Archiv für das Jahr 2009:

dmexco I: AT Internet präsentiert Analyzer (NX) auf der Kongressmesse dmexco

AT Internet, ein französischer Hersteller von Web-Analytics-Lösungen,  nutzt die Kongressmesse dmexco zum Launch Ihres Tools “Analyzer NX“, die Nachfolgerversion von “Xiti Analyser II” (NX steht für New eXperience). Die neue NX-Oberfläche soll mehr Möglichkeiten beim Erstellen personalisierter Dashboards, mehr Performance und Segmentierungen per Drag-and-Drop bieten. Der offizielle Start für soll der 29. September 2009 sein.

Laut AT Internet bietet AnalyzerNX folgende Neuerungen:

  • Das Tool bereitet die Analysedaten nun schneller auf und lädt lediglich aktualisierte Elemente neu.
  • Die neue Oberfläche, Digital WorkspaceNX, soll für eine flexible und effiziente Nutzung der Analysen und einen raschen Informationszugang sorgen und soll umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten wie personalisierbare Dashboards und individuelle Ansichten bieten.
  • Anhand definierbarer Filter lassen sich die gewünschten Daten abrufen. Mithilfe von Heat-Map-Grafiken ist die dreidimensionale Darstellung einer Queranalyse mit zwei Indikatoren möglich.
  • Das Segmentierungsmodul ermöglicht die Erstellung von Segmentanalysen per Drag-and-Drop und die Ansicht von Segmentüberschneidungen.
  • Die Analysedaten lassen sich über verschiedene Schnittstellen (APIs) in andere Systeme importieren und per Mausklick (Copy/Paste) in Microsoft-Office-Anwendungen wie Power Point oder Word einfügen.
  • Via SMS oder E-Mail meldet AnalyzerNX signifikante Traffic-Abweichungen, so dass im Fall von ServerÜberlastungen schnell reagiert werden kann.

Wer die dmexco besucht, kann sich selbst einen Eindruck auf dem Stand von AT Internet verschaffen (Halle 8 Stand B20). contentmetrics, übrigens ebenfalls auf der dmexco vertreten in Halle 8 Stand F070 F074, wird sich die neue Version anschauen und nach der dmexco auf smartmetrics berichten.

Der AT Internet Country Managers DACH Timo von Focht verspricht in der Pressemeldung: „Dank der neuen Digital-WorkspaceNX-Benutzeroberfläche können wir unseren Kunden eine Plattform bieten, die die Analyse Ihrer Online-Performance zum Erlebnis macht“. Ein Schelm, wer sich bei dieser Äußerung etwas Böses denkt ;-)


am 22. September 2009 unter Markt

dmexco II: Webtrekks “Q3″ mit kostenlosem Test für 60 Tage (dmexco-Angebot)

Der Berliner Web-Analytics-Tool-Anbieter Webtrekk wird auf der dmexco, Halle 8 Stand C025/D024, seine aktuelle Version “Webtrekk Q3” vorstellen.

Die Neuerungen sind laut Anbieter:

  1. Wizards für A/B- und Multivariates Testing: A/B- und Multivariate Tests können schnell erstellt werden. Auf Wunsch wird am Ende des Tests automatisch die beste Variante geschaltet. Hierdurch soll das Ziel bzw. die Konversion einer Website deutlich positiv beeinflusst werden.
  2. Erweiterte SEO-Analysen bieten Zugriff auf Kennzahlen, die dazu dienen, Suchbegriffe auszuwerten, die Suchmaschinenoptimierung zu vereinfachen und Informationen über Konkurrenzseiten zu erlangen. So ist es möglich, die Entwicklung von Suchbegriffen schnell zu erfassen und dieses Wissen in eine optimierte Kampagnensteuerung und Seitengestaltung einfließen zu lassen. Die automatische Potentialanalyse gibt Auskunft über bisher nicht genutzte Chancen in diesem Bereich.
  3. Der Kampagnen-Wizard soll das Anlegen von Kampagnen vereinfachen und in vier Schritten zur trackbaren Kampagne führen.
  4. Mit dem neuen Screenshot-Tool lassen sich täglich automatisch Screenshots erstellen und archivieren. Der Screenshot kann auch inklusive segmentierter Heatmap und Browser-Overlay erstellt werden.
  5. Weitere Neuheiten: Webtrekk-Table-Builder, Nutzung beliebiger externer Daten (zum Beispiel Wetter- oder Wirtschaftsdaten), Import alternativer Zeitintervalle, Vorschlagsfunktion in der Filterengine, komplette Google-Adwords-Synchronisation.

Um das neue Produkt prüfen zu können, bietet Webtrekk zur dmexco einen 60 Tage langen, kostenlosen Test. In dieser Zeit gibt es den vollen Leistungsumfang von Webtrekk Q3 und kostenlosen Mail- und Telefonsupport durch Webtrekk. Es entsteht keine Einrichtungs- oder Setupgebühr.

Dieses “dmexco-Testpaket” gibt es auf unserem contentmetrics-Stand auf der dmexco, Stand Halle 8 F070 / F074. Um den Test so erfolgreich wie möglich werden zu lassen, bietet contentmetrics ein Starterpaket “Web Analytics Best Practice” nach Branchen an.  Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


am 22. September 2009 unter Markt
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Adobe will Omniture übernehmen (II)

Das Überraschende an dem Deal wäre* die Zusammensetzung der Unternehmen: Einerseits Omniture mit einem weltweit führenden Angebot für Saas (Software as a Service) und sicherlich der Marktführer in Web Analytics und andererseits Adobe mit einem weltweiten Angebot an Kauflizenzen im Bereich Publishing und Content Creation. So sucht man verzweifelt nach Synergien. Aber vielleicht wäre dies ja genau der Grund für den Deal: dass es keine Synergien gibt - weil die Angebote nicht synergetisch sind, sondern komplementär zusammenpassen? So sieht es auch Forrester in seinem Blog:

“Here is Forrester’s take on what it means:

  • Measurement becomes embedded within Interactive media. This acquisition has the potential to embed measurement technologies into a burgeoning landscape of interactive media. Adobe’s content creation tools are widespread and this acquisition now provides the opportunity for both developers and content creators to use a measurement tool that is inherent to the development platform.
  • Web content management solutions have a new challenger. Adobe has a strong workflow and process management background that is typically disjointed from the online optimization efforts. Bringing these companies together creates the potential for enabling native tagging during content creation; coupled with run time delivery; followed by optimization tactics for continuous improvement. 
  • Advertising and onsite measurement potentially share a roof. Advertisers and publishers use disparate tools to measure and reconcile visitors and impressions. Publishers need help monetizing content by understanding how it is consumed by visitors; while advertisers struggle to place relevant as in front of a targeted audience. If these two entities begin to share a common platform for measurement, then analysis and optimization align.
  • Adobe gains a recurring revenue stream. The revenue models for these organizations are different. Adobe largely sells licensed software, which was down 30% this quarter and hurting from the current economy. While Omniture delivers software as a service, thus Adobe gains a SaaS based recurring revenue model.”

Die Frage ist, welches Ziel Abobe mit der Übernahme verfolgt: Adobe zahlt einen - aus unserer Sicht völlig überzogenen - Preis von 1,2 Milliarden Euro für ein Unternehmen, dass die letzten vier Jahre nicht ein einziges Quartal ein positives EBITDA abgeliefert hat und zudem teilweise noch mit operativen Verlusten kämpft. Auf der anderen Seite berichtet die FTD, Omniture solle bereits im nächsten Jahr einen Gewinn beisteuern.  Was bedeutet dies für den weltweiten Headcount? Es kann vermutlich davon ausgegangen werden, dass dort kräftig eingespart wird. Und es lässt vermuten, warum Omniture seine Aktivitäten rundum das europäische Rechenzentrum in Amsterdam wieder einschlafen lässt.

Wir sind an Ihrer Meinung interessiert, was sagen Sie zu dem Deal?

>> Forrester Blog
>> offizielle Meldung Adobe
>> offizielle Meldung Omniture

Kommentare auf

>> online media daily
>> BlogZwoNull
>> Reuters

*(noch ist der Deal nicht durch die SEC genehmigt, daher immer “wäre” oder “wollen”, auch wenn Omniture rd. 64 Mio$ Strafe zahlen müsste, wenn der Deal wieder platzen würde.)


am 16. September 2009 unter Markt
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Adobe will Omniture übernehmen

Adobe will Omniture übernehmen - gelesen heute morgen in der  Financial Times Deutschland:

Der US-Softwarehersteller Adobe Systems will den Internetanalyse-Spezialisten Omniture für 1,8 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro) übernehmen. Adobe bietet den Omniture-Aktionären je Anteilsschein 21,50 Dollar in bar. Darauf hätten sich beide Seiten geeinigt, teilten die Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit.
Die Wettbewerbshüter müssen dem Kauf noch zustimmen. Er soll bis Ende November abgeschlossen werden. Bereits im nächsten Jahr soll Omniture zum Gewinn von Adobe beitragen.
Adobe mit Sitz im kalifornischen San Jose ist der führende Anbieter von Grafik-Design-Software wie Photoshop oder Adobe Acrobat. Omniture aus Orem (Utah) ist ein Software-Spezialist unter anderem für Daten zu Websites.

Das ist sicherlich eine Überraschung! Auch wenn man Omniture immer mal wieder im Zusammenhang mit einer Übernahme durch das eine oder andere Unternehmen gesehen hat, so ist, zumindest für mich, Adobe eine große Überraschung.

Es wird sicherlich spannend zu beobachten, inwieweit sich mögliche Synergien aus WA-Sicht ergeben, wie z. B. eine integrierte, verbesserte Messung in Flash-Applikationen und das Zusammenführen der Clientseitigen und Servseitigen Teile von Web Analytics.

Inwieweit sich weitere Geschäfts-Vorteile aus dem möglichen Deal ergeben, kann ich nicht abschätzen. Aber die Geschäftsmodelle der beiden Organisationen scheinen doch ziemlich unterschiedlich zu sein. Da müssen wir wohl abwarten, bis sich die beiden Unternehmen “sortiert” haben.

Es bleibt weiterhin spannend im Markt für Web Analytics.


am 16. September 2009 unter Analytics, Markt
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Studie belegt: Vielen Marketingabteilungen fehlt die Entscheidungskompetenz

Aufmerksam lasen wir die Ergebnisse der in diesem Monat veröffentlichten “Marketing-Efficiency Survey 2009″  der marketinghub AG. Obwohl die Studie nicht explizit auf die Rolle der Web Analytics in Unternehmen eingeht, lässt sie dennoch wichtige Rückschlüsse auf die Strukturen in vielen Unternehmen zu - und warum es vielen so schwer fällt, erfolgreiche Web Analytics zu betreiben.

Wesentliches Ergebnis: Marketern fehlt die Entscheidungskompetenz.  Zwar halten diese es für besonders wichtig, umsatzrelevante Prozesse zu fördern. 95 Prozent von ihnen betonen etwa, Maßnahmen zur Kundenbindung seien sehr wichtig, um die Marketingeffizienz und -effektivität zu erhöhen (Maßnahmen zur Kundengewinnung: 91 Prozent). Das Problem dabei: “Auf Prozesse zur Kundenbindung und -gewinnung hat das Marketing kaum Einfluss”, so die Studie und zieht das traurige Fazit: “Marketing-Verantwortliche sind mit zu wenig Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für eigentliche Kernaufgaben ausgestattet, um die Steigerung von Effizienz und Effektivität tatsächlich treiben und steuern zu können.”

Zudem findet in vielen der befragten Unternehmen kein abteilungsübergreifender Austausch statt.  “Das Marketing ist weit davon entfernt, integrativ zu sein. Daraus resultieren weitere Probleme wie eine geringe Prozessorientierung, eine schlechte Informations- und Datenbasis und in diesem Zusammenhang inadäquate oder fehlende Marketing-Kennzahlensysteme”, so ein weiteres Fazit.

Dieser Mangel an Macht bringt die Marketer in eine Zwickmühle, denn genau diese bräuchten sie, um die Anforderungen der Zukunft zu meistern, etwa die größer werdenden Anforderungen an Messbarkeit und Transparenz.  So betonen 40 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sie hier in den vergangenen drei Jahren einen Anstieg der Anforderungen festgestellt hätten.  Um diese zu meistern wären nötig:

  • Die Gestaltung und Implementierung transparenter Prozesse
  • Ausrichtung der Prozesse an messbaren quantitativen und qualitativen Kennzahlen

Für uns stellt sich die Frage: Wie kann diese Herausforderung gelingen? Und wie könnte die Web Analytics in solchen unzureichenden Unternehmensstrukturen integriert sein, um diese Ziele zu erreichen?
Die Studienergebnisse zeigen deutlich: In Unternehmensstrukturen, wie sie in dieser Studie geschildert werden, kann Web Analytics nur erfolgreich sein, wenn diese als fachübergreifender Managementprozess verstanden wird, der zum Start viel Beratung braucht: Zwischen den Abteilungen müssen Gräben überwunden, neue Informationsstrukturen eingeführt und klare Verantwortlichkeiten verteilt werden.

Insbesondere die geringe Prozessorientierung, die schlechte Informations- und Datenbasis sowie die inadäquaten oder fehlenden Marketing-Kennzahlensysteme sind Problemfelder, die wir in unserer langjährigen Beratungspraxis de facto als größte Hemmschwellen bei der Einführung fachübergreifender Web-Analytics-Lösungen identifiziert haben. Es ist zum Beispiel durchaus üblich, dass das Kampagnenmanagement für große Onlineshops und zig-tausenden von Keywords auf Basis von Excel-Tabellen und manuell durchgeführt wird. Die “Integration” mit einem Web-Analytics-System - egal mit welchem -, um die Kampagneneffizienz zu messen, ist auf Basis einer solchen Datenhaltung bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt. Gleichzeitig nennen Unternehmen aber genau diese fehlende Integration als Hauptgrund für die Unzulänglichkeit ihrer derzeitigen Web-Analytics-Lösung - und suchen den Fehler beim Web-Analytics-Tool anstatt in den eigenen unzureichenden Prozessen.

Ein ganzheitliches Marketing Controlling ist in den wenigsten Unternehmen zu finden. Offline- sowie Online- Kampagnen werden nebeneinander geplant anstatt sie ganzheitlich zu planen und zu steuern.

Da es bei der Einführung oder der Nachjustierung von Web-Analytics-Systemen zugleich immer um die internen Prozesse und Datenquellen geht, verfolgen wir in unseren Projekten einen ganzheitlichen Ansatz, um diese “Randthemen” mit einzubeziehen und zu strukturieren. Nicht selten stößt dies bei Kunden auf vehementen Widerstand, weil die beteiligten Fachabteilungen - Marketing, IT Abteilung, Vertrieb, Shopmanagement - den Kontrollverlust fürchten und den Ideen und Ansätzen zur Integration eher ablehnend gegenüberstehen. Ein Szenario, das durch die in der Studie festgestellte mangelnde Entscheidungskompetenz der Marketingabteilungen wiederum belegt wird.

(Für die kostenpflichtige “Marketing-Efficiency Survey 2009″, die marketinghub mit Unterstützung von BrandMaker durchführte, wurden im 2. Quartal 2009 200 Entscheider aus Marketing, Vertrieb und Kommunikation in mittelständischen und Großunternehmen online befragt. )


am 15. September 2009 unter Analytics
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Verbrauchermeinung im Web - Earthbound Media will mit neuem Tool bei der Analyse helfen

Wer in der Öffentlichkeit agiert, über den wird geredet. Manchmal gut, manchmal schlecht. Unternehmen -  besonders solche, die online tätig sind und die Geschwindigkeit des Netzes kennen - wollen gern wissen, was und wo über sie geredet wird. Immerhin kann eine schnelle Reaktion an der richtigen Stelle helfen, Schaden zu begrenzen, neue Kunden zu gewinnen und die Kundenbindung zu erhöhen.

Das Problem: Den Unternehmen mangelt es nicht an den nötigen Daten - davon gibt es in der Regel mehr als genug. Aber diese müssen auch beschafft, gesichtet, Irrelevantes gefiltert und dann bewertet werden, um wirklich hilfreich zu sein.

Der erste Schritt - das Beschaffen und Filtern - ist noch recht einfach, da zum Beispiel die Blogsuchmaschine Technorati oder auf Twitter Schnittstellen zu ihren Daten bereitstellen. Das Holen der Daten ist allerdings aufwendig, weil man sich die Daten per Schnittstelle aus deren System ins Unternehmenssystem holen muss. Das geschieht durch das Abfragen aus der Datenbank mit Filtern, etwa “Sammeln aller Tweets, die den Markennamen XY enthalten”.

Anspruchsvoller ist der zweite Schritt - das Bewerten. Dies erfordert zwar weniger technischen als analytischen Aufwand, dennoch können technische Lösungen auch hierbei gute Unterstützung leisten - etwa um Daten zu aggregieren und bereits entwickelte KPIs zu berechnen. Wer den Aufwand scheut und mit Omniture SiteCatalyst arbeitet, kann nun auf eine externe Lösung zurückgreifen: Das Tool ist von Earthbound Media und heißt “Blog Monitoring and Brand Tracking“. Die Applikation zeigt “Brand Mentions” aus Twitter und der Blogosphäre sowie Verlinkungen aus Blogs - unabhängig davon, ob sie schon geklickt wurden!

Wer jedoch anderes braucht - zum Beispiel eine Unterteilung in Fans und Kritisierende oder das Monitoring bestimmter Wortkombinationen - kommt um eine eigens angepasste Lösung (noch) nicht herum.


am 8. September 2009 unter Analytics

“Dialogforum Web Analytics” - ein spannender Termin für Web-Analytics-Interessierte

Reporten Sie noch oder analysieren Sie schon? Diese Frage möchte das “Dialogforum Web Analytics” beantworten, das in diesem Oktober zum zweiten Mal stattfindet. Zahlreiche Branchenexperten informieren in Hamburg (07. Oktober 2009), München (12. Oktober) und Köln (15. Oktober) über alle wichtigen Web-Analytics-Trends und -Entwicklungen, über die man derzeit informiert sein sollte.

Das Konzept des Dialogforums - vormittags Expertenvorträge, nachmittags Wissensvertiefung in Workshops - hat sich bereits vergangenes Jahr als erfolgreich bewiesen und wird auch dieses Jahr wieder praktiziert.

Am Vormittag referieren:

  • Stefan Berger, Country Manager D-A-CH, Omniture: “Online Business Optimierung - Vielmehr als nur Web Analyse anhand des Praxisbeispiels Germanwings”
  • Patrick Ludolph, Solutions Consultant, Coremetrics: “Optimieren Sie Ihren Online-Marketing-Mix”
  • Alexander Krull, Director Sales & Marketing, Webtrekk: “Von der statischen Webanalyse zum Behavioral Targeting”
  • Detlev N. Heinrich, Geschäftsführer, navtracks.de: “Web Traffic richtig beurteilen und monetarisieren”
  • Dr. Horst Joepen, Geschäftsführer, Searchmetrics: “Suchmaschinenoptimierung als Grundlage erfolgreicher Online Marketing-Strategie”
  • Timo von Focht, Country Manager D-A-CH, AT Internet: “Von Webcontrolling 1.0 zu Online Intelligence”
  • Axel Amthor, Geschäftsführer, contentmetrics: “Web 3.0 - Eine Herausforderung für Web Analysten”

Am Nachmittag werden dann zur Vertiefung des Wissens zwei Workshops angeboten:

  • “Site und Kampagnenoptimierung als toolgestützte Testing-Methode” mit Frank Reese, Ideal Observer
  • “Einführung eines Web Analyse Tools” mit Thomas Brommund, contentmetrics

Twitteren sie mit den Referenten  auf: mc_webanalytics bzw. lesen sie vorab interessante Blogbeiräge der Referenten:

“Dialogforum Webanalytics”ist eine Veranstaltung von Management Circle. Verbandspartner sind der DDV und der BVDW. Sie wird moderiert von Thomas Brommund und Frank Reese. Online-Anmeldungen werden unter www.webanalytics-fachforum.de entgegengenommen.


am 18. August 2009 unter Analytics

Die “Dwell Time” - ein erster Schritt, um Branding messbar zu machen?

“Branding ist online nicht messbar”, wird immer wieder beklagt. Stimmt – zumindest mit den aktuell gebräuchlichen Messverfahren geht das kaum bzw.  nur indirekt über eine Kombination verschiedener Kennzahlen. So sagt die Click-Through-Rate nichts darüber aus, wie viele Nutzer eine präsentierte Werbung wahrnehmen und wie intensiv sie sich mit ihr auseinandersetzen. Kurz: Wir wissen nicht, ob und wie sie wirkt – und das tut sie ja zweifelsohne auch dann, wenn der “Klick” ausbleibt.

Nun kommt aus den USA ein interessanter Vorschlag: Das Messen der “Dwell Time” - der Zeit, in der sich ein User mit einer Rich-Media-Werbung aktiv auseinandersetzt. Das Messmodell stammt von Eyeblaster, ein weltweit tätiger Dienstleister für digitale Marketinglösungen. Nach eigenen Angaben hat Eyeblaster das Verfahren mit führenden Werbetreibenden und Agenturen weltweit entwickelt und es ein halbes Jahr lang zur Analyse von 42 Milliarden Rich Media Impressions eingesetzt.

Heraus kam die Studie “Trends in Time and Attention in Online Advertising” (Download bei Eyeblaster, Rubrik “resourcelibrary”). Die Ergebnisse sprechen für sich:

  • Es ist 25-mal wahrscheinlicher, dass sich ein Online-Nutzer mit einer Online-Werbung beschäftigt als darauf zu klicken.
  • Wenn sich Online-Nutzer mit einer Online-Werbung beschäftigen, dann tun sie das intensiv: im Durchschnitt eine Minute lang.
  • Die Nutzungsdauer steigt um 100 Prozent (global), wenn Video eingesetzt wird.
  • Die Länge der Nutzung hängt von der Tageszeit ab.
  • Auf den Homepages der Publisher beschäftigen sich Online-Nutzer intensiv mit der dort gezeigten Werbung - aber nur kurz.

Die Ergebnisse basieren auf den beiden Metriken “Dwell Rate” und die “Dwell Duration”:

Dwell Rate: Der Prozentwert zeigt, wie häufig ein Werbemittel von Online-Usern genutzt wurde. Er fasst dazu alle Interaktionen mit einer Werbung zusammen, geteilt durch die ausgelieferten Ad Impressions.
Dwell Duration: Diese misst, wie lange sich Online-Nutzer durchschnittlich mit einem Werbemittel auseinandersetzen (in Sekunden).

Laut Eyeblaster wurden nur “positive” Aktionen gemessen - das Wegklicken der Werbung wurde nicht mit eingerechnet. Zudem wurden nur Aktionen analysiert, die länger als eine Sekunde gedauert haben.

Zwar macht das Messen der “Dwell Time” nur bei Rich-Media-Anwendungen Sinn. Dennoch halte ich Eyeblasters “Dwell Time”-Studie für eine sehr gute und wichtige Diskussionsgrundlage, um beim Thema Messstandards für Online-Branding voranzukommen. Lesen empfohlen - Diskussion erwünscht.


am 12. August 2009 unter Analytics

contentmetrics führt REQB-System für methodisches Anforderungsmanagement ein

Website-Betreiber sind ständig gefordert: Ununterbrochen müssen sie ihre Online-Angebote den geänderten Bedingungen des Marktes und dem Verhalten der Besucher und Nutzer anpassen. Das Gleiche gilt für Web-Analytics-Lösungen - auch diese müssen jederzeit den neuen Anforderungen und Veränderungen entsprechen. Die dazu nötige Wachsamkeit ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die viele Unternehmen allein nicht meistern können.

Um unsere Kunden dabei zu unterstützen, haben wir nun das Anforderungs- und Change-Management-System “Contour” eingeführt - ein System zur software-gestützten Erfassung und Speicherung von betriebswirtschaftlichen, technischen und nicht-funktionalen Anforderungen. Hierbei setzt contentmetrics REQB-Methoden (des “Requirements Engineering Qualifications Board”) ein. Diese gewährleisten hohe Qualität bei gleichzeitiger Transparenz und Nachverfolgbarkeit - insbesondere diese ist in Web-Analytics-Projekten von entscheidender Bedeutung. Unsere Berater wurden dazu in methodischem Requirements Engineering und Management geschult und zertifiziert (REQB® Certfied Requierements Engineer).

Die Vorteile des REQB-Verfahrens und “Contour”:

  • Langfristig garantiert diese methoden- und toolgestützte Vorgehensweise über einen langen Zeitraum den Support der von uns entworfenen Lösungen sowie das Change Management .
  • Durch den direkten Web-Zugang wird eine direkte Kollaboration aller Projektbeteiligten in einem zentralen Repository auch von unterschiedlichen Standorten aus möglich. Eine Systemprotokollierung und reversible Versionierung aller Elemente sorgt für eine lückenlose Nachvollziehbarkeit.
  • Neben einer Erhöhung der Effizienz aller Projektbeteiligten wird bei der Erarbeitung der Anforderung und der Erstellung der notwendigen Konzepte eine qualitative Verbesserung der Projektergebnisse erreicht.
  • Ein Problem der Web Analytics - die langfristige Nachvollziehbarkeit von Änderungen und Anpassungen - kann direkt gelöst werden. So ist es nicht erforderlich, dass Kunden über eigene Excel-Listen ihre betriebswirtschaftlichen und technischen Anforderungen aktuell halten. Stattdessen werden die Anforderungen und deren Änderungen - auch losgelöst von uns - direkt ins Repository eingepflegt und können in austauschbaren Formaten (MS Office, PDF) kommuniziert werden.

Unsere Kunden könnten sich direkt auf unserer Website anmelden. Wer noch keinen Zugang hat oder das Passwort vergessen hat, kann sich gerne direkt an seinen Projektleiter bei contentmetrics wenden.


am 7. August 2009 unter Analytics, Technik

Yahoo! nimmt contentmetrics in das “Web Analytics Consultant Network” (YWACN) auf

Künftig will Yahoo! allen Unternehmen, die das Tool “Yahoo! Web Analytics” (Y!WA) optimal einsetzen wollen,  bei der Suche nach einem geeigneten Berater helfen. Dazu gründete der Internetkonzern nun das weltweite “Yahoo! Web Analytics Consultant Network” (YWACN) - eine Aufstellung, in der er 48 Beratungsunternehmen weltweit empfiehlt.  Auch contentmetrics gehört dazu - worüber wir uns sehr freuen!

In das “Web Analytics Consultant Network” werden Berater aufgenommen, die zum einen fundierte Expertise in Web Analytics nachweisen können und zum anderen auch mit Y!WA arbeiten. Für Deutschland empfiehlt Yahoo! vier fünf Berater:

  • booming
  • contentmetrics
  • eformation
  • explido
  • sapient (als Nachzügler ergänzt am 30.7.09)

Dennis R. Mortensen, Director Data Insights bei Yahoo!, wirbt in seinem Blog  VisulaRevenue für die Mitglieder des neuen Netzwerks: “Call them today, email them, tweet them … heck, invite them out for dinner, they deserve it! (if you haven’t noticed, they are your new best friends)”. Danke für die nette Begrüßung, Dennis!

Das Tool Y!WA kann lizenzkostenfrei eingesetzt werden und ist somit eine starke Alternative zu Google Analytics (GA). Verglichen mit GA ist Y!WA flexibler bei der Definition eigener Dimensionen und Metriken.


am 30. Juli 2009 unter Markt
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