Der “Shopping - Cart Blues” beim Online Kauf…

In letzter Zeit häufen sich wieder die Meldungen über die schlechte Technik der Online-Shops, stehengelassene Warenkörbe oder den vielen Kaufabbrüchen. Laut einer aktuellen Panel-Befragung “Kundenkompass Onlineshopping” von der novomind AG, www.novomind.de , und dem F.A.Z-Institut, www.faz-institut.de, gingen im ersten Halbjahr 2004 rund 40 Prozent des Umsatzpotenzials verloren. Gerade jetzt in der Vor-Weihnachtszeit wird das für die meisten Shopbetreiber sehr schmerzvoll sein - wenn Sie es denn überhaupt bemerken.

Die ansteigende Konjunktur im Online - Geschäft und damit verbunden Umsatzsteigerungen lassen die Betreiber gerne an einen gut funktionierenden Shop glauben. Maßnahmen zur Shop - Optimierung werden nach hinten gedrängt mit sehr niedriger Priorität.

Die Studie spiegelt wieder, was contentmetrics in der Praxis tagtäglich erlebt:
Jeder Shopbetreiber misst und analysiert die erfolgreichen Transaktionen auf dem Web -  aber kaum einer die Abbrecher. Das Besucherverhalten ist nur unzureichend bekannt, bei Suchmaschinen gebuchte Suchbegriffe sind auf der Website nicht auffindbar. Hier wird großzügig und unnötig Potenzial verschenkt. Einige Punkte werden in der oben genannten Panel-Studie aufgezeigt:

  • Zu aufwendige Bestellvorgänge

  • Zu hohe oder zu spät angezeigte Versandkosten

  • Unzureichenden Informationen und eine schlechte interne Suche

  • Schlechte Navigation

Web Controlling-Lösungen bieten hervorragende Möglichkeiten, Schwachstellen im Shop schnell und effizient aufzuzeigen.

Anbei einige Beispiele:

1) Nachvollziehen  von erfolglosen Suchanfragen
Online-Marketing und Produktmanagement arbeiten nebeneinander aber nicht immer miteinander – Da werden Suchbegriffe gebucht, die von dem jeweiligen Produktmanager gar nicht auf der Site eingepflegt sind.
Einige  Kunden haben auch nicht das gleiche Verständnis für das Produkt und suchen nach einer „Tastatur“ anstatt nach dem „Keyboard“ oder nach einer „Maus“ - oder heißt es “Mouse”, “HID-konformes Eingabegerät” oder gar “Superschnapp MX2000 Lasermaus”?.

2) Ausfüllgrad von Formularen festhalten
Formulare können für interne Prozesse nützlich sein, doch es ist auch notwendig zu prüfen, ob der Webbesucher das gleiche Verständnis aufbringt für die vielen Fragen und Felder die er auszufüllen hat.

3)  Abbrüche im Kaufprozess
Der Abbruch eines Kaufprozesses kann viele Gründe haben und nicht alle sind mit Web-Statistiken zu lösen. Haben Sie keine marktfähigen Preise und Services, nützt Ihnen eine Analyse der Abbrüche nur bedingt. Gehen Sie aber davon aus, dass Sie aktuelle Ware zu marktfähigen Preisen anbieten, sollte man sich die Bestellprozesse genau anschauen und analysieren, ob bei bestimmten Prozessschritten eine Häufung der Abbrüche stattfindet.

4) „Trampelpfade“ der Besucher
Stimmt eigentlich Ihre Idee der Navigation auf Ihrer Site mit dem Klickverhalten Ihrer Besucher überein? Produkte finden nur dann den Weg in den Warenkorb, wenn der Anwender sich zurecht findet.

5) Trends im Besucherverhalten
Das Besucherverhalten ist einerseits abhängig von den Lernerfahrungen Ihrer Webbesucher, anderseits unterliegt es gewissen Trends. Diese Verhaltensänderungen rechtzeitig zu erkennen und zu nutzen sichert Ihnen eine Vorteil gegenüber Ihren Mitbewerb.

6)  Kampagnenoptimierung
Bei der Masse der Online-Kampagnen kann man schnell die Übersicht verlieren. Die verschiedenen Partner, Kanäle und Werbemittel gilt es zu managen und rechtzeitig die „guten“ Kampagnen zu fördern und die „schlechten“ Kampagnen zu eliminieren - und das bitte zeitnah.

Logfile-Auswertungen die günstige Alternative?
Um verlässliche Statistiken über einen Shop zu erhalten, reichen die herkömmlichen Logfile-Analysen nicht aus. Zu hoch ist Fehlerrate hervorgerufen u.a. durch Caching-Systeme. Des Weiteren können mit Logfile-Analysen keine Prozesse dargestellt werden. Aktuelle, client-basierte Statistiktools bieten heute valide Daten mit Schnittstellen zum Warenwirtschaftssystem, CRM oder Data Warehouse.

Make or Buy?
Einige Unternehmen sind der Ansicht, so spezifische Anforderungen zu haben, dass sie eigene Lösung entwickeln.  Leider  übersehen viele, dass die Datensammlung den geringsten Teil des Aufwandes darstellt und weit über 90% der  Entwicklungskosten für die Aufbereitung und Darstellung der Daten veranschlagt werden müssen - mal abgesehen vom Datenmodell.

Hier liegen die großen Vorteile und die langjährige Erfahrungen unserer Technologiepartner von contentmetrics. Diese fokussieren nicht mehr Ihre Hauptprogrammierleistung in der Gewinnung von Daten – das Sammeln von Daten haben alle Tracking Tools mehr oder weniger im Griff, sondern in die Visualisierung von Daten. Damit dem Anwender die Analyse der Daten vereinfacht werden kann. Denn Analysewerkzeuge die einem sagen - den Bannertext bitte umtexten, grünen Hintergrund wählen und plakativer das Produkt darstellen - gibt es nicht. Hier ist immer noch ein analytischer Kopf gefragt. Der im Übrigen auch gefragt ist, bei der Definition der Ziele und Metriken bevor man sich an das Sammeln von Daten macht.

Also, wie möchten Sie es halten – weiterhin im Blindflug durch das Weihnachtsgeschäft fliegen, oder Ihren Erfolg steuern?

contentmetrics – Erfolg ist messbar

Thomas Brommund

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am 1. November 2004 unter Analytics


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