Archiv für das Jahr 2007:

Der Datenschutz hat die IP-Adresse entdeckt …

IP Adressen sind persönliche - und damit schützenswerte - Daten und dürfen nicht gespeichert oder erhoben werden.

Allenthalben werden die neuesten Urteile und Regelungen des Datenschutzes in Verbindung mit der IP Adresse als das große Problem für Web Analyse und Benutzungsstatistiken angesehen.

Um diesem Unsinn einmal technisch entgegenzuhalten: die IP Adresse eines Anwenders ist in der modernen Web Analyse als “volatiles Datum” völlig irrelevant. Begründung: moderne DSL oder ISDN Router sind default-mässig auf eine Idle Time von 5 bis 10 Minuten eingestellt. Heißt: nach 5 bis 10 Minuten Inaktivität wird die Verbindung unterbrochen und bei Bedarf neu “eingwählt”. In 90% der Fälle wird der Anwender bei der erneuten “Einwahl” seines DSL “Modems” eine neue IP Adresse aus dem Pool des Providers zugewiesen bekommen. Analysen zeigen, das pro Session (!) teilweise bis zu zehn IP Adressen pro Anwender vergeben werden. Das Erkennen und matchen von Benutzeraktivitäten über IP Adressen ist deshalb mit erheblichem Speicher- und Rechenaufwand verbunden, der vermieden wird, weil es viel einfachere Methoden der Zuordnung gibt. Eine Langfristbeobachtung von Anwendern über IP Adressen ist für einen Website Betreiber technisch völlig unmöglich.

Wenn nun also die IP Adresse als “persönliches Datum” nicht mehr gespeichert und ausgewertet werden darf - prima, die hat uns in der Vergangenheit sowiso nicht interessiert …

Oder, um das mal etwas schärfer zu formulieren: Sollen sich die Datenschützer doch mit IP Adressen von Anwendern gesetzgeberisch herumschlagen - dass hält sie dann von anderen dummen Ideen ab und verschafft Freiraum.


am 21. Dezember 2007 unter Analytics, Technik

contentmetrics schließt Partnerschaft mit Coremetrics

contentmetrics konnte sein Portfolio um die Produkte von Coremetrics erweitern.

Die neue Partnerschaft baut das Alleinstellungsmerkmal von contentmetrics als unabhängiges Beratungshaus für Web Analytics aus.

Als einziges Unternehmen in Deutschland verfügt contentmetrics über zertifiziertes KnowHow von führenden Herstellern, so auch jetzt von Coremetrics.

Mehr Infos unter “Technologiepartner


am 30. November 2007 unter Analytics

Cookies revisited

Es gibt - glaubt man aktuellen Veröffentlichungen - die ultimative Lösung für das Cookie-Löscher-Problem

Benutzer löschen Cookies, weil ihnen permanent eingeredet wird, Cookies sind so was wie Viren und deshalb sind sie in jedem Falle in Grund und Boden zu verdammen und spurlos von der Festplatte zu entfernen, am besten mit der Drahtbürste ….

Und weil das so ist und die Protagonisten dieser Fehlinformation nicht müde werden diese überall und immer zu verbreiten, steigt die Zahl der Benutzer die Cookies löschen ins gigantische. Mithin: Web Analytics wird völlig unbrauchbar und wir müssen sofort eine neue Lösung haben. Siehe da: es gibt einen Silberstreif am Horizont: Flash Cookies. Flash Cookies sind die Lösung schlechthin: man kann sogar mehr Daten abspeichern wie nur ein paar Bytes usw. usw.

Zu den Fakten:

  • Cookies werden weit weniger häufig gelöscht, als das allgemein angenommen wird. Wie bereits mehrfach ausgeführt, liegt die Rate derjenigen, die persistente Cookies generell verbieten unter 8%. Segmentiert man z.B. nach IT- oder Marketinglastigen Websites (ct’ oder WuV z.B.) liegt die Quote bei rd. 20%.
  • “Flash Cookies” gibt es nicht. Sehr wohl erlauben neuere Versionen des Flash Plugins, das Server Daten lokal speichern. Derzeit liegt die Verbreitung dieser Versionen aber unterhalb der Cookie-Akzeptanz-Quote, mal davon abgesehen, das obige Diskussion den Flash-Player noch nicht erreicht hat. Man kann im übrigen dieses Speichern von Daten im Plugin sowohl zeitlich als auch Mengenmäßig beeinflussen - da stelle man sich mal vor, der Server möchte 4 KB ablegen, darf aber nur 500 Bytes. Hier gibt es also drei Hürden: a) Plugin installiert und aktiviert, b) Richtige Version, c) Datenspeichererlaubnis in entsprechender Größe. Mit Verlaub: Das soll dann am Ende genauere Daten liefern?
  • Die “sporadisch Löscher”: Benutzer, die Cookies temporär akzeptieren, diese aber sporadisch oder per Browsereinstellung nach der Session entfernen. Diese erzeugen statistisch betrachtet eine geringe “Störung” der Daten. Man kann die Quote relativ leicht aus den eigenen Daten ermitteln und hat somit eine Fehlerquote, die auf alle Daten anzuwenden ist, die auf der Metrik “Unique Visitor” basieren - mehr nicht. Aus unseren Erfahrungen heraus liegt diese Quote bei rd. 5% - mit den obigen Einschränkungen bez. Zielgruppe.

am 11. August 2007 unter Analytics

contentmetrics wächst

Wir wachsen, deshalb war ein Umzug in neue Geschäftsräume nötig

Die neue Anschrift unseres Münchner Büros ab dem 1.5.2007:

contentmetrics GmbH
Münchner Str. 25

D-85540 Haar b. München

Telefon: +49 (0) 89 / 2196 515 - 0
Fax: +49 (0) 89 / 2196 515 - 16


am 27. April 2007 unter Analytics

Weiteres Blog zu Web Metrics und e-commerce

Ein neues Blog zu Web Metrics und e-commerce

Kathrin Schwan, yahoo, hat ein weiteres Blog zu Web Metrics und e-commerce eröffnet. Das Blog ist in englisch und unter http://www.coverspace.de zu erreichen.

Gut aufbereitet darin sind die Beiträge um Metriken wie CPx und PPx.


am 10. März 2007 unter Analytics