Virtuelle Besucher: Die Geister, die Safari rief

Nicht jeder Besuch einer Website ist erwünscht. Schließlich verfolgen Sie mit Ihrer Website immer auch einen Zweck. Entweder Sie verdienen als Verlag Geld mit Online-Anzeigen oder Sie stellen Ihre Produkte oder Dienstleistungen dar und versuchen, über Ihre Inhalte Kunden anzusprechen. Doch was machen Sie, wenn Browser Geisterbesuche initiieren? Eine Webanalyse sollte eigentlich deutlich machen, wie erfolgreich Ihre Conversion Rate ist. Einen digitalen Strich durch Rechnung macht Ihnen hierbei jedoch der Browser Safari 4, der “virtual Visits” von Websites verursacht. Durch die neue Funktionalität einer “CoverFlow” - artigen Darstellung von Seiten aktualisiert der Safari-Browser automatisiert im Hintergrund die Seiten, die der Onliner kürzlich besucht hat.

Um die für den Safari-Nutzer durchaus praktischen Voransichten der Seiten zu aktualisieren, “besucht” Safari 4 die Webseiten immer mal wieder in unregelmäßigen Abständen, mindestens aber,  wenn die CoverFlow-Ansicht der Bookmarks geöffnet wird.

Dies führt zu einer Erhöhung der Bounce Rate und einer Senkung der Conversion Rate. Leider gibt es derzeit keinen vernünftigen Weg, die “Geisterbesuche” des Safari 4 in irgendeiner Weise übersichtlich darzustellen.

Inwieweit dies tatsächlich einen entscheidenden Einfluss auf die Statistik hat, ist angesichts eines Browseranteils von derzeit hierzulande gerade einmal 2 - 3 Prozent Safari-Nutzer noch zu beobachten. Da wiederum nur ein (noch) geringerer Teil auf die neue Version 4 entfällt, ist der Effekt sicherlich  vernachlässigbar, sollte aber beobachtet werden.

>> The Data Driving Blog: Safari 4 Beta distorts Web Analytics
>> Formatur: Web-Analytikers Albtraum: Safari 4 Beta



am 6. März 2009 unter Technik
2 Kommentare


Kommentare:

  1. Meine Links vom 06.03.2009 bis zum 07.03.2009 | Isarblick schrieb am 8. März 2009:

    [...] “Probleme” bei Safari 4 und Web Analytics [...]

  2. Eric Kubitz schrieb am 31. März 2009:

    Das ist ja superspannend bzw. zumindest sehr bemerkenswert. Zumal das ja nicht nur beim Safari so ist (hatte ich das nicht auch in den Ankündigungen zum nächsten Firefox gelesen?) sondern sicherlich auch ein Effekt ist, der eintritt, wenn die User ihre offenen Reiter im Brower nicht schließen und diesen am nächsten Tag wieder starten.

    Kann man denn in etwa beziffern, wie hoch der Anteil von so einem “automatischen” Traffic ist? (Klar, Safari-Marktanteil ist noch ein Witz. Aber die Reiter?)

    Grüße
    eric kubitz
    P.s.: Habe grad eben erst den Blog abonniert - ist aber sehr spannend.

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