Archiv für das Jahr 2010:

Weihnachtsaktion 2010 - contentmetrics unterstützt die Stiftung Mittagskinder

Wie bereits im letzten Jahr, haben wir uns auch 2010 wieder entschlossen, auf Weihnachtsgeschenke an unsere Kunden und Partner zu verzichten. Stattdessen unterstützt contentmetrics wieder eine gemeinnützige Organisation: Die Stiftung Mittagskinder in Hamburg.

Die Stiftung Mittagskinder betreibt zwei Kindertreffs in den Stadtteilen Kirchdorf-Süd und Neuwiedenthal, die als soziale Brennpunkte gelten. In diesen beiden Kindertreffs werden mehr als 200 sozial benachteiligte Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren unentgeltlich mit gesunden Mahlzeiten versorgt und sozialpädagogisch von Fachkräften betreut. Da 80% der Kinder einen Migrationshintergrund aus den unterschiedlichsten Kulturen haben, lernen die Kinder nebenbei Toleranz und Rücksichtnahme.

Bei unserem Besuch im Kindertreff durften Thomas Brommund, Silvia Martins und ich die Akrobatik-Proben für die Weihnachtsaufführung der Kinder erleben und haben einen Einblick in die großartige Arbeit der Stiftung bekommen. Zum Angebot gehören neben Spielen und Hausaufgabenhilfe, auch das Programm “Bildungsimpulse” mit Sprach- und Leseförderung, das Mitmachlabor für naturwissenschaftliche Basisexperimente und die Fußballgruppen für Mädchen und Jungen.  Mittags und abends essen die Kinder gemeinsam und helfen bei der Zubereitung der frischen Mahlzeiten. Nach dem Abendbrot können sie sich selbst eine Frühstücksbox zum Mitnehmen für den nächsten Morgen packen: mit eigenhändig belegten Broten, Obst, Milch oder Saft.

Die Stiftung Mittagskinder freut sich auch über Ihre Unterstützung!

Wir wünschen unseren Kunden, Geschäftspartnern und -freunden und natürlich den Mittagskindern ein frohes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch!

Wir freuen uns auf das gemeinsame nächste Jahr und auf viele spannende Projekte.


am 23. Dezember 2010 unter Analytics

Redirects: Wer sie kennt, der mag sie nicht,…

... wer sie mag, der hat sie nicht,…

…wer sie hat, der kennt sie nicht?

Redirects sind nicht auszurotten. Warum auch. Sie leiten Nutzer direkt von einer auf eine andere Adresse weiter, ohne Anwender mit Details zu behelligen. Sie erleichtern die Domainpflege, verhindern Irritationen bei 404-Fehlern oder dienen Zählsystemen als Trigger. [Und wenn es sich um Ad-Server handelt, ist es nicht zwangsläufig die schlechteste Alternative deren Klicks zu zählen.]

Über die Technische Implementierungsmöglicheiten von Redirects ist schon mehrfach sinnvoll geschrieben worden. Auch von uns. Ich greife hier daher nur die Quintessenz und Erste Goldene Regel zur Implementierung von Redirects im Umfeld gemessener Seiten auf:

“Jeder Redirect muss so realisiert werden, dass der Originalreferer erhalten bleibt”

[Zur Umsetzung dieser Regel lesen Sie bitte das Handbuch Ihres Webanalytics-Tools oder fragen Sie Ihren Dienstleister]

Diese Regel ist gut, denn sie ist kurz, prägnant, einfach zu merken und ausnahmslos formuliert. Solche Regeln geben uns Halt in der wechselhaften Welt. Da ist es egal, dass sie hin und wieder falsch ist. Das Wichtigste steht eh immer in den Fußnoten.

Fußnote 1: Den Einwand “Für meine tausend Banner-Klicks will ich nicht 500 verschieden Referer sehen, sondern einen Ad-Server” will ich nicht gelten lassen. Gerade weil die Kampagnen weit gestreut sind, müssen die Referer erfasst werden. Oder soll ich mich bei der Optimierung der Aussteuerung schutzlos einem Computerprogramm oder (s)einem Dienstleister ausliefern?

Fußnote 2: “Was ist, wenn der Originalreferer systembedingt bereits LEER ist? ”

E-Mails werden bei vielen Zielgruppen vorwiegend nicht mit einem normalen Browser sondern mit einem E-Mail-Client geöffnet. Egal, ob die Nutzerin ihre Mails mit Thunderbird öffnet, oder ob der Nutzer mit Outlook arbeiten muss, wenn ein Link in der Mail geklickt wird, wird mit dem Öffnen des Webbrowsers in nahezu 100% der Fälle kein Referrer übergeben. Weswegen insbesondere im B2B-Bereich für Newsletter keine Referer gemessen werden. Stattdessen gilt der E-Mail-Klick als Direkteingabe und verdirbt uns somit so manche lustige Spekulation über die Stärke unserer Domain als Brand.

Wenn also die Newsletter, Benachrichtigungs-, Registrierungs-, Validierungs- oder sonstige System-Mails eh mit einem eigenen System verschickt werden, und wenn dieses System eh selbst Öffungs- und Klick -statistiken erhebt, und wenn die Klicks eh per Redirect gemessen werden [wie sonst?], und wenn diese Mails zu Ihren Top-20-Trafficquellen zählen - warum sollte dann nicht lieber der E-Mailserver zwischen den natürlichen Referern stehen?


am 16. Dezember 2010 unter Technik

Grundsätzliche Websiteanalyse

Wenn Sie der Meinung sind, dass Webanalyse sich bitte auf Fakten stützt, die in Zahlen (mit zwei Nachkommastellen) dargestellt werden, haben Sie recht und die Möglichkeit viel Zeit zu sparen. Lesen Sie woanders weiter, nächste Woche haben wir vermutlich wieder was für Sie. So long.

Was sieht man in der Statistik, wenn eine auf Neukunden ausgerichtete Website schlicht ihre Aufgaben nicht erfüllt?

Nichts. Oder eben nur wenig. Vermutlich sehr viele Branded Keywords und Direkteingaben. In diesen Fällen geht die Diskussion los. Wieviel Prozent Direkteingaben sind in unserem Marktsegment normal? Was können wir dafür, dass wir in der Gruppe unserer Kunden Marktführer sind? In solchen Fällen kann es helfen, alle Zahlen beiseite zu legen und mal ganz Grundsätzlich über die Site oder Konversionswebsites nachzudenken.

Ich versuch das mal. Angenommen es ginge um eine Website, die Bohrmaschinen feilbieten soll. Die Überlegungen sind aber sicherlich direkt auf andere Felder übertragbar.

Websites mit Konversionszielen müssen die Argumentation eines Dialoges, eines Vertriebsgesprächs aufgreifen – mit der Schwierigkeit, dass die Fragen und Antworten des Nutzers beim heutigen Stand der Technik nur indirekt erkannt werden können. Der Nutzer „stellt seine Fragen“, indem er Links mit einer Beschriftung foder Bebilderung folgt, in der Hoffnung, dass die Folgeseite seine Bedürfnisse befriedigt. Im Idealfall wecken die Folgeseite solange neue Interessen oder Bedürfnisse, bis der gewünschte Konversionspunkt erreicht ist.

In der Praxis bedeutet das, dass jeder Nutzer, zumindest jeder potentielle Kunde, auf jeder Seite einen Link identifiziert, der seiner Fragestellung entspricht. Die Fragestellung ist dabei direkt abhängig von der Seite, auf der er gerade ist, und den Lebensumständen bzw. dem Vorwissen des Nutzers.

Die Erkenntnishistorie eines Nutzers sieht dabei im Allgemeinen folgendermaßen aus:

Der Nutzer

a. hat ein Problem

b. erkennt, dass sein Problem ein Problem im Themenbereich von Bohrmaschinen ist

c. hat eine Vorstellung vom Impact des Problems auf seine Wirtschaftlichkeit oder erkennt den Mehrwert, der in der Lösung seines Problems liegt

d. erkennt, dass eine Bohrmaschine Teil eines Lösungsweg für ihn sein kann

e. nimmt wahr, dass dieseSite.de Lösungshilfen für sein Problem in Form von Bohrmaschinen anbietet

f. glaubt, dass der Kauf einer Bohrmaschine ein guter Lösungsweg sein kann und startet den eigentlichen Kaufprozess.

Die Reihenfolge der Erkenntnisschritte ist so nicht zwingend, aber die Punkte a-e müssen vor der Kaufentscheidung erreicht werden. Nicht alle Erkenntnisse müssen zwingend auf der eigenen Website vermittelt werden. Aber je früher in den Konversionsprozess eingriffen werden kann, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Nutzer bei einem Marktbegleiter konvertiert.

Die implizite Argumentationskette der allermeisten deutschen Websites setzt die Punkte a bis d voraus. Mit anderen Worten: diese Seiten sind keine Hilfe für Personen, die

* ihr Problem noch nicht erkannt haben.
* Beratung brauchen - weil sie Beratung brauchen. [Wegweiser für Blindenschulen sind im Idealfall nicht optisch.]

Es fehlen auf den Websites also Problem- und Lösungsszenarien und eine Darstellung der Folgen, wenn diese Probleme gelöst werden.

Seit es Bohrmaschinen gibt, gibt es daher die Verkäuferweisheit “Der Kunde braucht keine Bohrmaschinen, der Kunde braucht ein Loch”. Nur im Internet scheint man das immer wieder zu vergessen.

1. Obligatorische Fußnote: Bei Männern ist das anders. Männer brauchen sehr wohl eine Bohrmaschine.


am 14. Dezember 2010 unter Analytics

IBM entdeckt die Web Analytics - Bericht von der IOD2010

IBM entdeckt die Web Analytics, ist eine Erkenntnis von der IBM IOD2010. Die IOD2010 - Information OnDemand 2010 bzw. das Business Analytics Forum fand vom 24.10. bis zum 27.10.2010 in Las Vegas im Mandalay Bay Convention Center statt. Auf Einladung von IBM durfte ich der Veranstaltung erstmalig beiwohnen - vielen Dank nochmal an die IBM Media Relation-Abteilung für die Einladung und die hervorragende Betreuung vor Ort.

Kurz die Facts:

  • Mehr als 9.000 internationale Teilnehmer
  • Alleine auf dem Business Analytics Forum knapp 3.000 Cognos- und SPSS-Kunden
  • 600 Technical Education Sessions
  • 110 industry-focused Business- & IT-Leadership-Sessions
  • Mehr als 300 Vortragende
  • Nahezu alle Top Manager der IBM waren vor Ort und standen für Gespräche zur Verfügung
  • Zusätzlich gab es eine EXPO mit ca. 100 Ausstellern, auch mit deutscher Beteiligung

Im Fokus standen natürlich die neuen Produkt-Releases von SPSS, Cognos sowie DB2. Hierzu gab es eine Reihe von Sessions, die in unterschiedlicher Tiefe Einblicke in die Neuerungen gaben. Für mich fast interessanter waren allerdings die General Sessions mit verschiedenen Sprechern der IBM und sehr interessanten Gästen, sowie die Q&A-Sessions mit Beteiligung des IBM-Managements aus den Bereichen Consulting, Business Analytics (Cognos und SPSS), DB2 und ECMS (Enterprise Content Management System).

Die wesentlichen Erkenntnisse aus den  General- sowie Q&A-Sessions:

“IBM entdeckt das Online Marketing” mit all seinen Facetten. Der Konzern sieht eine neue Herausforderung in der Analyse und Datenspeicherung aller Online Daten, wobei ein starker Fokus auf das Thema Social Media gelegt wurde. Im Datenbankbereich dürfte das Thema “Visualization” zukünftig eine noch größere Rolle einnehmen. Für das Handling immer stärker wachsender Datenbestände sieht sich IBM bestens gerüstet.

Eine weitere Erkenntnis der Veranstaltung: Business Intelligence (BI) ist tot - es lebe die Business Analytics. Diese Umbenennung soll den Schwerpunkt stärker auf die Analyse von Daten lenken. Ziel ist es Antworten für die Weiterentwicklung des Unternehmens zu erhalten und von einem reinen Reporting weg zu kommen. Gastredner, wie zum Beispiel die Autoren von Freakonomics, Steven Levitt und Stephen Dubner, oder auch der Moderator und Bauchautor Mark Jeffries, zeigten unterhaltsam auf, wie man aus Daten wertvolle und nutzbare Erkenntnisse gewinnt.

Allerdings dürften so manche Social-Media- und Web-Beispiele der IBM-Vertreter dem Ein oder Anderen “erfahrenen” Web Analysten ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert haben - aus meiner Sicht waren dies Beispiele der täglichen Arbeit, die in diesem Zusammenhang als neue Herausforderungen präsentiert wurden.

Zusammenfassung:

Die IOD2010 war eine extrem gut organisierte Großveranstaltung mit internationaler Beteiligung.

Mein bisheriger Eindruck über das zukünftige Zusammenwachsen der Business und Web Analytics wurde während der Veranstaltung verstärkt. IBM hat sich strategisch gut positioniert und mit den Übernahmen von Coremetrics und Unica belegt der Konzern seine langfristige Ausrichtung: zukünftig dem Online Segment eine größere Rolle zu geben. Diesmal waren noch keine Vertreter von Coremetrics oder Unica mit Veranstaltungen oder Vorträgen auf dem Event anzutreffen, ich erwarte aber, dass sich dies für die IOD2011 ändern wird.

Für uns als contentmetrics ist es spannend, welche Rolle Coremetrics und Unica in der IBM Organisation letztendlich bekommen werden. Die wesentliche Herausforderung, der sich IBM nun stellen muss, ist es, diese verschiedenen Werkzeuge und Lösungen als Bausteine einer Gesamtlösung auf die Straße zu bekommen. Hier wird die Geschwindigkeit der Umsetzung eine wichtige Rolle spielen - den auch der Wettbewerb schläft nicht.

Für die Web-/Business-Analysten gilt weiterhin, immer wieder die richtigen Fragen zu stellen, “quer zu Denken” und neugierig, wissbegierig und kreativ an die Aufgaben heranzugehen.


am 17. November 2010 unter Analytics, Markt

Conversion Conference – 27. und 28. Oktober 2010 in Hamburg

In diesem Jahr veranstaltet Rising Media erstmalig die Conversion Conference in Deutschland im Hotel Atlantic Kempinski Hamburg. Der Veranstalter organisiert auch den jährlichen Marketing Optimization Summit “emetrics” in München und setzt nun einen neuen Schwerpunkt mit einer Konferenz rund um das Thema “Online Conversion”.
Ist diese Veranstaltung notwendig? Ich denke ja, denn die meisten Unternehmen haben immer noch keine Testing-Kultur entwickelt. Die Erkenntnisse aus der Web Analytics werden noch zu wenig durch Überprüfung der Hypothesen gefestigt - das Testen steckt in vielen Unternehmen noch in den Kinderschuhen.

Auf der Conversion Conference geben renommierte Experten Tipps, wie sich die Akquise verbessern und die Conversionsrate erhöhen lassen. Insgesamt erwarten Sie während der zweitägigen Veranstaltung 20 Sessions (siehe Konferenzprogramm), effektives Networking, spannende Diskussionen und der Austausch mit Experten. Nutzen Sie die Chance den Praktikern Ihre Fragen zu stellen und Einblicke in ein zielorientiertes Testen zu erhalten.

Natürlich wird auch contentmetrics vor Ort sein. Claudia Strauch hält am ersten Konferenztag um 11:15 Uhr - Track 2 - einen Vortrag zum Thema “Multivariate Tests - nicht mehr schätzen sondern wissen”.

Über Ihren Besuch an unserem Stand freuen wir uns! Dort werden Sie Silvia Martins und Melanie Schmid begrüßen und Ihnen gerne unser Leistungsportfolio vorstellen. Hier zeigen wir Ihnen auch das Testing Tool “Vertster” live vor Ort.

Wir hoffen Sie am 27. und 28. Oktober auf die Conversion Conference im Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg zu treffen - www.conversionconference.de

Beste Grüße
Melanie Schmid


am 18. Oktober 2010 unter Analytics, Markt

Reporten sich noch - oder analysieren Sie schon! WAW Berlin Review

Am letzten Mittwoch hatte sich eine kleine aber feine Schar der Web Analytics Interessierten in Berlin zum Web Analytics Wednesday getroffen. Nach kurzer Einleitung durch die Sponsoren Webtrekk, vertreten durch Frank Reese und contentmetrics, vertreten durch Thomas Brommund eröffnete René Meissner, interactive tools GmbH, mit einem kurzen und unterhaltsamen Impulsvortrag die Veranstaltung. René, ein langjähriger Evangelist der Web-Analytics-Szene, veranschaulichte die immer noch vorhandenen Probleme der Web Analytics auf Agenturseite, der Anwenderseite und in der Interaktion der beiden Parteien.

Dieser Vortrag von René hat mich bewogen einen Punkt nochmal aus meiner Sicht darzustellen - das zumeist wenig zielgerichtete Reporting in den Unternehmen.

In vielen persönlichen Umfragen erhalte ich immer wieder das gleiche Bild:

  • Nahezu alle Mitarbeiter von Unternehmen erhalten regelmäßig Reports
  • Weniger als die Hälfte der Adressaten öffnen diese Reports regelmäßig
  • und nur ein kleiner, zumeist einstelliger Prozentsatz dieser Adressaten verstehen die Reports bzw. können diese Reports in einen direkten Bezug zu Ihrem Tagesgeschäft setzen.
  • Nur in sehr wenigen Unternehmen gehen die Web Analytics KPIs in das Unternehmens-Reporting ein.

Natürlich ist dieses Bild von Branche zu Branche leicht unterschiedlich. Aber ich glaube, dass es nur verschiedene Ausprägungen der gleichen Ursache sind.

Bei diesem Szenario erscheint die Web Analytics als überflüssiger, sinnloser und kostenintensiver Teil eines Unternehmenscontrollings und sollte eingestellt werden. Web Analytics sollte nicht zum Selbstzweck betrieben werden, sondern als strategischer, aktiver Part der Optimierung der Online Aktivitäten und damit auch zur Optimierung des Erfolges des Unternehmens. Es scheint fast so, als wären die Kosten für die Website und deren Nutzen für das Unternehmen sowie das Online Marketing irrelevant - das sind ja alles “eh da”-Kosten. Das Bild wird bestätigt, wenn man sich vor Augen führt, wer für das Reporting im Unternehmen verantwortlich ist:

  • Praktikanten, Studenten und Trainees
  • IT-Mitarbeiter
  • Online Marketiers, die Web Analytics als eine der vielen Zusatzaufgaben erledigen
  • Agenturmitarbeiter, die zum Teil keinen echten Bezug zum Geschäft Ihres Kunden haben

Warum lesen so wenige Adressaten die Reports?

Meine Hypothesen

  1. Es werden automatisierte Reports (Dashboards) mit Kennzahlen ohne Bezug zum Geschäftsmodell oder zum operativen Tätigkeitsbereich des Adressaten generiert
  2. Es wird zu viel reportet. Heute ist es nicht mehr das Problem, Kennzahlen zu geerieren, sondern für den Einzelnen die wenigen Kennzahlen zu liefern, zu denen er Bezug hat und die geschäftsrelevant sin
  3. Es werden Grafiken und Tabellen geliefert, aber keine Analysen

Meiner Ansicht nach möchten die Adressaten eigentlich nicht erneut die Grafiken und Tabellen analysieren, die sie als Bericht zu gesendet bekommen, sondern vielmehr die Auswirkungen verstehen lernen. Dies erfordert aus meiner Sicht weniger Tools mit Dashboardfunktionen als mehr die Intelligenz vor dem Bildschirm. Aus meiner Sicht ist “Reporting” nichts anderes als das Generieren von Tabellen und Tortengrafiken, um sie dem Chef in den Mail-Eingangskorb zu expedieren. Daher unser Spruch “Reporten sich noch - oder analysieren Sie schon”.

Vorschläge zur Verbesserung des Reportings:

  1. Reduzierung auf max. 5 KPIs pro Rolle - dies ist ein Evaluationprozess, der unter Umständen auch mehrere Runden benötigt.
  2. Jedem nur die Kennzahlen liefern, zu denen er Bezug hat.
  3. Wöchentlich eine KPI oder einen erkannten Trend richtig beleuchten und verständlich darstellen
  4. Regelmäßig Feedback einholen zu den Reportings. Reports, die keinen interessieren, muss man auch nicht distribuieren.
  5. Auch die Empfänger in die Pflicht nehmen. Sind Kennzahlen definiert, warum dann deren Verlauf nicht als gehaltsabhängige Komponente in die Bezahlung des verantwortlichen Mitarbeiters mit einfließen lassen. Das hätte mehrere Vorteile: Es würden mehr relevante Kennzahlen erhoben, es würde zeitnah reagiert und zielorientiert optimiert.

Sehr gerne verweise ich hier auf Avinash Kaushik mit seinem Action Dashboard. Im Wesentlichen wird hier eine Analyse in 5 Informationsfelder aufgeteilt:

  1. Indikator der Relevanz: Per Ampelsystem wird dem Adressaten die Wichtigkeit des Reports sofort angezeigt
  2. Trendverlauf einer Metrik oder KPI
  3. Interpretation des Trends
  4. Identifikation der Ursachen für die Trendentwicklung, ggfs. Rücksprachen mit den Fachabteilungen und Recherchen des Marktes erforderlich
  5. Handlungsempfehlung und Umsetzung

Insbesondere die Punkte 4 und 5 werden, wie oben dargelegt, regelmäßig vergessen oder nicht beachtet, weil 1 bis 3 schon nicht den Punkt treffen. Die Web Analytics findet nur dann Eingang in das unternehmensrelevante Reporting, wenn es verstanden wird und wertvolle Informationen mit einer Empfehlung zum Handeln enthält .

Relevante Analysen und Handlungsempfehlungen werden gelesen! - Reports werden abgelegt.

Ich freue mich auf das Feedback

Gruss Thomas


am 7. Oktober 2010 unter Analytics
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Web Analytics Wednesday in Berlin am 29.9, ab 19:00 Uhr

Es ist wieder soweit:

Der nächste Web Analytics Wednesday (WAW) kommt, diesmal in Berlin!

  • Wann: Am 29. September, ab 19:00 Uhr
  • Wo: Gaststätte St.Oberholz, Obergeschoß, Rosenthaler Str. 72, 10119 Berlin-Mitte

Die regelmäßig unregelmäßig stattfindenden Web Analytics Wednesdays sind eine ideale Möglichkeit, um in informeller Runde über die Web Analytics und alles was damit zusammenhängt zu plaudern.

Sponsoren der Veranstaltung sind:

Frank Reese und Thomas Brommund werden mit einen Kurzvortrag als Einstieg starten. Danach steht wie immer das Networking im Vordergrund. Wir suchen noch einen Themenschwerpunkt, wer also Vorschläge hat, kann diese hier in diesem Blog auf bitte auf dem Webtrekk Blog gerne einstellen.

Link zur Anmeldung: http://www.webanalyticsdemystified.com/wednesday/list.asp?event_id=3134

Wir hoffen auf zahlreiche Teilnehmer, vielleicht läßt sich die Marke von mehr als 100 Teilnehmern ja noch steigern.

Bis demnächst in Berlin

Thomas Brommund


am 22. September 2010 unter Analytics

contentmetrics launcht das Marketing-Automation-Tool “advertzoom”

contentmetrics stellt zum 01.09.2010 sein neues Produkt “advertzoom” erstmalig einem größeren Kreis von Unternehmen vor.

Anläßlich eines Kundenevents von Adobe / Omniture stellt contentmetrics das Marketing-Automation-Tool “advertzoom” vor. Mit advertzoom können Marketiers wesentliche Aufgaben im Online-Marketing strukturiert und automatisiert abwickeln.

advertzoom verwaltet alle Informationen rund um Online-Marketing-Kampagnen in einer zentralen Datenbank und gewährt Nutzern kontrollierten Zugriff auf die Inhalte. Das Tool bietet eine vollständige Ablage aller digitalen Werbemedien (Digital Asset Management), eine strukturierte Kampagnenplanung in Form von Gantt-Diagrammen und vollständig automatisierte Exporte als E-Mail, Excel-Datei oder im CSV-Format. Damit stellt advertzoom das zentrale Reporitory für alle Online-Marketing-Maßnahmen dar.

Die wesentlichen Leistungsmerkmale von advertzoom sind dabei eine hoch flexible Strukturierung der Marketing-Kampagnen. Kampagnen können über Partner, Werbemittel, Links und Kanäle hierarchisch aufgebaut werden. Die Einzelelemente werden per Drag-und-Drop aus einem zentralen Repository in einer Kampagnenhierarchie abgelegt und bezüglich Schalt- bzw. Laufzeiten geplant. Anschließend übernimmt advertzoom die Generierung der Links und Trackingcodes sowie die für die Web-Analytics-Tools notwendigen Klassifizierungen des Kampagnentrackings vollautomatisch. Weiterhin können Agenturen und Partner entweder per E-Mail oder FTP automatisch benachrichtigt werden oder sie erhalten kontrollierten Zugrifff durch die integrierte Gruppen- und Benutzerverwaltung.

advertzoom zeichnet sich durch eine moderne Bedienoberfläche (Web-Browser, AJAX) und ein umfassendes  Rechtemanagement aus. Die Software-Lösung wird als ASP- bzw. SaaS-Lösung betrieben und ermöglicht damit einen schnellen Einsatz ohne ein umständliches IT- oder Technikprojekt.

Die Vorteile von advertzoom auf einen Blick:

  • Übersichtliche Online-Kampagnenverwaltung (mit Gantt-Darstellung)
  • Automatisierte Vergabe von Tracking Codes
  • Automatische Steuerung des jeweiligen Web-Analytics-Tools
  • Partnerverwaltung mit automatisiertem Versand der Werbemittel und dazu gehörender Links
  • Link-Management
  • Media-Asset-Management mit Vorschau
  • Auf Wunsch Integration von Drittanwendungen (z.B. Agentursysteme)
  • Import und Export bestehender Kampagnen
  • Mandantenfähig mit übersichtlicher Benutzer- und Rechteverwaltung

Die advertzoom-Lösung kann unter http://advertzoom.de abgerufen werden.

Für alle Fragen bezüglich Lizensierung wenden Sie sich bitte an Thomas Brommund oder Melanie Schmid.


am 1. September 2010 unter Analytics, advertzoom

Deutsche Telekom AG nutzt AT Internet

Der Französische Web Analytics Anbieter AT Internet gewinnt mit der Deutschen Telekom AG ein echtes Online Schwergewicht. Dieser Auftrag dürfte dem technologisch eher im Midrange angesiedelten Web Analytics Anbieter AT Internet Auftrieb geben für das deutsche Geschäft.

Laut eigener Pressemeldung überzeugte AT Internet in der Auswahlphase durch ihre Webanalyse-Lösung AnalyzerNX und das Social Media Monitoring Tool BuzzWatcherNX, sowie speziell auf den Bedarf von Medienportalen ausgerichtete Analysen und Funktionen, die eine einfache Darstellung und Segmentierung des portalübergreifenden Datenstroms (Traffic) ermöglichen. Hinzu kommt eine einfache und schnelle Implementierung der Datenschutz-geprüften Lösung und die hohe Einsatzbereitschaft und professionelle Betreuung während der Testphase. Das umfassende Service-Angebot zu fairen Konditionen rundete die Entscheidung ab.

AT Internet gehört sicherlich noch nicht zu den technologisch führenden Unternehmen hinsichtlich der Analysemöglichkeiten, wie beispielsweise ein WebTrends, Coremetrics oder Omniture, trotzdem hat AT Internet die Deutsche Telekom AG überzeugen können - also scheint letztendlich das Preis-/Leistungsverhältnis gestimmt zu haben.


am 26. August 2010 unter Analytics

Deutsche Post kauft Targeting Spezialisten nugg.ad

Die Deutsche Post steigt in den Online Marketing Markt ein und übernimmt den Predictive Targeting Spezialisten nugg.ad.

“Die Übernahme von Nugg.ad ist unser erster valider Schritt in den Online-Werbemarkt. Damit wollen wir dem europäischen Werbemarkt eine dauerhaft unabhängige Technologie-Plattform zur Verfügung stellen”, sagte Post-Marketingchef Ingo Bohlken der “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (FAZ/Dienstagausgabe).

Nachdem der deutsche Mitbewerber Wunderloop vom US Unternehmen Audience Science übernommen wird, ist dies der zweite große Deal im Targeting-Umfeld.

Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief von Deutsche Post DHL: „Wir sind zuversichtlich, mit Nugg.ad unsere Position im Onlinewerbemarkt zu begründen und wollen damit dem europäischen Werbemarkt eine dauerhaft unabhängige Technologie-Plattform zur Verfügung stellen.”

Wer hätte das gedacht, die Deutsche Post, gerade erst mit Ihrem E-Postbrief ins Online-Geschäft gestartet, möchte nun ein Player im Online-Werbemarkt werden.

Es gilt abzuwarten, ob die Deutsche Post nur die Technologie wie nugg.ad bisher bereitstellt oder mittelfristig selbst als Vermarkter auftreten wird und dadurch mit den aktuellen nugg.ad Kunden wie z.B: SevenOne Interactive, Axel Springer Media Impact, eBay Advertising Group, OMS, freeXmedia, IQ media und Ströer Interactive in Konkurrenz tritt. Nimmt man die Aussage der Vorstandes Jürgen Gerdes wortgenau, positioniert sich die Post demzufolge als neuer Plattform-Betreiber. Aber auch in diesem Segment wäre sie Newcomer und es bleibt abzuwarten, wie die sowieso schon recht enge Marktnische in diesem Bereich mit einem neuen Anbieter fertig wird.


am 24. August 2010 unter Markt

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