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Web Analytics Tools können keine Kampagnen messen

Eigentlich ist die Aufgabe ja ganz einfach: Wir möchten wissen, wie effizient unsere Online-Marketing-Maßnahmen sind. Oder anders - und pointierter - “Wie viel Geld muss ich in welchen Online-Marketing-Kanal investieren, um wie viel Umsatz zu generieren?”

Schaut man sich im Markt der Web-Analytics-Tools um, so werden einem die Werkzeuge mit diesem oder ähnlichen Versprechen allenthalben angeboten: Steigern Sie ihre Marketing Effizienz, überwachen Sie Social-Media-Kampagnen, Optimieren Sie die CTR und die CPO Ihrer Online-Marketing-Maßnahmen, reduzieren Sie ihre Ad-Spendings.

Aber wie sieht das in der Praxis aus? Was muss ich als Werbetreibender eigentlich an Zeit und Arbeit (nicht Geld!) investieren, um endlich die gewünschten Zahlen am Bildschirm zu haben? Und wie genau funktioniert eigentlich die “Kampagnen-Effizienz-Messung”? Die Ernüchterung folgt meist erst 6 bis 12 Monate nach der (erfolgreichen) Einführung eines Web-Analyse-Tools - und dann meist ziemlich brutal und ultimativ.

Eigentlich können Web-Analytics-Tools nämlich gar keine Kampagnen messen. Was sie wirklich können, ist den Klick eines Benutzers auf ein Werbemittel erfassen. Dies ist zunächst einmal sehr simpel: Hinter einem Werbemittel liegt der Link auf eine Landingpage und dort ist ein Tracking-System installiert. Dieses erfasst primär den Pageview der Landingpage. Instrumentiert man nun die URL durch angehängte Parameter dergestalt, dass die “Quelle” - das Werbemittel - eindeutig identifiziert werden kann, so kann man den impliziten Rückschluss ziehen: Wurde diese URL aufgerufen, so ist zu vermuten (!) dass der Anwender zuvor das Werbemittel angeklickt hat. Alleine hier liegt also schon eine Grundannahme vor: Die - eindeutig instrumentierte - URL kann nur durch einen Klick auf  das eine Werbemittel erreicht werden. Wir messen also implizit und nicht explizit - und zudem auch nicht Kampagnen sondern Pageviews von Landingpages. Sind die Versprechen der Hersteller also zu euphemistisch? Nein, denn man muss selbst einiges an Zeit und Aufwand investieren, um zur Kampagnen-Messung zu kommen. Doch schauen wir uns zunächst den weiteren Ablauf an.

Den (angenommenen) Klick dieses Anwenders merken wir uns nun für diesen einen Anwender, um ggf. später eine Konversion (Kauf, Adresseingabe, …) mit dem vorherigen Klick in Verbindung zu bringen. Dies geschieht üblicherweise im Backend und auf den Datenbeständen des Web-Analyse-Tools automatisch. Dazu ist eine kontinuierliche Verarbeitung der einlaufenden Daten notwendig.

Die Instrumentierung der URL entscheidet dabei über die “Granularität” des Reportings, dass wir anschließend im Web-Analyse-Tool zur Verfügung haben. Noch mal zur Erinnerung: wir wollten Kampagnen-Effizienz messen, nicht Werbemittel-Effizienz!

Prinzipiell gibt es für die Messung der Werbemittel-Klicks verschiedene Ansätze: die meisten kommerziellen Tools arbeiten mit sog. “Link-IDs” oder “Tracking-Codes”, die den Link, resp. das Werbemittel eindeutig identifizieren. Bei einigen Tools ist es möglich, darüber hinaus mehrere weitere Parameter an die URL anzuhängen, die z.B. Kanal und Kampagne explizit vorgeben. Andere wiederum erfordern, dass man ihnen eine Art “Konfiguration” der Kampagnen mitgibt, in der festgelegt wird, welches Werbemittel zu welcher Kampagne in welchem Kanal zuzuordnen ist. Erst dann ist es möglich, im Tool eine Aggregation der ganzen “Werbemittel-Klicks” zu Kampagnen oder Kanälen vorzunehmen.

Fehlt diese Zuordnung, hat man halt statt Kampagnen-Effizienz “nur” hochfeingranulare Datengräber mit Werbemittel-Effizienz. Sicher auch interessant, beantwortet aber in keinster Weise die Fragen aus dem ersten Absatz.

Wie ist nun die “empfohlene” Vorgehensweise der Tool-Hersteller? Es ist relativ unbedeutend, welchen der vielen Hersteller man betrachtet, die Lösungen sind nur um Nuancen unterschiedlich und laufen im Wesentlichen auf folgende Vorgehensweise hinaus:

  1. Erstelle eine Tabelle mit allen Links und deren eindeutigen Parametern und sorge dafür dass nur diese Links als Landingpages für dein Online-Marketing verwendet werden.
  2. Konfiguriere dein Web-Analytics-Tool so, dass diese Parameter auch in die Statistik übernommen werden
  3. Erweitere die Tabelle in 1) dergestalt, dass für jeden Link auch noch festgelegt wird, welcher Kanal, welche Kampagne, welches Werbemittel, welches Affiliate-Netzwerk, welche Kampagnen-Art, …. (weitere zig’ Angaben) zuzuordnen ist.
  4. Lade diese Tabelle in dein Web-Analytics-Tool als Klassifizierung, Kategorie, CDF, Lookup, … (wie immer das dort gerade genannt wird).
  5. Pflege diese Tabelle regelmäßig, am Besten täglich.
  6. Sorge dafür, dass sie absolut fehlerfrei ist im Hinblick auf Redundanzen, doppelte Schlüsselwerte, Redirect-URLs etc.
  7. Und verwalte bitte alle 542.768 Einsprunglinks deines Shops in dieser Tabelle.

Wer glaubt, Web-Analytics-Systeme könnten per “do-what-I-mean”-Funktion Werbemittelklicks automatisch zu Kampagnen zuordnen, die sie nicht kennen, stellt recht hohe Anforderungen an moderne EDV-Systeme.

Andererseits wird schnell klar, dass die kontinuierliche Pflege solcher Zuordnungslisten - wie immer man sie nennt - auf die Dauer eine Marketingabteilung vor organisatorische und personelle Herausforderungen stellt, die sie fast nie bewältigen kann.

In unserer täglichen Praxis müssen wir immer wieder miterleben, wie die notwendige Kreativität und die Intelligenz der Mitarbeiter im Marketing durch stupide Pflege-Arbeiten auf der Strecke bleibt und das durch Tätigkeiten, die man eigentlich automatisieren könnte. Die Folge ist, dass die Pflege der Tabellen, kaum begonnen, recht schnell wieder eingestellt wird und man auf “Seitenlösungen” auszuweichen versucht, meist Excel-Tabellen aus den Adserver-Daten oder von den beteiligten Agenturen. Diese sind aber nicht minder fehlerfrei und haben zudem noch systemimmanente Messungenauigkeiten, sodass es zu jeder Zahl mindestens noch drei andere, abweichende Quellen gibt.

Das macht dann die Messung der Marketing- oder Kampagnen-Effizienz vollständig zu einer Disziplin des Kaffeesatz-Lesens.

In Folge sinkt die Akzeptanz gegenüber dem eingesetzten Web-Analytics-Tool im speziellen und gegenüber der Technologie im allgemeinen. Geht dies noch einher mit der im Marketing eher niedrigen Kenntnis in den Details der Technik oder der Internet-Technologie im Allgemeinen, so entsteht sehr schnell eine gehörige Skepsis gegenüber allem, was von Seiten der Software-Anbieter versprochen wird. Ich bitte dies nicht falsch zu verstehen: hier wird mitnichten gefordert, Marketing-Teams zu IT-Professionals weiterzubilden, sondern den Marketing-Verantwortlichen endlich ganzheitliche Tools an die Hand zu geben, die Ihnen Arbeit abnehmen und nicht sinnlose Tätigkeiten erst generieren.

Andererseits ist selbst bei einer Einhaltung des obigen Ablaufs die Fehlerquote immer noch so hoch, dass zwangsläufig geradezu hanebüchene Zahlen im Reporting des Web-Analyse-Tools “auftauchen” und dessen Akzeptanz ins bodenlose sinkt. Ungerecht eigentlich, denn das Tool “tut nur was man ihm sagt”.

Aber was ist die Lösung? Was wirklich nötig ist, ist ein zentralisierter Top-Down Ansatz und die “Ansammlung” von Informationen über alle Maßnahmen im Marketing an zentraler Stelle in dem Zuge, wie Maßnahmen geplant und verändert werden. Nur dann, wenn Maßnahmen Top-Down und in strukturierten Prozessen geplant werden und alles in einem zentralisierten Repository für Marketing-Maßnahmen gespeichert wird, sind mehr oder weniger “vollautomatisch” alle notwendigen Informationen vorhanden, die Web-Analytics-Systeme und andere angeschlossene Tools zu “füttern” und “fernzusteuern”.

Ein Marketing-Planungs-System, das in der Lage ist, alles Wissen um laufende, geplante und vergangene Online-Marketing-Maßnahmen zentral bereitzuhalten, und zwar von der Planungsebene “Kanal” oder “Kampagne” bis hinunter zum Deeplink in den Shop, das zudem über eine Media-Asset-Management verfügt, hat alle Informationen “im Bauch”, die man sonst in den 7 Schritten von oben mühsam zusammentragen muss. Diese Daten nun zu konvertieren und ein Web-Analytics-Tool oder ein Affilate-Netzwerk damit zu “beschicken” ist eine Frage der zur Verfügung stehenden APIs und Schnittstellen und nicht eine Frage des Fleißes von dressierten Pavianen in der Marketingabteilung.

Mit unserer Lösung advertzoom verfolgen wir diesen Ansatz und sind der Ansicht, einen entscheidenden Beitrag zu einer durchgängigen Marketing-Effizienz-Messung zu leisten. Strukturierte Prozesse, eine zentrale Datenhaltung und eine nahtlose Integration in die vorhanden Tools -  sei es Web-Analytics, E-Mail-Systeme, CRM oder Affiliate-Netzwerke - vermeidet stupide Routinearbeiten und schafft die Freiräume für die Kreativität im Online-Marketing.


am 12. Juli 2011 unter Analytics, advertzoom
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Shop-Betreiber - Keine Zeit für Web Analytics?

Ibi Reseach hat aktuelle Ergebnisse zu Online-Marketing und Web-Controlling als Auszug aus dem Projekt “E-Commerce Leitfaden” veröffentlicht.  Anbei in Kürze ein paar Erkenntnisse der Untersuchung. Der Leitfaden selbst kann unter folgenden Link kostenfrei bezogen werden.

1/3 der Shop-Betreiber arbeiten ohne Web Analytics

Laut der Ibi Research Studie setzen immerhin schon knapp 2/3 der Shop-Betreiber eine oder mehrere Web-Analytics-Lösungen ein. Das heißt aber auch, 1/3 macht einen kompletten Blindflug. Geht es den deutschen Online-Shop-Portalen zu gut, dass sie auf ein effektives Controlling nicht angewiesen sind?

Man ist fast geneigt die Frage mit ja zu beantworten, aber so einfach ist es nicht.

Zuwenig Zeit für Web Analytics / Zuwenig Budget

“Kaum ein Händler stellt den Nutzen der Lösung in Frage, aber viele haben zu wenig Zeit.” ist die Aussage von 51% der Befragten. Das Zeitproblem kann aber ich nicht stehen lassen, hier kann man sich versierte Unterstützung durch die entsprechenden Web-Analytics-Beratungsunternehmen einkaufen, welche auch in der Lage sind entsprechende aussagekräftige Reports und Analysen zu erstellen und somit den Nutzwert und ROI der Lösung unmittelbar herstellen können. Langfristig sollte immer das Know-how im Unternehmen selbst aufgebaut werden, es spricht aber nichts dagegen sich am Anfang Experten ins Unternehmen zu holen und von denen das Rüstzeug zu bekommen. In der Zwischenzeit können sich die Mitarbeiter des Online-Shop auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und erhalten wertvollen Input aus der Web Analytics.

Benötigte Kennzahlen konnten nicht ermittelt werden

Verwundert hat mich in der Studie das nach wie vor zum Teil mehrere Tools eingesetzt werden. Es muss mich nicht wundern, dass ich sehr viel Zeit in der Analyse der Daten benötige wenn ich auch noch mehrere Tools hierbei betrachten muss. Mal abgesehen von dem Aufwand beide Tools von der Bedienung kennen zu lernen und die Daten anschließend zu matchen um ein einheitliches Bild zu bekommen. Hierzu passt das weitere Ergebnis das bereits jeder fünfte seine Web-Controlling-Lösung gewechselt hat. Die hauptsächlichen Wechselgründe hierfür waren:

  1. Benötigte Kennzahlen konnten nicht ermittelt werden
  2. Bisheriger Anbieter war zu teuer

Fehlende Erfahrung

Diese beiden Punkte sind vor einem Projekt eindeutig ermittelbar. Erfordern allerdings eine gründliche Vorarbeit und Aufnahme der Anforderungen. Ein Wechsel des Tools ist u. U. ein sehr kostspieliges Unterfangen und der Wechsel rechnet sich zumeist erst nach einer mehrjährigen Laufzeit. Zum Einen steht der Bruch der Statistiken - von einer Übernahme der Altdaten in das neue System ist in der Regel abzuraten, Zum Anderen stehen erneute Schulungen der Mitarbeiter an und diverse Diskussionen, warum das neue Tool andere Zahlen liefert - unproduktive Zeit.

“EDA-Kosten”

Würden Sie einen Mitarbeiter das Controlling übergeben sowie die Auswahl geeigneter Tools, um ein Finanzcontrolling aufzusetzen, wenn er keine Ahnung von Leistungs- und Kostenrechnung hat?

Sicherlich nicht! - im Web Analytics Umfeld ist dies nach wie vor Gang und Gäbe, da evaluieren studentische Hilfskräfte oder Mitarbeiter, die ganz andere Aufgaben haben, im Produktmanagement, IT oder Marketing wie selbstverständlich Web-Analytics-Tools. Vielfach wird der interne Aufwand für eine gründliche Evaluierung komplett unterschätzt. Die Zeitaufwände für die Anforderungsaufnahme bis hin zur Toolauswahl und Implementierung fallen unter den Tisch, das sind ja “EDA-Kosten”. Nach der Implementierung stellt man zum Teil erst fest, welche Kennzahlen eigentlich fehlen und/oder es tauchen fehlerhafte Statistiken auf durch eine falsche Implementierung. Diese wiederum führen zu internen Diskussionen, dass das alles nichts taugt. Würde man diese Kosten mal zusammenrechnen, würde man sehr schnell zu dem Schluss kommen, das es effizienter ist, Experten mit einzubeziehen und trotz des hohen Anfangsinvests schneller einen ROI zu erzielen.

Die Shop-Betreiber werden 2011 mehr in Web Analytics investieren

Laut der Untersuchung sollen die Ausgaben für Web Controlling 2011 steigen, dies beinhaltet Invests in Personal und Lösungen - Ein guter Ansatz!

Betrachtet man die erhobenen Kennzahlen oder Interessen wird wahrscheinlich der Datenschutz eine wesentlich höherer Präferenz erhalten als wirtschaftlich sinnvolle Analysen - wie zum Beispiel die Abbruchanalyse, den laut der Studie erfolgt diese nicht mal bei der Hälfte der befragten Unternehmen.

Resumé

Unser Unternehmen ist nunmehr seit 2003 in Web Analytics Markt aktiv. Die Studie zeigt aus meiner Sicht immer noch viele Merkmale von der Marktsituation von 2003. Auch wenn Google Analytics mit seiner hohen Verbreitung viel in dem Segment beigetragen hat, so ist der effiziente Einsatz der Web Analytics eher noch die Ausnahme. Nach wie vor werden belanglose Kennzahlen zu KPI erhoben und man betrachtet eher mehr Kennzahlen als sich auf wenige relevante Kennzahlen zu konzentrieren. Betrachte ich die Statistik über die Toolverteilung, dann sind die meisten versierten Web Analytics Dienstleister in einem Segment < 10% der in dieser Studie befragten Unternehmen aktiv, denn die namhaften internationalen Marktführer sind nicht einzeln aufgeführt, sondern sind wahrscheinlich der Gruppe Sonstige Lösung (8%) zu finden.

Zur Zeit boomt der Online Markt und auch die weniger gut aufgestellten Shops machen gute Umsätze, aber die Konkurrenz schläft nicht. Die führenden Online Händler betreiben alle intensive Web Analytics und User Experience mit eigenen und externen Experten. Sie machen das nicht zum Selbstzweck, sondern um sich bestmöglich dem Webbesucher zu präsentieren und wesentliche Kennzahlen wie Cost-per-Order und Marketing-Spendings auch in Zeiten einer Hochkonjunktur nicht ins Kraut schießen zu lassen.

Zu den tagtäglichen technischen Problemen bei der Zusammenstellung wesentlicher KPIs selbst in hochwertigen Tools werden wir in der kommenden Woche noch einen weiteren Artikel veröffentlichen.


am 4. Juli 2011 unter Analytics, Markt

Was CEOs von Ihren CMOs erwarten!

Auf CMO.com habe ich gerade einen interessanten Artikel gelesen ” 10 Great Expectations: What CEOs want from their CMOs” von Stephanie Overby, Contributing Writer, CMO.com, den ich im Kern wiedergeben und ergänzen möchte.

Overby führt in der Einleitung auf, dass sich einige Marketingleiter nach wie vor auf den kreativen Part fokussieren, statt das Hauptaugenmerk auf geschäftsrelevante Kennzahlen zu legen. Die Vorstände von heute wünschen sich jedoch Marketingleiter, die nicht nur ihre Abteilung leiten, sondern aktiv das Geschäft mit entwickeln.

Die folgenden zehn Punkte sollen laut Frau Overby aufzeigen, welche Fähigkeiten und Rollen von Marketingleitern heute erwartet werden:

1. Ein fokussierter Finanzverwalter

Statt nur Budget- oder Ressourcengrößen zu benennen, die benötigt werden um die Marketingaufgaben zu erledigen, zeigen die CMOs den zu erwartenden Return-on-Invest auf.

Es wird immer wichtiger den messbaren Impact der Marketingmaßnahmen auf die Ziele des Unternehmens nachzuweisen.

Zumindest im Online Marketing sollte die Messung aller Aktivitäten heute zum Standard gehören.

2. Ein beständiger Innovator

Die Vorstände erwarten von ihren Marketiers Ideen und Innovationen die ihnen helfen ihre Wachstumsziele zu erfüllen. In erster Linie geht es hierbei um die Innovationen, die den Umsatz weiter erhöhen.

Die gute Nachricht ist, dass das Testen und Messen sowie das Überprüfen von Hypothesen heute wesentlich einfacher ist als noch vor wenigen Jahren. Daher können und müssen Marketiers Innovation und Weiterentwicklung aktiv treiben.

3. Ein Kundenflüsterer

Das kundenzentrische Verhalten steht in der Corporate Agenda ganz oben. Die CEOs wollen wissen, was der Kunde wünscht - und das möglichst bevor der Kunde das selber weiß.

4. Ein dedizierter Brand-Verwalter

Vom CMO wird erwartet, dass sie die Hüter der Corporate Reputation sind.

Es ist nahezu unmöglich, immer die richtige Balance zwischen dem langfristigen Ausbau des Brands einerseits und Investitionen, die kurzfristig Erfolge erzielen sollen andererseits, herzustellen. Gute Marketiers wissen aber, ein Brand wird Stück für Stück und kontinuierlich aufgebaut.

CMOs sind gut beraten, wenn sie ihrem CEO regelmäßig die kontinuierlichen Entwicklungen vorstellen.

5. Ein Sozial-Media-Experte

Hier gilt es im ersten Schritt darum, das große Bild aufzuzeigen und die Rolle des Mediums und eventuelle Veränderungen für das Unternehmen heraus zu arbeiten. Bei der Durchführung erster Aktionen sollten außerdem die Kosten für Fehlversuche minimiert werden.

6. Ein Business Stratege

CMOs sind nicht nur die Verwalter der Marketingabteilung sondern auch der Gesprächspartner des CEOs wenn es um die Weiterentwicklung des Unternehmens geht. Dies erfordert gute Kenntnisse über die anderen Abteilungen und Abläufe im Unternehmen sowie die Marktentwicklung, um langfristige Zielsetzungen verfolgen zu können.

7. Ein kompetenter Krisenmanager

Hier gilt es ein Rauschen im Markt von einem echten Signal zu unterscheiden und dann entsprechend zu handeln.

Leider fehlt es nach wie vor in vielen Unternehmen an „Notfall”-Plänen, sollte die Entwicklung anders verlaufen als geplant.

8. Ein Datenanalyst

Der Vorstand wünscht konkrete, verständliche Marketing-Kennzahlen und auf Fakten basierende Entscheidungen.

Um den Wünschen des Vorstandes nach mehr Information gerecht zu werden, ist es einerseits notwendig intelligente und vorausschauende Analysten im Team durch zu führen, aber auch anderseits dafür Sorge zu tragen, dass möglichst alle Marketing-Aktivitäten messbar sind.

9. Der Anwalt des Kunden

In der Hitze des Vertriebs-„Gefechts” verliert so mancher CEO aufgrund von Kosteneinsparungen oder Shareholder Value den Kunden und seine Bedürfnisse aus den Augen. Hier ist es Aufgabe des CMOs die Stimme zu erheben und mögliche Auswirkungen und Gefahren aufzuzeigen.

10. Der oberste Motivator

Die Anforderungen sind nicht ohne: Visionen entwickeln, begeistern, ausgleichen und Motivator der Mitarbeiter im gesamten Unternehmen sein.

Ziel ist es, dass die Mitarbeiter verinnerlichen wofür das Unternehmen steht und das nach außen auch demonstrieren.

Mein Kommentar

Der Artikel zeigt im Wesentlichen auf, dass der Marketingleiter heute ein gleichberechtigter Konterpart für den Vorstand sein soll. Doch vielmals fehlen einfach die Werkzeuge, um relativ schnell aussagefähig zu sein. Zum Einen stehen nicht immer geeignete Werkzeuge zur Verfügung, um alle Marketingaktivitäten im Überblick zu haben - Offline und Online - zum Anderen sind die relevanten Kennzahlen schlichtweg nicht definiert und es werden Reports ohne Aussagekraft abgeliefert.

Es sollte eigentlich im Eigeninteresse jedes Marketiers sein, seinen Anteil am Erfolg des Unternehmens messbar abbilden zu können. Im schnell gewachsenen Online-Segment fehlt es in der Regel an geeigneten Tools, wie z. B. einem all umfassenden Marketing-Planning-Tool - welches es erlaubt, alle Kampagnen workflowgesteuert zu planen und zu verwalten, zu budegtieren und deren Erfolge in einem Tool zu ermitteln.

Die Web Analytics bietet hier nur die Linkmessung, aber keine Kampagnenplanung Top-Down. Diese erfolgt vielfach weiterhin mühsam in Excel in viel Handarbeit und dementsprechend zumeist fehlerbehaftet.

Um zum Beispiel eine Online-Media-Kampagne zu planen wird vielfach Excel in Kombination mit einer Media Asset Datenbank sowie einem Linkbuilder eingesetzt. Die Daten werden dann an eine Agentur per Mail versandt, die diese erneut in ihr Buchungstool eingibt.  E-Mail-Kampagnen werden mit einem E-Mail-Kampagnentool gepflegt und die Daten werden anschließend wieder händisch in das Excel-Marketing-Planungs-Template übergeben. Ähnlich verläuft die Planung im Affiliate oder Kooperationsmarketing.

Auch hier ist der CMO gefordert, Prozesse in seinem Team zu etablieren, die hohe Qualität und hohe Transparenz gewährleisten, um Erfolgsmetriken in der gesamten Planungshierarchie verfügbar zu machen. Excel ist ein tolles Werkzeug, aber hierfür nur bedingt geeignet, da es jegliche Unterstützung dieser Prozesse missen lässt. Im Online-Marketing gibt es dafür besser geeignete Lösungen, die auch über die notwendigen automatisierten Schnittstellen zum Beispiel zu Adobe SiteCatalyst oder Webtrekk Q3 verfügen - www.advertzoom.de - und somit die Erfolgskennzahlen automatisch zurück ins Online-Marketing-Planungstool spielen können.

Resumee

Das Marketing hat sich insbesondere im Hinblick auf den “Kanal Internet” in den letzten Jahren stark gewandelt. Messen und Testen sind in vielen B2C- und auch einigen B2B-Marketingabteilungen Standard. Die Anforderung, Marketingeffizienz auch gegenüber der Geschäftsleitung und dem Unternehmen darzulegen und zu “beweisen” ist nicht zuletzt der Grund für die verstärkte Nachfrage nach validen und verständlichen Zahlen. Der Bezug zum Geschäftsmodell ist nicht mehr abstrakt und der Spruch “Alles ist letztendlich Branding” zieht nicht immer.

Umso stärker die  Geschäftsprozesse und das Geschäftsmodell des Unternehmens auf das Internet ausgerichtet sind, umso höher ist der Bedarf nach Marketing-Controlling und nachvollziehbaren Prozessen und umso mehr muss sich das Marketing an Vertrieb und Absatz orientieren.


am 27. Juni 2011 unter Analytics, Markt, advertzoom

Review Adobe Summit 2011 in London

Auch dieses Jahr lud “ex Omniture” nach London zu seinem Adobe Summit 2011. Die Veranstaltung sprengt langsam die Kapazitäten des Hilton Metropole, des angeblich zweitgrößten Hotels in London, denn mehr als 1.300 Teilnehmer hatten sich angemeldet.

Kurz die Fakten in Übersicht:

  • Mehr als 1.300 Teilnehmer - 95% aus UK, die restlichen 5% aus den anderen europäischen Ländern u.a. Deutschland
  • 30 sogenannte Breakout Track & Sessions, 20 Case Studies sowie diverse Keynotes

Die Kern-Themen:

  • Social Media Tracking mit Schwerpunkt auf Facebook
  • Mobile Analytics
  • Conversion Optimierung
  • Online Analytics
  • und natürlich alle Produkthighlights

Bei den Themen gab es nun wirklich keine Überraschung. Social Media und Mobile stellen derzeitig auf jeden Event ein Muss dar.

Neuankündigungen (Pressemeldung Adobe):

Meine Produkthighlights:

  1. SiteCatalyst Version v15
    Version 15 ist mit deutlich besserer Menüführung und mit deutlich verbessertem Interface-Design versehen als alle Vorgänger und das, obwohl SiteCatalyst mit vielen neuen bzw. zum Teil früher optionalen Leistungsmerkmalen daherkommt. Deutlich wurden im Bereich der Korrelationen und Segmentbildung die Möglichkeiten aufgestockt. Viele Änderungen sind für die Kunden nicht sichtbar aber wir hoffen, in der Performance spürbar, da die gesamte Datenbankarchitektur neu entwickelt worden ist. Für Neukunden wird diese Version in Kürze verfügbar sein. Bestandskunden werden laut Adobe aktiv angesprochen, um hier eine bestmögliche Migration zu gewährleisten.

    Ersetzt SiteCatalst v15 mit den vielen neuen Leistungsmerkmalen Discover? Nein, für viele Adhoc-Analysen wird Discover weiterhin die erste Wahl bleiben.

  2. Adobe CQ5
    Ein kurzer Ausblick wurde auf das CMS-Systems von Adobe (vormals Day) gezeigt. Beeindruckend war der vorgestellte Showcase mit integrierten Test&Target sowie Adobe Scene7. Ohne zukünftig die IT einzuschalten, soll es möglich sein, multivariate Tests und Targeting über die CMS-Oberfläche im WYSIWYG-Verfahren einzurichten. Die sogenannten MBoxen werden per drag&drop platziert, die Inhalts-Varianten aus Scene7 ausgewählt und die Regeln (Offers) in Test&Target hinterlegt.

    Natürlich ist auch SiteCatalyst menügeführt in CQ5 integrierbar. Wobei seitenspezifische Informationen optional auch ohne JavaScript erfasst werden können.

Resümee der Veranstaltung und Inhalte:

Zuerst ein Lob an Adobe, die Veranstaltung war gut organisiert und ließ neben den vielen Sessions Zeit zum Networking. Insgesamt also eine gelungene Veranstaltung, nicht zuletzt auch wegen der Abendveranstaltung mit guter Live-Musik.

Die Themen und Inhalte der Sessions und Keynotes haben aus meiner Sicht nichts elementar Neues gebracht, das hat aber sicherlich auch keiner erwartet. Die Keynote-Sprechern waren gut ausgewählt und hier gab es wirklich hervorragende, unterhaltsame Sprecher. Hervorheben möchte ich Brian Solis, Social Media Guru,  und Brett Error von Adobe, seines Zeichen CTO. Brian Solis hatte über Social Media referiert und konnte die Leute in seinen Bann ziehen. Seine Kernaussage war simpel und nicht wirklich überraschend - der Mensch muss in den Mittelpunkt gestellt werden. Während Brett Error schlichtweg der Entertainer im Adobe Team ist, der auch über ein gerüttelt Maß an Selbsironie verfügt. Sehr publikumswirksam seine Videoumfrage in London zum Thema Internet.

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Adobe entwickelt sich zum Lösungsanbieter

Letztendlich gewinnt Adobe und die Aqkuisition von Omniture allmählich mehr Profil - Es ist nunmehr nicht mehr nur eine Anhäufung von lose gekoppelten Tools, sondern das Gebilde entwickelt sich zu einer integrierten digitalen Lösung für Media und Marketing.


am 26. Mai 2011 unter Analytics, Markt

Die “neue” EU-Datenschutzrichtlinie oder ab Mittwoch keine Cookies mehr?

Allenthalben wird von der “neuen EU-Datenschutzrichtlinie” geredet und geschrieben (um nicht zu sagen polemisiert), der zufolge ab dem 26. Mai 2011 Cookies verboten sein sollen.

Ich gehe davon aus, das 99,98% der Kommentatoren die Richtlinie nicht gelesen haben. Um die Diskussion auf eine sachliche Basis zu stellen, hier einige Information dazu. Die originale Textpassage in dem etliche Dutzend Seiten umfassenden Ergänzungswerk der Regelung aus dem Jahre 1995 lautet wie folgt:

5. Artikel, Nr. 5, Absatz 3 erhält folgende Fassung:

“(3) Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Speicherung von Informationen oder der Zugriff auf Informationen, die bereits im Endgerät eines Teilnehmers oder Nutzers gespeichert sind, nur gestattet ist, wenn der betreffende Teilnehmer oder Nutzer auf der Grundlage von klaren und umfassenden Informationen, die er gemäß der Richtlinie 95/46/EG u. a. über die Zwecke der Verarbeitung erhält, seine Einwilligung gegeben hat. Dies steht einer technischen Speicherung oder dem Zugang nicht entgegen, wenn der alleinige Zweck die Durchführung der Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz ist oder wenn dies unbedingt erforderlich ist, damit der Anbieter eines Dienstes der Informationsgesellschaft, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wurde, diesen Dienst zur Verfügung stellen kann.”

Die Begründung zu dieser der Änderung lautet:

(66) Es ist denkbar, dass Dritte aus einer Reihe von Gründen Informationen auf der Endeinrichtung eines Nutzers speichern oder auf bereits gespeicherte Informationen zugreifen wollen, die von legitimen Gründen (wie manchen Arten von Cookies) bis hin zum unberechtigten Eindringen in die Privatsphäre (z. B. über Spähsoftware oder Viren) reichen. Daher ist es von größter Wichtigkeit, dass den Nutzern eine klare und verständliche Information bereitgestellt wird, wenn sie irgendeine Tätigkeit ausführen, die zu einer solchen Speicherung oder einem solchen Zugriff führen könnte. Die Methoden der Information und die Einräumung des Rechts, diese abzulehnen, sollten so benutzerfreundlich wie möglich gestaltet werden. Ausnahmen von der Informationspflicht und der Einräumung des Rechts auf Ablehnung sollten auf jene Situationen beschränkt sein, in denen die technische Speicherung oder der Zugriff unverzichtbar sind, um die Nutzung eines vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich angeforderten Dienstes zu ermöglichen. Wenn es technisch durchführbar und wirksam ist, kann die Einwilligung des Nutzers zur Verarbeitung im Einklang mit den entsprechenden Bestimmungen der Richtlinie 95/46/EG über die Handhabung der entsprechenden Einstellungen eines Browsers oder einer anderen Anwendung ausgedrückt werden. Die Umsetzung dieser Voraussetzungen sollte durch die Stärkung der Befugnisse der zuständigen nationalen Behörden wirksamer gestaltet werden.

Um klar zustellen: ich bin weder Jurist, noch maße ich mir an, als Laie Gesetzestexte zu interpretieren. Aber was mir auffällt ist, dass dieser Text Cookies nicht nur nicht verbietet, sondern sogar explizit zu erlauben scheint, anders kann man den Satz “… Dies steht einer technischen Speicherung oder dem Zugang nicht entgegen, wenn der alleinige Zweck die Durchführung der Übertragung einer Nachricht …” doch gar nicht verstehen?

Ich fasse das mal so zusammen:

  1. Sofern notwendig, dürfen Informationen gespeichert werden (Cookies), wenn ich den Anwender darüber informiere.
  2. Der Anwender muss ein Recht zum Einspruch bzw. Widerspruch haben.
  3. Dieser Widerspruch kann technisch über den Browser geregelt werden, oder aber auch anders.
  4. Ausnahmen gelten dann, wenn die Speicherung technisch unverzichtbar ist zur Bereitstellung des angeforderten Dienstes (also z.B. ein Warenkorb oder ein Chatroom).

Liebe Leute: Was bitte ist daran jetzt neu? Was rechtfertigt diese maßlose Panikmache, dass man ab dem 26.5. keine Cookies mehr verwenden darf?

Den ganzen Wortlaut kann man hier nachlesen, aber Achtung, man muss schon etwas suchen bis man die Passagen über Cookies gefunden hat, 90% des Textes befassen sich nämlich mit ganz anderen Dingen:

  1. http://europa.eu/legislation_summaries/information_society/l24120_de.htm
  2. http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:32009L0136:DE:NOT

Die seit 1995 bestehende Empfehlung (!) des EU-Rates für den nationalen Datenschutz findet man im übrigen hier:

Liebe deutsche Datenschützer und solche dies es vorgeben zu sein:
Etwas mehr Sachlichkeit und etwas mehr fundierte Aufklärung tun der Sache des Datenschutzes durchaus keinen Abbruch. Ständiges “haltet-den-Dieb”-Geschrei und Überinterpretieren von durchaus sinnvollen Regelungen hilft niemandem - und am allerwenigsten einem vernünftigen Datenschutz!

Von einem Datenschützer erwarte ich klare Aussagen darüber wann ich was darf und wann ich was nicht darf und auf welcher Grundlage was wie in Gesetzen geregelt wurde die für jeden verständlich und nachvollziehbar sind.

Die derzeitige Situation wird weiter zu uneinheitlicher Rechtsprechung und damit zu einer Nicht-Akzeptanz des deutschen Datenschutzes führen. Nicht weil die Internet-Branche generell Anwender ausspioniert oder übervorteilen möchte, sondern weil die Datenschützer ihre Hausaufgaben nicht machen.


am 23. Mai 2011 unter Analytics
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eMetrics 2011 - ein Messebericht

Vom 5. bis 6. April fand die eMetrics Marketing Optimization Summit parallel zur SMX in München statt - der deutsche Fachkongress für Web-Analytics.

Die Stimmungslage

Man hatte dieses Jahr durchaus den Eindruck, dass es der Branche nach zwei harten Jahren wieder besser geht. Die “gefühlte Anzahl” an Besuchern war deutlich höher als im letzten Jahr und auch bei den Ausstellern hat man mehr Menschen mit fröhlicheren Gesichtern gesehen. Dies kann natürlich auch zum Teil auf die neue Location zurückzuführen sein, aber die “gefühlte Stimmungslage” war alles in allem gut bis sehr gut.

Die eMetrics wächst

Die eMetrics gewinnt Jahr für Jahr mehr Teilnehmer! Leider nicht im gleichen Verhältnis wie die SMX und so kamen auf 4 SMX-Teilnehmer gerade mal ein Web-Analyst - Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Die neue Location, Hilton Munich Park Hotel, hat der Veranstaltung mit knapp 1.000 Teilnehmer insgesamt gut getan hat. So waren diesmal alle Sponsoren auf einer Ebene in zwei Räumen verteilt und die Teilnehmer konnten sich schnell eine Übersicht über die Aussteller verschaffen.

Vielen Dank an dieser Stelle auch allen Besuchern an unserem Stand und viel Spaß beim Lesen all den Gewinnern unseres Buches.

Die Vorträge

Wie im jedem Jahr gab es gute und weniger gute Vorträge. Manchem der zahllosen Kundenbeiträge hat man leider die vielen internen Korrekturen angemerkt, und so sind die wirklich spannenden und nutzbringenden Informationen oft einer übertriebenen “Geheimhaltung” zum Opfer gefallen. Was blieb waren Plattitüden und Nichtigkeiten. Hier unterscheiden wir Deutsche uns wohl deutlich von den Amerikanern, so mir immer von Rising Media erzählt wird. Dort werden die Herausforderungen klarer kommuniziert und man hat Interesse die Meinungen anderer zu hören, ohne die allzu deutsche Phobie, dem vermeintlichen Mitbewerber gerade wichtige Informationen zugespielt zu haben.

Datenschutz - ab dem 25. Mai tritt die EU Richtlinie in Kraft

Datenschutz ist nach wie vor ein großes Thema und die letzte Veranstaltung am letzten Tag war entsprechend gut besucht. Martin Schirmbacher, Fachanwalt für IT-Recht der Kanzlei HÄRTING Rechtsanwälte und Kirsten Bock, Leiterin Referat EuroPriSe - Europäisches Datenschutz Gütesiegel beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) waren die Referenten.

Nachdem beide Ihren Vortrag mit durchaus unterschiedlichen Betrachtungsweisen zu dem Thema vorgetragen hatten, startete eine  - aus meiner Sicht - viel zu kurze Diskussion.

Die Vorträge und Diskussion kann man auf folgende Kernthemen zusammenfassen:

  1. Ist eine IP-Adresse ein persönliches Datum?
  2. Verwendung von Cookies in der Online Werbung
  3. Opt-out Möglichkeit beim Messen der Besucher
  4. Auftragsdatenverarbeitung
  5. Abmahnung wegen Nichteinhaltung der EU-Richtlinie

Neue Erkenntnisse gab es eigentlich nicht. Die Fronten sind klar abgesteckt und Lösungsvorschläge, wie ich z. B. einem anonymen Besucher ein Opt-Out anbieten soll, wenn ich doch nicht wissen darf wer er ist und er keine Cookies akzeptiert, gab es auch nicht. Hier sieht sich der Datenschutz allerdings auch nicht in der Pflicht Vorschläge zu unterbreiten.

Des Weiteren verwies Frau Bock darauf das die EU Richtlinie 2009/136/EG am 25. Mai 2011 auch für Deutschland in Kraft tritt und ggfs. Unternehmen, die nicht Datenschutzkonform Web-Analytics betreiben, abgemahnt werden. Hier waren unter anderem Herr Martin Schirmbacher und Christian Bennefeld, Geschäftsführer etracker GmbH, ganz anderer Meinung, da es sich aus Ihrer Sicht um eine Europäische Richtlinie handelt und nicht um ein nationales Gesetz.

Interessant in diesem Zusammenhang war auch die Podiumsdiskussion “Die Zukunft der Web-Analyse” am Dienstag Abend. Obwohl thematisch anders angelegt, driftete auch hier die Diskussion innerhalb kurzer Zeit in Richtung Datenschutz. Die einhellige Meinung des Podiums war, dass der Datenschutz in Deutschland sich in einer verhärteten Position auf nicht wirklich relevante Themen konzentriert und die Ansätze der Wirtschaft, hier offene Gespräche und Lösungen im Ausgleich der verschiedenen Interessen zu suchen, bisher aus nicht erklärlichen Gründen verweigert. Obwohl, wie Jos Meijerhof von Google und Oliver von Wersch, AGOF u.A., berichteten, man in Gesprächen sei, so scheiterten diese doch immer wieder an unhaltbaren Maximalforderungen der Datenschützer und deren mitunter nicht ausreichendem technischen Verständnis für die Vorgänge im Online-Marketing. Die allgemeine Forderung lautete denn auch, dass die Branchenverbände Bitkom, BVDW, AGOF, OVK, IAB etc. endlich mit zielgerichteter Lobbyarbeit beginnen um diesen unhaltbaren Zuständen in einer Branche, die mittlerweile genauso viele Beschäftigte hat wie die Automobilindustrie, ein Ende zu setzen.

Letztendlich muss ich leider sagen, dass die Diskussionen nur die verhärteten Fronten aufgezeigt haben, aber keine praktikablen Lösungswege. Für den Site-Betreiber wächst in zunehmenden Maße die Rechtsunsicherheit und es entsteht der Eindruck, dass dies durchaus von den Datenschützern gewollt ist, um weiterhin auf technisch niedrigem Niveau polemisieren zu können.

Völlig unklar ist also weiterhin, was am 25.5 wirklich passieren soll:

  • Alle Cookies abschalten und nur noch per Opt-In zulassen? Adé eCommerce und Online Marketing ….
  • Web Analytics abschalten und nur noch per Opt-In messen? Adé Shop Controlling …
  • Alles so lassen wie es ist? Ich gehe davon aus das man sich ein prominentes Opfer für eine Abmahnung suchen wird …

eMetrics 2012 mit neuem Konzept?

Eine Frage die wir uns schon länger stellen, lautet “passen SMX und eMetrics überhaupt zusammen?”. Für einen SMXler liefern die Web Analysten die Kenndaten anhand deren er Strategien entwickelt und optimiert. Für die Web Analysten ist der Bereich Suchmaschinen nur ein Kanal von vielen Online-Kanälen. Aus meiner Sicht haben beide Gruppen nicht wirklich viele Gemeinsamkeiten (sieht man mal von den Kunden ab). Umso spannender fand ich den Vorschlag von Matthew Finlay, Rising Media Ltd. - dem Veranstalter der eMetrics, zukünftig die eMetrics mit der Predictive Analytics World zusammen in Deutschland zu veranstalten.

Predictive Analytics World ist das Business-Event für Experten im Bereich Predictive Analytics, strategische Entscheider und kommerzielle Anwender

Die SMX ist groß genug um eigenständig weiter zu leben. Die eMetrics und Predictive Analytics World können sich durch ähnliche Aufgaben gegenseitig befruchten.

Also, man sieht sich auf der dann hoffentlich mit neuem Konzept startenden eMetrics am 27.- und 28. März 2012 in München.


am 11. April 2011 unter Analytics, Markt
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eMetrics - Die Konferenz für Online Marketing-Controlling und -Optimierung

Same procedure as every year - auch in diesem Jahr treffen sich die Web Analytiker und Interessierte auf der eMetrics - dem Fachkongress für Web Analytics, vom 5. bis 6. April in München - und contentmetrics ist als Sponsor wieder vertreten. Diesmal in einer neuen Location - dem Hilton Munich Park Hotel. Rising Media organisiert wie gewohnt parallel zwei Konferenzen (eMetrics und SMX (Suchmaschinenmarkting)) und bietet dem Fachpublikum die Möglichkeit spannende Vorträge zu erleben und den Austausch mit Gleichgesinnten  zu suchen.

Das eMetrics-Programm ist gewohnt abwechslungsreich und spricht damit sowohl Einsteiger als auch Web-Analytics-Profis an:

Das Basispanel beschäftigt sich mit der Frage nach den richtigen KPIs und der Integration der Web Analytics in die Unternehmenskultur und bietet damit erste Grundlagen für einen erfolgreichen Start in diesem Sektor. Interessante Details aus der täglichen Anwendung und spezielle Lösungsansätze präsentieren Referenten aus verschiedenen namhaften Unternehmen. Hier werden vor allem Analytics-Profis angesprochen, die sich vielleicht mit ähnlichen Fragestellungen beschäftigen und Lösungsansätze oder Anregungen suchen.

Natürlich dürfen auch die beliebten Keynote-Präsentationen von Jim Sterne und Diskussionsrunden z.B. zur Zukunft der Web Analytics oder zum Thema Datenschutz im Online Marketing nicht fehlen.

contentmetrics ist auch 2011 wieder im Fachbeirat der eMetrics vertreten und unterstützt die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung.

Sparen Sie 15%

Mit unserem Discount Code (SMART011) erhalten Sie 15% Rabatt auf einen Ein- oder Zwei-Tages-Pass sowie auf den Kombipass. Geben Sie den Code direkt bei der Anmeldung ein uns profitieren Sie von vergünstigten Eintrittspreisen.

Treffen Sie uns am Stand Nr. 25

Wir - Melanie Schmid, Axel Amthor und Thomas Brommund - freuen uns, Sie an unserem Stand Nummer 25 zu treffen.

advertzoom Live-Präsentation

Die integrierte Lösung advertzoom von contentmetrics für effiziente Online-Kampagnen-Planung und -Steuerung mit Echtzeit-Anbindung an die führenden Web-Analytics-Tools werden wir an unserem Stand Live präsentieren.

advertzoom ist das fehlende Bindeglied zwischen der Web Analytics und dem Online Marketing und minimiert den administrativen Aufwand auf das Nötigste, um Freiräume für konzeptionelle und wertschöpfende Tätigkeiten zu schaffen. Durch zentrale Ablage aller Ressourcen  (Werbemittel, Kampagnendaten, Partner wie Affiliate-Netzwerke) hat das Team und Ihre Abteilung immer den aktuellen Stand und kann Informationen über die advertzoom-Plattform austauschen. Ein integriertes Workflow-System hilft Ihnen, Prozesse in verteilten Umgebungen mit unterschiedlichen Rollen zu definieren und führt zu nachvollziehbaren Ergebnissen. Die Kampagnen-KPIs werden direkt aus dem angebundenen Web-Analytics-Tool übernommen. advertzoom bietet somit jederzeit einen Überblick über die Budgets, Kosten und Erfolge der Online-Kampagnen.

Tägliche Verlosung des Buches “Mehr Erfolg durch Web Analytics”

Täglich verlosen wir bis zu 5 Bücher “Mehr Erfolg durch Web Analytics - Ein Leitfaden für Marketer und Entscheider”. Die Verlosung findet jeweils in der Kaffeepause am Nachmittag zwischen 15:45 und 16:00 Uhr statt.

Termine vereinbaren

Gerne vereinbaren wir auch persönliche Termine - sprechen Sie uns an (089 / 219 65 15 - 0 oder info@contentmetrics.de).


am 21. März 2011 unter Analytics, Markt, advertzoom

advertzoom v1.1 - Direkte Anbindung an Adobe SiteCatalyst

Mit Beginn von Q2 2011 wird die neue Version 1.1 des contentmetrics Online-Marketing-Tools advertzoom ausgerollt. advertzoom wird in dieser Version um wesentliche Funktionen in der automatischen Bereitstellung von aggregierten Kampagnenkennzahlen und -Reportings für das Marketing-Management erweitert.

Anbindung an Adobe SiteCatalyst

Mit dem neuem Release ist die Anbindung an das führende Web-Analytics-System Adobe SiteCatalyst abgeschlossen. advertzoom konfiguriert dabei nicht nur automatisch das Web-Analytics-Tool anhand der vorliegenden Kampagnenstrukturen, sondern versorgt dieses auch vollautomatisch mit den notwendigen Klassifizierungen und Lookups nach jeder Änderung.

Durch diese Integration entfällt jegliche aufwändige und zum Teil umständliche Pflege der sog. SAINT-Dateien in SiteCatalyst. Das Ergebnis ist eine einheitliche Darstellung der Erfolgskennzahlen in beiden Tools, sodass die Sichten auf aggregierte Zahlen aus allen Online-Kampagnen und -Kanälen im Marketing-Performance-Controlling ohne lästige und komplizierte Routinearbeiten möglich sind.

Neue aggregierte Management-Sichten

Zusätzlich stellt advertzoom eine aggregierte Management-Sicht bereit, die es ermöglicht, die in advetzoom verwalteten Marketing-Maßnahmen direkt gegeneinander zu bewerten. Dazu übernimmt advertzoom regelmäßig die aktuellen Zahlen aus dem Web-Analytics-System SiteCatalyst und verdichtet diese auf den Planungsstrukturen in advertzoom zu einer Management-Sicht.

Dabei wird durch die vollständige Integration von SiteCatalyst als “Zweiwege-Kommunikation” nicht das Web-Analytics-Tool ersetzt oder gar überflüssig gemacht, sondern die Funktionen des Tools ausgeschöpft, um eine Darstellung innerhalb der Planung zur Verfügung zu stellen, die üblicherweise nur mit erheblichem manuellen Aufwand und einigem Know-How ermöglicht werden kann.

Next Step - Anbindung Webtrekk Q3

Bereits in Arbeit ist die Integration mit dem in Berlin ansässigen Web-Analytics-Tool-Anbieter Webtrekk, deren Lösung Webtrekk Q3 ebenfalls bei vielen unserer Kunden erfolgreich im Einsatz ist. Durch die Integration dieses weiteren Web-Analytics-Systems entsteht eine Tool-unabhängige Sicht auf die angesammelten Daten zur Bewertung und Steuerung von Online Marketing Maßnahmen auf hoch aggregierter Ebene zur Unterstützung des Managements und der CMOs.

Weitere Infos zu advertzoom unter www.advertzoom.de oder über unseren Kontakt-Link.


am 17. März 2011 unter Analytics, advertzoom

Online-Umfrage zu Web Analytics der Uni Freiburg (CH)

Heute möchte ich auf eine Umfrage der Uni Freiburg hinweisen und Sie bitten an dem Projekt mitzumachen -  http://www.onlineumfragen.com/login.cfm?umfrage=23375

Dieser Online-Fragebogen wird vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Andreas Meier) der Universität Fribourg (Schweiz) durchgeführt und ist Gegenstand eines Forschungsprojektes zu Web Analytics.
Die Umfrage dient ausschliesslich zu wissenschaftlichen Zwecken.

Die Daten des Online-Fragebogens werden völlig anonym erfasst, ausgewertet und vertraulich behandelt. Es werden keine persönlichen Angaben (d.h. keine Namen oder E-Mail-, Post- und Internet-Adressen) zur Person oder zum Unternehmen abgefragt, sondern lediglich Fragen betreffend den Einsatz von Web Analytics.

Profitieren auch Sie von den Resultaten und den abgeleiteten Handlungsempfehlungen dieser Studie. Die Untersuchungsergebnisse werden Ihnen zur Verfügung gestellt. Die Resultate werden Aufschluss geben, wie Firmen oder Ihre Kunden Web Analytics einsetzen und wie Sie Web Analytics erfolgreich gestalten können.

Der Fragebogen beinhaltet 16 Fragen und die Beantwortung dauert höchstens 15 Minuten. Bitte nehmen Sie sich die Zeit und beantworten Sie die Fragen (bis spätestens 31. März 2011).
Falls Sie an mehreren Web Analytics-Projekten beteiligt waren, beantworten Sie die Fragen bitte aus der Sicht eines repräsentativen Projektes.

Für Rückfragen und Anmerkungen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
Information Systems Research Group
Departement für Informatik
Universität Freiburg
Bd. de Pérolles 90
1700 Fribourg
Schweiz
Telefon: +41 78 870 95 55


am 15. März 2011 unter Analytics, Markt

SiteCatalyst runderneuert in Version 15

Das Produkt SiteCatalyst aus dem Hause Omniture, die letztes Jahr von Adobe übernommen wurden, erfährt in diesen Tagen seine dringend fällige “Runderneuerung”. Wie man auf der offiziellen Adobe-Website lesen kann und wie es auch zu dem diesjährigen Summit in London im Mai angekündigt wird, kommt die Version 15 des führenden Web-Analytics-Tools weltweit zu Beginn des Q2.

Neben vielen neuen Funktionalitäten, die sowohl auf dem Summit als auch in den Pressemeldungen verkündigt werden, war für uns eine der wichtigsten Änderungen in der neuen Version die Überarbeitung der zerklüfteten Benutzerschnittstelle.

Über Jahre gewachsen sind unterschiedlichste Bedienkonzepte zum Einsatz gekommen und teilweise gewöhnungsbedürftige Dialoge und Bedienelemente in das Userinterface hinein gestreut worden.

Hier wurde gründlich aufgeräumt und ich bin überzeugt, dass die Akzeptanz der Version 15 deutlich höher sein wird als es vor mehr als zwei Jahren von 13 auf 14 zu beobachten war.

Die Version wird Adobe zufolge in den nächsten Monaten sukzessive an alle Bestandskunden ausgerollt, da auch eine Migration der Datenbestände vorgenommen werden muss - eine Folge sicherlich der erweiterten Funktionalitäten im Reporting und der Analyse.

Wir freuen uns mit unseren Kunden auf die neue Version und die erweiterten Möglichkeiten, die Marketing-Effizienz zu steigern und zielgerichtetes Web-Controlling zu betreiben.

Sollten Sie Fragen zur neuen Version haben oder erfahren wollen, wann ihre Instanz migriert werden wird, wenden Sie sich an Ihren Adobe Account Manager oder gerne auch an uns.


am 10. März 2011 unter Analytics

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