WebTrends launcht neue “On Demand Analytics”-Version
Am Wochenende vom 7./8. März hat WebTrends, nach eigenen Angaben Marktführer für Webanalyse- und Online-Marketing-Lösungen, die Version 8.7 seiner “On Demand” Analytics-Lösung freigeschaltet. Sie ist für “Software as a Service (SaaS)”-Kunden und verfügt über eine Reihe neuer und erweiterter Funktionen, zum Beispiel bessere Report-Funktionen (etwa für mobile Devices).
Aufgefallen ist uns die Anmerkung in der “Release Note”, dass man mit der neuen Version wesentlich besser definieren könne, welche “Hits” als “PageViews” gezählt werden könnten. Wie kommt WebTrends auf die Idee, mit “Hits” Werbung zu machen? Dem Unternehmen ist bestimmt klar, dass die Metrik “Hits” - einzelne Anfragen an einen Webserver - für die Web Analyse völlig irrelevant ist. Diese Funktion soll man neuerdings “leicht auswählen” können - war das vorher schwierig? Und: Wieso sollte man sie überhaupt auswählen?
Dass Webtrends von “Hits” spricht, ist für uns ein Hinweis darauf, dass das Unternehmen mit der neuen Version nach wie vor primär die Techniker unter den Web Analysten sowie IT-Kunden adressiert - und weniger die Experten aus dem Marketing. Die Einheit “Hit” wird nur noch von sogenannten “Logfile-Analyse-Tools” verwendet - und die wiederum nur von Techies. Genau genommen ist WebTrends immer noch ein “Log Analyzer”, wenn auch hoch spezialisiert und seit 2 Versionen auch mit clientseitiger Messung.
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Die Schwächen einer Logfile-Analyse dürften auch den Kollegen von WebTrends mitlerweile bekannt sein. Mit der OnDemand-Lösung ist man ja bereits auf dem richtigen Weg. Nur wie will man den “alten” Kunden erklären, dass die - jahrelang genutzte - Metrik “Hits” in der OnDemand-Lösung nicht mehr vorhanden ist? Ein Problem, vor dem ich nicht stehen möchte.
Es wird noch ein langer Weg, bis auch bei WebTrends die Metrik “Hits” gänzlich verschwindet. Hoffen wir, dass die nächste Generation der Webanalysten garnicht erst damit groß wird.