Archiv für das Jahr 2009:
Auf reges Interesse stieß der Workshop „Die Bedeutung der Multichannel-Kampagnenoptimierung“, den Fred Türling, Mitglied der Geschäftsleitung der SHS Viveon AG, mit mir auf der Kongressmesse eMetrics summit 09 durchführte. Marketer, Webanalysten und IT-Profis aus Unternehmen wie Xing, Otto und Gothaer Versicherung diskutierten mit uns angeregt, auf welche Weise Multichannel-Kampagnen systematisch optimiert werden können, mit welchen Problemen hierbei gerechnet werden muss und wie eine nahtlose Zusammenarbeit mit den zahlreichen Agenturen (Werbeagentur, SEO-Agentur, Affiliate-Dienstleister etc.) gelingen kann.
Einig waren sich alle Workshop-Teilnehmer, dass die Optimierung von Multichannel-Kampagnen zu einer Kern-Aufgabe heranwächst. “Die Budgets dafür sind gestiegen, denn Unternehmen erkennen die Relevanz der Aufgabe.”
Für einen nachhaltigen Erfolg ihrer Multichannel-Kampagnen müssen Unternehmen im Vorfeld einen komplexen Prozess installieren, in dem Planung, Ausführung, Bewertung und Optimierung aller Maßnahmen als Kreislauf (und unter Berücksichtigung aller Qualitätskriterien) enthalten sind. Zu den wichtigen Aufgaben zählen hierbei die umfassende Besucher-Segmentierung, eine zentrale Verwaltung der Metadaten, eine hohe Daten- und Messqualität sowie ein effizientes Testing und Targeting. Das Ziel sollte sein, einen Kanal- und Mediamix aufzubauen, der eine optimale Kosten-Nutzen-Relation sichert.
Für den Workshop haben wir mit SHS Viveon eine umfassende Präsentation angefertigt. Darin gehen wir detailliert auf die einzelnen Aufgaben für eine erfolgreiche Multichannel-Kampagnenoptimierung ein:
- Detaillierte Planung
- Standardisierung des Workflows
- Automatisierung der Prozesse
- Zentralisierung der Datenhaltung
- Hierarchische Analyse
- Umfassende Optimierung
- Etablierter Regelkreislauf
Die Präsentation steht auf unserer Website zum Download bereit.
Verfasst von Thomas Brommund
am 24. April 2009 unter
Analytics
Auf dem diesjährigen eMetrics Marketing Optimization Summit (Kongressmesse am 22/23.April in München) hatte ich nach der hervorragenden Keynote von Jim Sterne Gelegenheit, das Publikum in einem Kurz-Vortrag für das Thema “Analyse von Werbemittelnutzungspfaden” zu gewinnen. Ich sprach darüber, warum es lohnenswert ist, den gesamten Kampagnenpfad - also das Zusammenwirken aller Werbemaßnahmen bis zur Konversion - zu analysieren, um mehr über die Hintergründe eines Kampagnenerfolgs zu erfahren.
Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Weil der Erfolg einer Kampagne im Regelfall über das Erreichen eines Website-Ziels definiert wird - die Konversion am Ende eines erfolgreichen Besucherpfads - gehen viele Werbetreibende davon aus, dass zugleich das letzte Online-Werbemittel der Kampagnenkette, das zur Konversion geführt hat, das gewinnbringendste sein müsse. Technisch wird von den meisten Tools standardmäßig nur First-Cookie-Wins oder Last-Cookie-Wins unterstützt, also nur der Erstkontakt mit einem Werbemittel oder der letzte Kontakt vor der Konversion wird einem Erfolg zugerechnet.
Diese Annahme kann zu falschen Entscheidungen führen, wenn das Wissen über die vermeintlichen Gewinner unter den Werbemitteln eingesetzt wird, um die Weichen für weitere Budgetfreigaben und Gewichtungen der Werbemittel zu stellen. So könnte zum Beispiel ein Unternehmen das Budget für Suchmaschinenmarketing erhöhen, weil über diesen Kanal die höchste Konversionsrate erzeugt wird - und das Budget für Displaywerbung senken, weil nicht erkannt wird, dass viele der Verbraucher zuvor durch die Werbebanner der gleichen Kampagne animiert wurden.
Werbetreibende sollten also den gesamten Werbemittelnutzungspfad unter die Lupe nehmen. Sie müssen sich Fragen stellen wie:
- Welche Werbemittel wurden vor der Konversion geklickt oder gesehen?
- Welche Tools hat der Besucher vor der Konversion genutzt?
- Welche Videos oder Bilder hat der Besucher vor der Konversion betrachtet?
- Welche Suchwörter wurden vor der Konversion auf der Site eingegeben?
Die Voraussetzung dafür ist eine konsistente und durchgängige Messung der Online-Marketing-Maßnahmen. Das bedeutet zum Beispiel:
- Einsprünge in Landingpages - nach Klicks auf Werbemittel - müssen aktuell gemessen werden können.
- Werbemittel werden so ausgeliefert, dass Cookies auch in der Landingpage ausgelesen werden können.
- Die Statistiken aggregieren Werbemittel nach verschiedenen Kriterien wie Kampagnen, Plattformen oder Auslieferungsformen (”Klassifizierung”).
Die Mühe lohnt sich, denn eine solche Analyse ist bei der Planung weiterer Kampagnen von großem Nutzen. Man gewinnt einen Überblick aller an der Konversion beteiligten Werbemittel und Tools, eine genauere Analyse und Gewichtung der “Loser”-Werbemittel sowie eine tiefere Analyse der Werbekanäle.
Die Präsentation des eMetrics-Vortrags “Der Werbemittelnutzungspfad: Gewichtete Kampagnenhistorisierung” steht auf unserer Website zum Download bereit. Darin enthalten sind:
- Informationen zu den Voraussetzungen einer konsistenten wie validen Analyse des Werbemittelnutzungspfads,
- Tipps für Optimierungsmaßnahmen sowie
- typische Stolpersteine, die einem während eines solchen Projekts im Weg stehen können.
Übrigens, bei Omniture nennt sich das Thema “cross visit participation” und bei Coremetrics “Marketing Attribution”. Der Werbemittelnutzungspfad kann aber auch mit anderen Web Analytics Tools erzeugt werden.
Verfasst von Thomas Brommund
am 24. April 2009 unter
Analytics
Am 22. und 23. April war es wieder so weit: Wie jedes Jahr zog der eMetrics Marketing Optimization Summit Webanalysten und Marketeers, Dienstleister und Agenturen, Softwarehersteller und natürlich auch die Online-Marketing-Verantwortlichen nach München. Das ArabellaSheraton Grand Hotel war zwei Tage lang der Mittelpunkt unserer Branche und lud zu vielen interessanten Vorträgen, persönlichen Gesprächen und einem regen Austausch ein.
Die Besucher konnten sich in zwei Konferenzräumen über ein tolles Vortragsprogramm mit vielen Anregungen und Einblicken in die Welt der Web Analytics freuen. Während der Pausen gab es Gelegenheit, mit den zahlreichen Vortragenden und Ausstellern über Ideen, Probleme und die neuesten Trends zu diskutieren. Insgesamt aber stand das Gespräch der Besucher untereinander im Mittelpunkt - der Austausch zwischen Experten.
In diesem Jahr traten wir zum dritten Mal als Goldsponsor auf und beteiligten uns mit zwei Vorträgen. Wir stehen hinter dem Konzept der Kongressmesse. Doch die Veranstaltung wäre aus meiner Sicht noch spannender, wenn neue Kontakte, neue Meinungen und andere Sichtweisen stärker vertreten wären. Auch der Austausch mit Online-Marketing-Experten, die sich nur am Rande mit Web Analytics befassen und die Reports der Analysten konsumieren, wäre eine große Bereicherung für die Web Analytics und könnte für neue Impulse sorgen.
Zudem waren auf der diesjährigen eMetrics kaum neue Gesichter zu sehen. Wir vermuten, dass aufgrund der hohen Eintrittspreise die Hürde für Interessierte, die das Thema nicht hauptberuflich betreiben, wahrscheinlich zu groß ist.
Verfasst von Melanie Schmid
am 24. April 2009 unter
Markt
Wie in einigen Blogs gepostet, beginnt Google mit dem Roll Out einer technischen Änderung bei den Referrern der geklickten Suchergebnisse. Der Referrer erhält in Zukunft die Ziel-URL sowie die Position des geklickten Suchergebnisses als Parameter. Darüber hinaus kann jeder anhand der Referrer URL erkennen, ob es sich um ein gesponsorten Link (Adword) oder um ein “natürliches Ergebnis” der Suche handelt.
Beispiel für die Referrer-URLs von Google:
Bisherige Referrer-URL:
http://www.google.com/search
hl=en
q=flowers
btnG=Google+Search
Neue Referrer-URL:
http://www.google.com/url
sa=t
source=web
ct=res
cd=7
url=http%3A%2F%2Fwww.example.com%2Fmypage.htm
ei=0SjdSa-1N5O8M_qW8dQN
rct=j
q=flowers
usg=AFQjCNHJXSUh7Vw7oubPaO3tZOzz-F-u_w
sig2=X8uCFh6IoPtnwmvGMULQfw
Dies hat insofern Auswirkungen auf die Web Analytics Tools, als dass diese normalerweise die Referrer Informationen dazu benutzen, Statistiken über Suchwörter je Suchmaschine zu erstellen. Dazu muss der URL-String analysiert und ausgewertet werden. Sofern Annahmen an das derzeitige Format gemacht werden, kann es bei diesen Tools zu Problemen kommen, die sich ein einem vermeintlichen Abfall der Zugriffszahlen über natürliche Suche bemerkbar machen.
Da Google den Roll Out über seine dezentrale Infrastruktur durchführt, kann es in einer Übergangszeit dazu kommen, dass sowohl altes als auch neues Format bei einer Website auftreten werden und zu diesem Effekt führen, wenn das Web Analytics Tool darauf nicht vorbereitet ist. Wer jedoch Google Analytics nutzt, braucht sich darüber keine Gedanken machen. Die neuen Referrer-URLs werden auf die GA-Reportings keine Auswirkung haben.
Im Weiteren ist es spannend zu beobachten, wann die ersten Hersteller ihre Produkte dahingehend angepasst haben, dass die jetzt zusätzlichen Informationen (Position, Art des Ergebnisses, in der Beispiel URL oben fett markiert) auch in den Statistiken verwendet werden.
>> Google Analytics Blog
>> Callmetrics Blog
Verfasst von Axel Amthor
am 16. April 2009 unter
Technik
Zum ersten Mal fand am 01. und 02. April in Zürich die die “Swiss Online Marketing” statt, die Schweizer Fachmesse für Digital Marketing. Ziel der Kongressmesse ist es, Entscheider aus Marketing und Vertrieb anzusprechen, neue Trends im Online Marketing vorzustellen und durch zahlreiche Fachvorträge Wissen zu vermitteln. Wir von contentmetrics waren mit einem Stand vertreten und beteiligten uns, zusammen mit unserem Kunden Unique (Flughafen Zürich AG), am Vortragsprogramm.
Unser Urteil: Die Premiere der “Swiss Online Marketing” ist - im Großen und Ganzen - gelungen. Es wurden Trends aufgezeigt und neueste Entwicklungen der Branche vorgestellt. Am ersten Messetag war die kleine Halle mit rund 650 Besuchern gefüllt, die Vorträge gut besucht und wir führten auf unserem Messestand interessante Gespräche. Am zweiten Messetag nahm die Besucherzahl ein wenig ab. Die Keynotes waren weiterhin gut besetzt, die Stände jedoch blieben zeitweise leer.
Der Schweizer Online-Marketing-Markt ist stark regional beeinflusst. Und die Online Branche ist (noch) nicht so zahlenaffin wie wir das aus Deutschland kennen. Denn einfache Metriken und leicht zu bedienende Tools, die nur geringe oder gar keine Kosten verursachen, genügen den meisten Unternehmen völlig.
Doch die Referenten zeigten in ihren Vorträgen: Auch in der Schweiz machen HighEnd-Lösungen im Web-Analytics-Umfeld Sinn. Sie machten deutlich, dass dadurch Online-Marketing-Maßnahmen messbar und Optimierungspotentiale aufgedeckt werden können und dass Anpassungen den Effekt des Online Marketings erhöhen. Unser Kunde Unique (Flughafen Zürich AG) etwa hatte den Relaunch von www.flughafen-zuerich.ch genutzt, um die Site in Zusammenarbeit mit contentmetrics mit einem professionellen Web Analytics Tool auszustatten. Das Projekt stellte Jussi Jokinen, Head Marketing bei Unique, mit uns auf der “Swiss Online Marketing” vor.
Die “Swiss Online Marketing” hat aus unserer Sicht durchaus das Potential, die Leitmesse für Digital Marketing im Schweizer Markt zu werden. Wir hoffen auf noch mehr Besucher im nächsten Jahr!
Verfasst von Melanie Schmid
am 6. April 2009 unter
Markt
Eine interessante Feststellung, die wir im Laufe unserer Beratertätigkeit im Bereich Online Marketing und Web Analytics gemacht haben, lässt sich tatsächlich in Abwandlung des populären Buchtitels “Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken” zusammenfassen: Softwareentwickler hören nicht zu - und Marketiers kaufen unbedachterweise im Alleingang Web-Analytics-Software.
Frappierend daran ist, dass diese beiden Verhaltensweisen die gleiche Ursache haben und die Beteiligten versuchen, dieses Problem auf ihre spezifische Art und Weise zu lösen: Weil es IT-Abteilungen schwer fällt zu verstehen, was die Abteilungen Marketing und Kommunikation an notwendiger Systemunterstützung brauchen, beziehen sie diese nicht mit ein. Sie hören nicht zu. Marketiers und Kommunikatoren wiederum fühlen sich deswegen nicht verstanden und gehen beim Softwareeinkauf eigene Wege - sie “unterwandern” den IT-Einkauf und treffen beim Einkauf häufig die falschen Entscheidungen. (Psychologisch könnte man das Ganze darauf zurückführen, dass in der einen Abteilung die technisch-wissenschaftlich Begabten und in der anderen die Kreativen tätig sind, “Left-Brainer” gegen “Right-Brainer“)
Was ist die Folge dieses Verhaltensmusters, dass wir in zahlreichen Unternehmen antreffen? Dass zwangsläufig eine suboptimale Lösung herauskommt, weil sie in der Regel zu wenig integrierbar ist in die unternehmenseigene Infrastruktur. Insbesondere der Zusammenschluss von BI/Datawarehouse mit den Web-Analytics-Daten leidet darunter. Im schlimmsten Fall findet Null Austausch zwischen den Bereichen statt: Dann sind Website-Management und das Marketing kaum oder gar nicht in das interne “Berichtswesen” oder in die interne IT-Infrastruktur eingebunden. Die Folge sind fehlendes Verständnis für “Web-Zahlen” und keine Effizienzkontrolle im Marketing.
Die Lösung kann hier nur nicht-technischer Natur sein: Die Kommunikation zwischen den Abteilungen muss angespornt und intensiviert werden. Dazu sollten Unternehmen Vermittler einführen, die in konstruktiven Formulierungen die Erwartungen der jeweils anderen Abteilung “übersetzen”. Die Initiative dazu muss vom Site-Betreiber ausgehen. Ist die Site auch nur ansatzweise von strategischer oder “mission critical”-Relevanz, muss die Geschäftsleitung hierzu einen klaren Auftrag erteilen.
Dieses menschliche Problem sollten Unternehmen dringend lösen. Denn wer die Kommunikation, die für Web Analytics nötig ist, nicht in den Griff bekommt, wird im gerade entstehenden Web 3.0 nicht mitmischen können. Wie will man denn diese “Web 3.0-Wolke” zu fassen bekommen, wenn nicht mit Statistik? Diese muss auf dem Wissen aller betroffenen Abteilungen basieren. Höchste Zeit also, um zuzuhören und gut einzukaufen.
Verfasst von Axel Amthor
am 2. April 2009 unter
Analytics
Am 22. April 2009 ist es wieder so weit: Dann eröffnet die zweitägige Kongressmesse eMetrics Marketing Optimization Summit im Münchner ArabellaSheraton Grand Hotel ihre Pforten. Wir von contentmetrics sind zum dritten Mal dabei. In diesem Jahr unterstützen wir die Kongressmesse zudem wieder als Goldsponsor.
Unsere Kunden bekommen 20 Prozent Ermäßigung auf ein 2-Tages- oder Kombi-Ticket (das Angebot gilt nicht für die Workshops oder für das Party Ticket). Bitte geben Sie dazu bei der Anmeldung den Code CODE09 ein.
Warum wir von der eMetrics überzeugt sind? Zum einen, weil wir dort von exzellenten Kontakten und einem anregenden Austausch mit interessanten Leuten profitieren. Das Wichtigste aber: Die eMetrics ist weit mehr als “nur” eine Messe für die Web-Analytics-Branche. So bietet der Kongress weit mehr als das oberflächliche Geplauder anderer Marketingkongresse. Die Vorträge und Fallstudien bieten einen fundierten, tiefgehenden Blick auf die generellen Herausforderungen des Marketings und welche Rolle Web Analytics darin spielt.
Die Keynote dieses Jahres hält der Vorsitzende der Web Analytics Association und international bekannte Marketingexperte Jim Sterne. Er betont: “Harte Zeiten benötigen harte Maßnahmen: Jeder Marketing-Euro muß sich auszahlen!” Auf zwei parallel laufenden Vortragsschienen referieren Experten zu spannenden Themen wie:
- Jenseits der Pageviews - Action- und Event-Tracking
- Messung von Multichannel Angeboten
- Tracking von Online-Videos
- Widget Metrics
- Mobile Marketing Metrics
- Die Verknüpfung von Web Analytics mit Online-Marktforschung
- Von der Landingpage-Optimierung zur Testkultur im Unternehmen
- Monetarisierung von Online Aktivitäten
- Web-Analytics - auch für nicht-kommerzielle Websites ein Muss
- Eye-Tracking zur Optimierung von E-Commerce-Shops
In Fallstudien schildern zahlreiche Unternehmen ihre Erfahrungen aus der Praxis, zum Beispiel die Gothaer Versicherung, Welt Online, Germanwings, BMW Group, Tommorow Focus Technologies, SevenOne Intermedia, ElitePartner und Immobilienscout24. Zudem bietet die Kongressmesse zwei Tage Fortbildung für Einsteiger und Fortgeschrittene: im “Web Analytics Association Base Camp“.
Die Messeveranstalter Matthew und Sandra Finlay von Rising Media Ltd. erwarten auf der eMetrics zwischen 500 und 600 Besucher . Zeitgleich veranstalten sie die Konferenz für Suchmaschinenmarketing-Entscheider und Online-Verantwortliche SMX Search Marketing Expo. Deshalb wird auch gemeinsam gefeiert: Am ersten Messeabend auf der Party “Search & Metrics Bash” in der Event-Halle der Galopprennbahn Riem.
Wir freuen uns auf interessante Kontakte, Gespräche und natürlich auf die Party.
Verfasst von deichmeier
am 23. März 2009 unter
Analytics
Der Consultinganbieter Accenture hat in einer vor kurzem veröffentlichten Umfrage einige Aussagen über die Zukunft der Datenanalyse in Unternehmen getätigt. Grundsätzlich wird die Datenanalyse von den Teilnehmern der Umfrage als immer wichtiger angesehen. Die Weiterentwicklung des eigenen Konzerns auf diesem Feld wird von 68 Prozent der Befragten als ein „Muss“ angesehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben:
„ According to an Accenture survey of executives working at U.S. companies with annual revenues of $500 million or more, 68 percent believe their company has to improve their analytical capabilities to remain competitive, and more than seven in 10 say their company is working to increase its future dependence on business analytics.“ (Information Management)
Durch einfacher zu nutzende Applikationen und Einbindung dieser in die Geschäftsprozesse wird der Einfluss auf strategische Entscheidungen immer größer. Die Einsichten aus der Datenanalyse in Betrieben können, so die Befragten, grundsätzlich in vier Teilbereichen Wirkung zeigen:
- die exakte Modellierung von Käuferverhalten sowie die Identifizierung der wichtigsten Kundensegmente
- die Beschleunigung von Innovationsprozessen durch ein effektiveres Zusammenspiel der Entwicklungskomponenten
- die Optimierung von Wertschöpfungs- und Versorgungsketten, um exaktere Voraussagen zu Nachfrage, logistischen Faktoren und Preisentwicklung machen zu können
- die grundlegende Schaffung von Verständnis gegenüber der eigenen finanziellen Performance
- die Identifizierung der Erfolgsfaktoren und die Umwandlung dieser Erkenntnisse in real anwendbare Strategien
Unternehmen befinden sich auf einem Weg zu stärker auf Fakten basierten Entscheidungen. Nachdem in der Accenture-Studie herausgefunden worden ist, dass 60 Prozent der Business-Entscheidungen heute schon auf Ergebnissen von Analysen beruhen, ist dieser Weg gut nachvollziehbar.
Doch die Bewegung in Richtung eines stärker analytisch geprägten Ansatzes fördert auch Probleme zu Tage: Als Hindernisse auf dem Weg zur konzernweiten Analytik sehen 39 Prozent der Fachkräfte fehlende IT-Ressourcen als größtes Problem, 27 Prozent geben als wichtigste Aufgabe die Verteilung der Ressourcen und Einsichten innerhalb des Konzerns an. Aber auch im HR-Bereich werden Probleme geortet: 23 Prozent der Befragten geben „unzureichende quantitative Fähigkeiten der Mitarbeiter“ als größte Herausforderung für die weitreichende Implementierung analytischer Ansätze an, 36 Prozent sagen sogar, dass ihre Firma einer „Knappheit analytischen Talents“ gegenübersteht.
Die Analyse konnte auch Unterschiede zwischen dem Einsatz von Analysestrategien in „high performance businesses“ und „lower perfoming businesses“ festellen: Zum einen ist es 5 mal wahrscheinlicher dass hochperformante Betriebe die strategische Analyse als Mittel einsetzen, zum anderen identifizierte sie bei 70 Prozent der befragten „high performance businesses“ Datenanalyse als einen signifikanten Faktor in Entscheidungsprozessen. Nur bei 23 Prozent der weniger leistungsfähigen Betrieben findet sich eine ähnliche Ausrichtung.
Datenanalyse kann also, wenn personelle Ressourcen und Infrastruktur stimmen, nicht nur Fortune 500-Konzernen helfen noch erfolgreicher zu werden, sondern auch klein- und mittelständischen Unternehmen einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.
>> Information Management - The Imperative of Analytics
Verfasst von Axel Amthor
am 23. März 2009 unter
Analytics
Omniture bietet als erster Web Analytics Anbieter eine automatisierte Integration von Twitter, um die Kurznachrichten mit Markennennung zu analysieren. Im Analytics Tool SiteCatalyst wird zur Zeit die Integration mit Twitter erprobt. Die in den Communities diskutierten und auf blogs.omniture.com vorgestellten Lösungen basieren auf dem Abfragen der Twitter API einerseits und den verschiedenen Möglichkeiten der Datenintegration in SiteCatalyst andererseits.
Die Data Insertion API von Omniture SiteCatalyst ermöglicht einen automatisierten Filter, der zyklisch alle Tweets über die Twitter API nach Schlüsselworten durchsucht und an SiteCatalyst weitergibt.
Eine andere Lösung (der SAINT API Ansatz) beschreibt den Export der Daten aus der Twitter API und das Hochladen über die Data Sources Schnittselle in spezifische Metriken und Dimensionen in SiteCatalyst.
Die importierten Daten können anschließend mit Suchfiltern sortiert werden, so ergeben sich besonders für Unternehmen spannende Möglichkeiten: So können alle Tweets, die den Firmennamen sowie Produktnamen enthalten, aggregiert werden, sodass die entsprechenden Produktmanager die Informationen direkt erhalten.
Grundsätzlich bietet Omniture folgende Möglichkeiten der Auswertung von Twitter-Aktivitäten:
- Monitoring der Nennungen von definierbaren Schlüsselwörtern, Alarmierung bei besonders vielen oder besonders wenigen Treffern (möglicher Einsatz bei der Früherkennung von Krisen)
- Klassifizierung der Tweets nach Herkunft: Kunden, Mitarbeiter, Verkäufer, etc (manuelle Kategorisierung)
- Visualisierung von Dialogstrukturen: welche Twitterer reden wie oft miteinander über eine Firma
- örtliche Bestimmung der Absender (über die bei Twitter angegebene Location)
Angesichts der relativ kleinen Nutzerzahl in Deutschland mag man das noch als Marketing Buzz und Spielerei abtun, es zeigt aber im wesentlichen zwei Dinge: Web 2.0 und Social Marketing gewinnen exponentiell an Bedeutung und nur wenige Web Analytics Hersteller sind wirklich vorbereitet auf diese Entwicklung.
Verfasst von Axel Amthor
am 16. März 2009 unter
Analytics
Am Wochenende vom 7./8. März hat WebTrends, nach eigenen Angaben Marktführer für Webanalyse- und Online-Marketing-Lösungen, die Version 8.7 seiner “On Demand” Analytics-Lösung freigeschaltet. Sie ist für “Software as a Service (SaaS)”-Kunden und verfügt über eine Reihe neuer und erweiterter Funktionen, zum Beispiel bessere Report-Funktionen (etwa für mobile Devices).
Aufgefallen ist uns die Anmerkung in der “Release Note”, dass man mit der neuen Version wesentlich besser definieren könne, welche “Hits” als “PageViews” gezählt werden könnten. Wie kommt WebTrends auf die Idee, mit “Hits” Werbung zu machen? Dem Unternehmen ist bestimmt klar, dass die Metrik “Hits” - einzelne Anfragen an einen Webserver - für die Web Analyse völlig irrelevant ist. Diese Funktion soll man neuerdings “leicht auswählen” können - war das vorher schwierig? Und: Wieso sollte man sie überhaupt auswählen?
Dass Webtrends von “Hits” spricht, ist für uns ein Hinweis darauf, dass das Unternehmen mit der neuen Version nach wie vor primär die Techniker unter den Web Analysten sowie IT-Kunden adressiert - und weniger die Experten aus dem Marketing. Die Einheit “Hit” wird nur noch von sogenannten “Logfile-Analyse-Tools” verwendet - und die wiederum nur von Techies. Genau genommen ist WebTrends immer noch ein “Log Analyzer”, wenn auch hoch spezialisiert und seit 2 Versionen auch mit clientseitiger Messung.
Verfasst von Axel Amthor
am 12. März 2009 unter
Analytics
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