentiert in der Standardinstallation zwar einfach verständliche Metriken, verschweigt aber, dass die Interpretation dieser Metriken alles andere als trivial ist. Hier einige Beispiele für mögliche Fehlinterpretationen:
- Durch Kampagnen oder Suchwörter verursachte Page Views zeigen, wie viele Seiten die Besucher durchklicken mussten, bevor sie die gesuchte Information gefunden haben – oder aber entnervt aufgaben.
- Durchschnittliche Verweildauer: Viele öffnen während ihrer Suche mehrere Ergebnisse in unterschiedlichen Browsertabs. Die Interessantesten werden zuerst angesehen. Das bedeutet: Die Verweildauer für das weniger interessante Suchwort ist höher, weil es später angesehen wird.
- Bounce Rate: Die Landingpage hat dem Besucher entweder nicht gefallen (ist unzufrieden, ward nie mehr gesehen) oder sie hat seine Frage beantwortet (ist glücklich, kommt vielleicht wieder und kauft).
Dabei verwandelt sich Google Analytcs immerhin von einem Kinderspielzeug zu einem annehmbaren Web Analytics Tool, sofern man vorab relevante Ziele (”Goals”, “Conversion-Ziele”) definiert. Es wird sogar zu einem wunderbar nutzerfreundlichen und recht ordentlichen Tool, wenn man die Eventtracking-Funktionen und Segmentierungsmöglichkeiten nutzt. Aber eben erst dann. (Man muss - zumindest bis zu einer gewissen Unternehmensgröße - kein Geld für Tools ausgeben, wenn man es in eine intelligente Implementierung und Mitarbeiterschulung investiert.)
Was kann man besser machen?
Zur Bewertung von Suchmaschinenkampagnen sollten echte Erfolge dienen. Das sind im besten Fall Käufe, das Anlegen eines Accounts oder Newsletter-Registrierungen. Doch wie wir durch die Conversion Rates wissen, sind solche Handlungen für die meisten Besucher kein Primärbedürfnis.
Deshalb sind Indikatoren für die Zufriedenheit der Besucher ebenso wichtig und sollten in die Bewertung einfließen. Denn nur wenn die Site für die Besucher funktioniert, wenn sie diese beim Erreichen ihrer Ziele unterstützt, nur dann kann man langfristig mit Konversionen rechnen. Warum also nicht Antworten aus einer Umfrage unterstützend mit hinzunehmen? Oder ein zu Ende gesehenes Video oder das Ausfüllen des Kontaktformulars als Bewertungskriterien verwenden? Eine an prominenter Stelle auf jeder Seite angebrachte Möglichkeit, die Website (zum Beispiel auf einer Skala von 1 bis 5) zu bewerten, hilft sogar noch bei der Content-Optimierung. Die Möglichkeiten sind so zahlreich wie die Geschäftsmodelle und Zielgruppen.
Eine solche Web Analyse, deren Wissen sich aus mehreren Quellen zusammensetzt, hat für Unternehmen viele Vorteile, nicht nur für die weitere Planung von SEO/SEM-Aktivitäten: Sie führt zu zielgenaueren Werbeausgaben, zufriedeneren Kunden, höheren Conversion Rates und Weiterempfehlungen - im besten Fall sogar zu einem „direkten Draht“ zu Kunden und solchen, die es werden könnten.
Verfasst von Nic Diefenbach
am 14. Oktober 2009 unter
Analytics
Adobe will Omniture übernehmen - gelesen heute morgen in der Financial Times Deutschland:
Der US-Softwarehersteller Adobe Systems will den Internetanalyse-Spezialisten Omniture für 1,8 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro) übernehmen. Adobe bietet den Omniture-Aktionären je Anteilsschein 21,50 Dollar in bar. Darauf hätten sich beide Seiten geeinigt, teilten die Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit.
Die Wettbewerbshüter müssen dem Kauf noch zustimmen. Er soll bis Ende November abgeschlossen werden. Bereits im nächsten Jahr soll Omniture zum Gewinn von Adobe beitragen.
Adobe mit Sitz im kalifornischen San Jose ist der führende Anbieter von Grafik-Design-Software wie Photoshop oder Adobe Acrobat. Omniture aus Orem (Utah) ist ein Software-Spezialist unter anderem für Daten zu Websites.
Das ist sicherlich eine Überraschung! Auch wenn man Omniture immer mal wieder im Zusammenhang mit einer Übernahme durch das eine oder andere Unternehmen gesehen hat, so ist, zumindest für mich, Adobe eine große Überraschung.
Es wird sicherlich spannend zu beobachten, inwieweit sich mögliche Synergien aus WA-Sicht ergeben, wie z. B. eine integrierte, verbesserte Messung in Flash-Applikationen und das Zusammenführen der Clientseitigen und Servseitigen Teile von Web Analytics.
Inwieweit sich weitere Geschäfts-Vorteile aus dem möglichen Deal ergeben, kann ich nicht abschätzen. Aber die Geschäftsmodelle der beiden Organisationen scheinen doch ziemlich unterschiedlich zu sein. Da müssen wir wohl abwarten, bis sich die beiden Unternehmen “sortiert” haben.
Es bleibt weiterhin spannend im Markt für Web Analytics.
Verfasst von Thomas Brommund
am 16. September 2009 unter
Analytics,
Markt
Aufmerksam lasen wir die Ergebnisse der in diesem Monat veröffentlichten “Marketing-Efficiency Survey 2009″ der marketinghub AG. Obwohl die Studie nicht explizit auf die Rolle der Web Analytics in Unternehmen eingeht, lässt sie dennoch wichtige Rückschlüsse auf die Strukturen in vielen Unternehmen zu - und warum es vielen so schwer fällt, erfolgreiche Web Analytics zu betreiben.
Wesentliches Ergebnis: Marketern fehlt die Entscheidungskompetenz. Zwar halten diese es für besonders wichtig, umsatzrelevante Prozesse zu fördern. 95 Prozent von ihnen betonen etwa, Maßnahmen zur Kundenbindung seien sehr wichtig, um die Marketingeffizienz und -effektivität zu erhöhen (Maßnahmen zur Kundengewinnung: 91 Prozent). Das Problem dabei: “Auf Prozesse zur Kundenbindung und -gewinnung hat das Marketing kaum Einfluss”, so die Studie und zieht das traurige Fazit: “Marketing-Verantwortliche sind mit zu wenig Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für eigentliche Kernaufgaben ausgestattet, um die Steigerung von Effizienz und Effektivität tatsächlich treiben und steuern zu können.”
Zudem findet in vielen der befragten Unternehmen kein abteilungsübergreifender Austausch statt. “Das Marketing ist weit davon entfernt, integrativ zu sein. Daraus resultieren weitere Probleme wie eine geringe Prozessorientierung, eine schlechte Informations- und Datenbasis und in diesem Zusammenhang inadäquate oder fehlende Marketing-Kennzahlensysteme”, so ein weiteres Fazit.
Dieser Mangel an Macht bringt die Marketer in eine Zwickmühle, denn genau diese bräuchten sie, um die Anforderungen der Zukunft zu meistern, etwa die größer werdenden Anforderungen an Messbarkeit und Transparenz. So betonen 40 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sie hier in den vergangenen drei Jahren einen Anstieg der Anforderungen festgestellt hätten. Um diese zu meistern wären nötig:
- Die Gestaltung und Implementierung transparenter Prozesse
- Ausrichtung der Prozesse an messbaren quantitativen und qualitativen Kennzahlen
Für uns stellt sich die Frage: Wie kann diese Herausforderung gelingen? Und wie könnte die Web Analytics in solchen unzureichenden Unternehmensstrukturen integriert sein, um diese Ziele zu erreichen?
Die Studienergebnisse zeigen deutlich: In Unternehmensstrukturen, wie sie in dieser Studie geschildert werden, kann Web Analytics nur erfolgreich sein, wenn diese als fachübergreifender Managementprozess verstanden wird, der zum Start viel Beratung braucht: Zwischen den Abteilungen müssen Gräben überwunden, neue Informationsstrukturen eingeführt und klare Verantwortlichkeiten verteilt werden.
Insbesondere die geringe Prozessorientierung, die schlechte Informations- und Datenbasis sowie die inadäquaten oder fehlenden Marketing-Kennzahlensysteme sind Problemfelder, die wir in unserer langjährigen Beratungspraxis de facto als größte Hemmschwellen bei der Einführung fachübergreifender Web-Analytics-Lösungen identifiziert haben. Es ist zum Beispiel durchaus üblich, dass das Kampagnenmanagement für große Onlineshops und zig-tausenden von Keywords auf Basis von Excel-Tabellen und manuell durchgeführt wird. Die “Integration” mit einem Web-Analytics-System - egal mit welchem -, um die Kampagneneffizienz zu messen, ist auf Basis einer solchen Datenhaltung bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt. Gleichzeitig nennen Unternehmen aber genau diese fehlende Integration als Hauptgrund für die Unzulänglichkeit ihrer derzeitigen Web-Analytics-Lösung - und suchen den Fehler beim Web-Analytics-Tool anstatt in den eigenen unzureichenden Prozessen.
Ein ganzheitliches Marketing Controlling ist in den wenigsten Unternehmen zu finden. Offline- sowie Online- Kampagnen werden nebeneinander geplant anstatt sie ganzheitlich zu planen und zu steuern.
Da es bei der Einführung oder der Nachjustierung von Web-Analytics-Systemen zugleich immer um die internen Prozesse und Datenquellen geht, verfolgen wir in unseren Projekten einen ganzheitlichen Ansatz, um diese “Randthemen” mit einzubeziehen und zu strukturieren. Nicht selten stößt dies bei Kunden auf vehementen Widerstand, weil die beteiligten Fachabteilungen - Marketing, IT Abteilung, Vertrieb, Shopmanagement - den Kontrollverlust fürchten und den Ideen und Ansätzen zur Integration eher ablehnend gegenüberstehen. Ein Szenario, das durch die in der Studie festgestellte mangelnde Entscheidungskompetenz der Marketingabteilungen wiederum belegt wird.
(Für die kostenpflichtige “Marketing-Efficiency Survey 2009″, die marketinghub mit Unterstützung von BrandMaker durchführte, wurden im 2. Quartal 2009 200 Entscheider aus Marketing, Vertrieb und Kommunikation in mittelständischen und Großunternehmen online befragt. )
Verfasst von Thomas Brommund
am 15. September 2009 unter
Analytics
Wer in der Öffentlichkeit agiert, über den wird geredet. Manchmal gut, manchmal schlecht. Unternehmen - besonders solche, die online tätig sind und die Geschwindigkeit des Netzes kennen - wollen gern wissen, was und wo über sie geredet wird. Immerhin kann eine schnelle Reaktion an der richtigen Stelle helfen, Schaden zu begrenzen, neue Kunden zu gewinnen und die Kundenbindung zu erhöhen.
Das Problem: Den Unternehmen mangelt es nicht an den nötigen Daten - davon gibt es in der Regel mehr als genug. Aber diese müssen auch beschafft, gesichtet, Irrelevantes gefiltert und dann bewertet werden, um wirklich hilfreich zu sein.
Der erste Schritt - das Beschaffen und Filtern - ist noch recht einfach, da zum Beispiel die Blogsuchmaschine Technorati oder auf Twitter Schnittstellen zu ihren Daten bereitstellen. Das Holen der Daten ist allerdings aufwendig, weil man sich die Daten per Schnittstelle aus deren System ins Unternehmenssystem holen muss. Das geschieht durch das Abfragen aus der Datenbank mit Filtern, etwa “Sammeln aller Tweets, die den Markennamen XY enthalten”.
Anspruchsvoller ist der zweite Schritt - das Bewerten. Dies erfordert zwar weniger technischen als analytischen Aufwand, dennoch können technische Lösungen auch hierbei gute Unterstützung leisten - etwa um Daten zu aggregieren und bereits entwickelte KPIs zu berechnen. Wer den Aufwand scheut und mit Omniture SiteCatalyst arbeitet, kann nun auf eine externe Lösung zurückgreifen: Das Tool ist von Earthbound Media und heißt “Blog Monitoring and Brand Tracking“. Die Applikation zeigt “Brand Mentions” aus Twitter und der Blogosphäre sowie Verlinkungen aus Blogs - unabhängig davon, ob sie schon geklickt wurden!
Wer jedoch anderes braucht - zum Beispiel eine Unterteilung in Fans und Kritisierende oder das Monitoring bestimmter Wortkombinationen - kommt um eine eigens angepasste Lösung (noch) nicht herum.
Verfasst von Nic Diefenbach
am 8. September 2009 unter
Analytics
Reporten Sie noch oder analysieren Sie schon? Diese Frage möchte das “Dialogforum Web Analytics” beantworten, das in diesem Oktober zum zweiten Mal stattfindet. Zahlreiche Branchenexperten informieren in Hamburg (07. Oktober 2009), München (12. Oktober) und Köln (15. Oktober) über alle wichtigen Web-Analytics-Trends und -Entwicklungen, über die man derzeit informiert sein sollte.
Das Konzept des Dialogforums - vormittags Expertenvorträge, nachmittags Wissensvertiefung in Workshops - hat sich bereits vergangenes Jahr als erfolgreich bewiesen und wird auch dieses Jahr wieder praktiziert.
Am Vormittag referieren:
- Stefan Berger, Country Manager D-A-CH, Omniture: “Online Business Optimierung - Vielmehr als nur Web Analyse anhand des Praxisbeispiels Germanwings”
- Patrick Ludolph, Solutions Consultant, Coremetrics: “Optimieren Sie Ihren Online-Marketing-Mix”
- Alexander Krull, Director Sales & Marketing, Webtrekk: “Von der statischen Webanalyse zum Behavioral Targeting”
- Detlev N. Heinrich, Geschäftsführer, navtracks.de: “Web Traffic richtig beurteilen und monetarisieren”
- Dr. Horst Joepen, Geschäftsführer, Searchmetrics: “Suchmaschinenoptimierung als Grundlage erfolgreicher Online Marketing-Strategie”
- Timo von Focht, Country Manager D-A-CH, AT Internet: “Von Webcontrolling 1.0 zu Online Intelligence”
- Axel Amthor, Geschäftsführer, contentmetrics: “Web 3.0 - Eine Herausforderung für Web Analysten”
Am Nachmittag werden dann zur Vertiefung des Wissens zwei Workshops angeboten:
- “Site und Kampagnenoptimierung als toolgestützte Testing-Methode” mit Frank Reese, Ideal Observer
- “Einführung eines Web Analyse Tools” mit Thomas Brommund, contentmetrics
Twitteren sie mit den Referenten auf: mc_webanalytics bzw. lesen sie vorab interessante Blogbeiräge der Referenten:
“Dialogforum Webanalytics”ist eine Veranstaltung von Management Circle. Verbandspartner sind der DDV und der BVDW. Sie wird moderiert von Thomas Brommund und Frank Reese. Online-Anmeldungen werden unter www.webanalytics-fachforum.de entgegengenommen.
Verfasst von Thomas Brommund
am 18. August 2009 unter
Analytics
“Branding ist online nicht messbar”, wird immer wieder beklagt. Stimmt – zumindest mit den aktuell gebräuchlichen Messverfahren geht das kaum bzw. nur indirekt über eine Kombination verschiedener Kennzahlen. So sagt die Click-Through-Rate nichts darüber aus, wie viele Nutzer eine präsentierte Werbung wahrnehmen und wie intensiv sie sich mit ihr auseinandersetzen. Kurz: Wir wissen nicht, ob und wie sie wirkt – und das tut sie ja zweifelsohne auch dann, wenn der “Klick” ausbleibt.
Nun kommt aus den USA ein interessanter Vorschlag: Das Messen der “Dwell Time” - der Zeit, in der sich ein User mit einer Rich-Media-Werbung aktiv auseinandersetzt. Das Messmodell stammt von Eyeblaster, ein weltweit tätiger Dienstleister für digitale Marketinglösungen. Nach eigenen Angaben hat Eyeblaster das Verfahren mit führenden Werbetreibenden und Agenturen weltweit entwickelt und es ein halbes Jahr lang zur Analyse von 42 Milliarden Rich Media Impressions eingesetzt.
Heraus kam die Studie “Trends in Time and Attention in Online Advertising” (Download bei Eyeblaster, Rubrik “resourcelibrary”). Die Ergebnisse sprechen für sich:
- Es ist 25-mal wahrscheinlicher, dass sich ein Online-Nutzer mit einer Online-Werbung beschäftigt als darauf zu klicken.
- Wenn sich Online-Nutzer mit einer Online-Werbung beschäftigen, dann tun sie das intensiv: im Durchschnitt eine Minute lang.
- Die Nutzungsdauer steigt um 100 Prozent (global), wenn Video eingesetzt wird.
- Die Länge der Nutzung hängt von der Tageszeit ab.
- Auf den Homepages der Publisher beschäftigen sich Online-Nutzer intensiv mit der dort gezeigten Werbung - aber nur kurz.
Die Ergebnisse basieren auf den beiden Metriken “Dwell Rate” und die “Dwell Duration”:
Dwell Rate: Der Prozentwert zeigt, wie häufig ein Werbemittel von Online-Usern genutzt wurde. Er fasst dazu alle Interaktionen mit einer Werbung zusammen, geteilt durch die ausgelieferten Ad Impressions.
Dwell Duration: Diese misst, wie lange sich Online-Nutzer durchschnittlich mit einem Werbemittel auseinandersetzen (in Sekunden).
Laut Eyeblaster wurden nur “positive” Aktionen gemessen - das Wegklicken der Werbung wurde nicht mit eingerechnet. Zudem wurden nur Aktionen analysiert, die länger als eine Sekunde gedauert haben.
Zwar macht das Messen der “Dwell Time” nur bei Rich-Media-Anwendungen Sinn. Dennoch halte ich Eyeblasters “Dwell Time”-Studie für eine sehr gute und wichtige Diskussionsgrundlage, um beim Thema Messstandards für Online-Branding voranzukommen. Lesen empfohlen - Diskussion erwünscht.
Verfasst von Thomas Brommund
am 12. August 2009 unter
Analytics
Website-Betreiber sind ständig gefordert: Ununterbrochen müssen sie ihre Online-Angebote den geänderten Bedingungen des Marktes und dem Verhalten der Besucher und Nutzer anpassen. Das Gleiche gilt für Web-Analytics-Lösungen - auch diese müssen jederzeit den neuen Anforderungen und Veränderungen entsprechen. Die dazu nötige Wachsamkeit ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die viele Unternehmen allein nicht meistern können.
Um unsere Kunden dabei zu unterstützen, haben wir nun das Anforderungs- und Change-Management-System “Contour” eingeführt - ein System zur software-gestützten Erfassung und Speicherung von betriebswirtschaftlichen, technischen und nicht-funktionalen Anforderungen. Hierbei setzt contentmetrics REQB-Methoden (des “Requirements Engineering Qualifications Board”) ein. Diese gewährleisten hohe Qualität bei gleichzeitiger Transparenz und Nachverfolgbarkeit - insbesondere diese ist in Web-Analytics-Projekten von entscheidender Bedeutung. Unsere Berater wurden dazu in methodischem Requirements Engineering und Management geschult und zertifiziert (REQB® Certfied Requierements Engineer).
Die Vorteile des REQB-Verfahrens und “Contour”:
- Langfristig garantiert diese methoden- und toolgestützte Vorgehensweise über einen langen Zeitraum den Support der von uns entworfenen Lösungen sowie das Change Management .
- Durch den direkten Web-Zugang wird eine direkte Kollaboration aller Projektbeteiligten in einem zentralen Repository auch von unterschiedlichen Standorten aus möglich. Eine Systemprotokollierung und reversible Versionierung aller Elemente sorgt für eine lückenlose Nachvollziehbarkeit.
- Neben einer Erhöhung der Effizienz aller Projektbeteiligten wird bei der Erarbeitung der Anforderung und der Erstellung der notwendigen Konzepte eine qualitative Verbesserung der Projektergebnisse erreicht.
- Ein Problem der Web Analytics - die langfristige Nachvollziehbarkeit von Änderungen und Anpassungen - kann direkt gelöst werden. So ist es nicht erforderlich, dass Kunden über eigene Excel-Listen ihre betriebswirtschaftlichen und technischen Anforderungen aktuell halten. Stattdessen werden die Anforderungen und deren Änderungen - auch losgelöst von uns - direkt ins Repository eingepflegt und können in austauschbaren Formaten (MS Office, PDF) kommuniziert werden.
Unsere Kunden könnten sich direkt auf unserer Website anmelden. Wer noch keinen Zugang hat oder das Passwort vergessen hat, kann sich gerne direkt an seinen Projektleiter bei contentmetrics wenden.
Wer kennt sie nicht, die Geschichte “Der kleine Prinz” von Antoine de Saint Exupéry. In dieser Geschichte gibt es eine Episode, in der der kleine Prinz in einem Bild darstellt, wie eine Boa aussieht, nachdem sie einen Elefanten verschlungen hat:

Was, bitteschön, soll nun dieses Bild mit Web Analytics zu tun haben? Ganz einfach: Schaut man sich die Zugriffsstatistiken verschiedener Websites an, fällt auf, dass die Verlaufskurven von Seitenabrufen und Besuchen während eines Tages durchaus Ähnlichkeit mit dem Bild des kleinen Prinzen haben. Denn so sehen zum Beispiel die Zugriffsstatistiken eines Versandhändlers, einer Event-Site und einer B2B Community aus:



Was kann man nun anhand dieser Elefantenformen erkennen? Die beiden oberen verraten auf den ersten Blick, dass es sich bei den analysierten Websites um B2C-Portale handelt, wohingegen die untere ein B2B Portal wiederspiegelt:
- Schaut der Elefant nach rechts, handelt es sich vornehmlich um eine B2C-Website. Denn Endverbraucherangebote werden in der Regel gegen Ende des Tages häufiger besucht; die dann steigenden Zugriffszahlen bilden also den “Kopf des Statistikelefanten”.
- Schaut der Elefant nach links, liegt wahrscheinlich ein B2B-Angebot zugrunde. (Business-Websites haben in der Regel zu Beginn des Tages hohe Zugriffszahlen.)
Wenn nur alle Analysen so simpel und einprägsam wären …
Verfasst von Axel Amthor
am 13. Juli 2009 unter
Analytics
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