Accenture kommt in Studie zu spannenden Erkenntnissen
Der Consultinganbieter Accenture hat in einer vor kurzem veröffentlichten Umfrage einige Aussagen über die Zukunft der Datenanalyse in Unternehmen getätigt. Grundsätzlich wird die Datenanalyse von den Teilnehmern der Umfrage als immer wichtiger angesehen. Die Weiterentwicklung des eigenen Konzerns auf diesem Feld wird von 68 Prozent der Befragten als ein „Muss“ angesehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben:
„ According to an Accenture survey of executives working at U.S. companies with annual revenues of $500 million or more, 68 percent believe their company has to improve their analytical capabilities to remain competitive, and more than seven in 10 say their company is working to increase its future dependence on business analytics.“ (Information Management)
Durch einfacher zu nutzende Applikationen und Einbindung dieser in die Geschäftsprozesse wird der Einfluss auf strategische Entscheidungen immer größer. Die Einsichten aus der Datenanalyse in Betrieben können, so die Befragten, grundsätzlich in vier Teilbereichen Wirkung zeigen:
- die exakte Modellierung von Käuferverhalten sowie die Identifizierung der wichtigsten Kundensegmente
- die Beschleunigung von Innovationsprozessen durch ein effektiveres Zusammenspiel der Entwicklungskomponenten
- die Optimierung von Wertschöpfungs- und Versorgungsketten, um exaktere Voraussagen zu Nachfrage, logistischen Faktoren und Preisentwicklung machen zu können
- die grundlegende Schaffung von Verständnis gegenüber der eigenen finanziellen Performance
- die Identifizierung der Erfolgsfaktoren und die Umwandlung dieser Erkenntnisse in real anwendbare Strategien
Unternehmen befinden sich auf einem Weg zu stärker auf Fakten basierten Entscheidungen. Nachdem in der Accenture-Studie herausgefunden worden ist, dass 60 Prozent der Business-Entscheidungen heute schon auf Ergebnissen von Analysen beruhen, ist dieser Weg gut nachvollziehbar.
Doch die Bewegung in Richtung eines stärker analytisch geprägten Ansatzes fördert auch Probleme zu Tage: Als Hindernisse auf dem Weg zur konzernweiten Analytik sehen 39 Prozent der Fachkräfte fehlende IT-Ressourcen als größtes Problem, 27 Prozent geben als wichtigste Aufgabe die Verteilung der Ressourcen und Einsichten innerhalb des Konzerns an. Aber auch im HR-Bereich werden Probleme geortet: 23 Prozent der Befragten geben „unzureichende quantitative Fähigkeiten der Mitarbeiter“ als größte Herausforderung für die weitreichende Implementierung analytischer Ansätze an, 36 Prozent sagen sogar, dass ihre Firma einer „Knappheit analytischen Talents“ gegenübersteht.
Die Analyse konnte auch Unterschiede zwischen dem Einsatz von Analysestrategien in „high performance businesses“ und „lower perfoming businesses“ festellen: Zum einen ist es 5 mal wahrscheinlicher dass hochperformante Betriebe die strategische Analyse als Mittel einsetzen, zum anderen identifizierte sie bei 70 Prozent der befragten „high performance businesses“ Datenanalyse als einen signifikanten Faktor in Entscheidungsprozessen. Nur bei 23 Prozent der weniger leistungsfähigen Betrieben findet sich eine ähnliche Ausrichtung.
Datenanalyse kann also, wenn personelle Ressourcen und Infrastruktur stimmen, nicht nur Fortune 500-Konzernen helfen noch erfolgreicher zu werden, sondern auch klein- und mittelständischen Unternehmen einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.
>> Information Management - The Imperative of Analytics
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